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FRANKFURT (awp international) - Nach negativ aufgenommenen Zahlen von Daimler hat der Dax am Mittwoch einen Teil seiner Gewinne abgegeben. Der deutsche Leitindex lag am Mittag mit 0,13 Prozent im Plus bei 7.409,68 Punkten. Zuvor hatte der Leitindex ein neues Dreijahreshoch bei 7.437,65 Punkten markiert. Für den MDax ging es um 0,29 Prozent auf 10.557,73 Punkte nach unten, der TecDax stieg dagegen um 0,09 Prozent auf 909,45 Punkte.
Nach Meinung von Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank ist die Stimmung am Markt ungeachtet der Daimler-Zahlen nach wie vor gut. "Das fundamentale Umfeld stimmt", sagte er. Zudem mangele es auch weiter nicht an Liquidität angesichts der niedrigen Zinsen. Für Bewegung könnten noch Konjunkturdaten aus den USA sorgen, darunter Zahlen zum Häusermarkt.
Die Aktien von Daimler rutschten nach der Bilanzvorlage des Autobauers mit minus 3,73 Prozent auf 53,890 Euro an das Dax-Ende. Händler nannten die Resultate "etwas schwächer als erwartet". So habe Daimler im vierten Quartal die durchschnittlichen Gewinnerwartungen nicht ganz erfüllt. Die geplante Dividende von 1,85 Euro je Aktie liege im Rahmen der Schätzungen, biete damit aber auch keinen positiven Impuls. Daimler hatte im vergangenen Jahr einen Milliardengewinn erzielt. Der Umsatz war von 78,9 Milliarden Euro im Vorjahr auf 97,8 Milliarden Euro geklettert. Das Plus von 24 Prozent war etwas besser als vom Markt erwartet.
Im Sog dessen ging es auch für die Aktien der Branchenkollegen BMW und Volkswagen nach unten. BMW-Titel verloren 1,58 Prozent auf 61,000 Euro, die Vorzüge von VW sanken um 0,61 Prozent auf 121,50 Euro.
Schwach entwickelten sich auch die Versorgerwerte. Spekulationen um einen wenig inspirierenden Ausblick drückten Eon-Titel mit 1,80 Prozent auf 24,295 Euro ins Minus. Vor allem das Gasgeschäft könnte für Probleme sorgen, hiess es am Markt. Das sollte aber eigentlich nicht überraschen. Auch die Anteilsscheine des Konkurrenten RWE gaben nach, um 1,46 Prozent auf 52,09 Euro.
Im Fokus waren auch die Papiere der Deutschen Börse , nachdem die Kontrollgremien des Börsenbetreibers sowie des Fusionspartners NYSE Euronext am Vortag der Schaffung der weltgrössten Börse zugestimmt hatten. Zudem hatte die Deutsche Börse am Dienstag kurz vor Handelsschluss Zahlen vorgelegt. Der Konzern hatte im vierten Quartal 2010 unter hohen Abschreibungen im Zusammenhang mit der 2007 übernommenen US-Optionsbörse ISE gelitten. Kepler stufte die Aktien von "Hold" auf "Reduce" ab, da der Zusammenschluss zu einer Riesenbörse Unsicherheiten kreiere. Die Aktie gab 1,22 Prozent auf 59,12 Euro ab.
Derweil profitierten Bankaktien von guten Zahlen der französischen Societe Generale . Die französische Bank hatte im vierten Quartal 2010 einen Gewinnsprung verbucht. Die Titel der Deutschen Bank kletterten daraufhin an der Dax-Spitze um 2,20 Prozent auf 47,930 Euro. Commerzbank-Papiere gewannen 1,32 Prozent auf 5,820 Euro.
Ebenfalls unter den besten Dax-Werten fanden sich Siemens-Aktien wieder, sie stiegen nach mehreren positiven Analystenkommentaren um 1,58 Prozent auf 96,34 Euro.
Im TecDax standen die Titel von Pfeiffer Vacuum nach Zahlen im Fokus. Sie lagen mit plus 0,47 Prozent bei 94,21 Euro. Ein Händler nannte die Resultate des Herstellers von Vakuumpumpen "besser als erwartet". Commerzbank-Analyst Norbert Kretlow sprach von einem "guten vierten Quartal". Dass es für die Papiere nicht weiter nach oben ging, begründete ein Händler damit, dass die Titel schon am Montag auf ein Rekordhoch gesprungen seien./chs/fat

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