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FRANKFURT (awp international) - Ein langjähriger Höchststand im Dow Jones Industrial hat den Dax am Mittwoch auf Rekordkurs gehalten. Gewinnmitnahmen liessen jedoch anfänglich deutlichere Zuwächse am deutschen Aktienmarkt abschmelzen. So ging es für den Leitindex bis zum Mittag noch um 0,05 Prozent auf 7.187,88 Punkte nach oben, nachdem er zwischenzeitlich mit 7.222 Punkten abermals einen neuen Rekordstand seit Mai 2008 markiert hatte. Der MDax gewann 0,10 Prozent auf 10.273,15 Punkte und der TecDax stieg um 0,26 Prozent auf 880,11 Punkte.
Dank einer Mixtur aus nachlassenden Sorgen um die politische Lage im Nahen Osten, starken Unternehmenszahlen und positiven Signalen aus der US-Industrie hatte tags zuvor der US-Leitindex Dow Jones Industrial erstmals seit Juni 2008 wieder über der Marke von 12.000 Punkten geschlossen und entsprechend für positive Vorgaben gesorgt. Der Dax selbst profitierte laut Marktteilnehmern von seinem technisch positiven Bild mit dem neuen Hoch vom Vortag als Signal eines intakten Aufwärtstrends.
AUTOMOBILTITEL VON US-ABSATZZAHLEN UND CITI-STUDIE BEWEGT - MAN AM DAX-ENDE
Automobiltitel profitierten zur Wochenmitte nur kurzzeitig von US-Absatzzahlen und einer Branchenstudie der Citigroup. Nach anfänglichen Kursgewinnen drehten Daimler-Aktien trotz einer Kaufempfehlung und positiver US-Nachfrage nach Premiummarken im Januar ins Minus und büssten 1,20 Prozent ein 52,660 Euro. Mercedes konnte die Verkäufe seiner grossen M- und GL-Geländewagen um bis zu 29 Prozent steigern. Der bayerische Rivale BMW vervierfachte nach einem Modellwechsel beinahe den Absatz seines X3 und schlug auch deutlich mehr grosse X5 los. Die Aktien stiegen um 0,11 Prozent auf 56,570 Euro. Nach einem eher unterdurchschnittlichen Absatzplus der Kernmarke und einer Abstufung der Citigroup büssten VW-Vorzugsaktien 0,38 Prozent ein auf 117,70 Euro. Konzerntochter Audi wurde in den USA bis zu 60 Prozent mehr Q5 und Q7 los.
MAN rutschten um 2,83 Prozent auf 82,95 Euro ab. Händler verwiesen auf enttäuschende Zahlen des schwedischen Lastwagenbauers Scania , dessen Aktien in Stockholm mit einem Minus von mehr als vier Prozent unter Druck gerieten. Weniger eindeutig sei ein Bericht des "Handelsblatts", demzufolge die Übernahme des Lastwagen- und Dieselmotorenherstellers durch Scania stockt.
TUI TREIBT MÖGLICHES REEDEREI-IPO - HANNOVER RÜCK TROTZT AUSTRALIEN-FLUT
Tui gewannen an der MDax-Spitze 3,06 Prozent auf 10,440 Euro. Händler verwiesen auf die Fantasie für einen Börsengang der Reederei Hapag-Lloyd, der noch vor Ostern zustande kommen könnte. Das berichtet das "Handelsblatt". TUI will erklärtermassen sein touristisches Kerngeschäft weiter stärken und sich dazu von den restlichen Anteilen an Hapag-Lloyd trennen.
Hannover Rück stiegen nach Aussagen über die Erneuerungsrunde um 1,25 Prozent auf 42,420 Euro. Der weltweit drittgrösste Rückversicherer fürchtet trotz der verheerenden Überschwemmungen in Australien nicht um seine Gewinnziele, wie Vorstandschef Ulrich Wallin nach der Vertragserneuerung in der Schaden-Rückversicherung sagte.
SOLARWORLD STEIGT IN LITHIUM-FÖRDERUNG EIN - KUKA MIT VORLÄUFIGEN ZAHLEN
Das Bonner Photovoltaikunternehmen Solarworld steigt laut "Frankfurter Allgemeine Zeitung" in die Lithium-Förderung ein. Der Vorstandsvorsitzende Frank Asbeck rechnet mit einem "grossen Geschäft". Händlern zufolge trieb die Nachricht auch vor dem Hintergrund des Themas "Seltene Erden" die zuletzt stagnierenden Aktien des Solarkonzerns an. Lithium ist der wichtigste Rohstoff für leistungsfähige Batterien, die in Zukunft Elektroautos antreiben und Solarstrom speichern sollen. Positiv wirkten aber einem Händler zufolge auch Berichte über eine Einigung um die Einschnitte der Solarförderung zwischen der Industrie und dem Bund. Solarworld-Aktien kletterten als bester TecDax-Wert um 5,34 Prozent auf 7,87 Euro.
Aktien von Kuka sanken indes nach vorläufigen Zahlen im SDax um 1,81 Prozent auf 17,680 Euro. Der Roboterhersteller hat im abgelaufenen Geschäftsjahr den Umsatz und Auftragseingang deutlich gesteigert und beim operativen Ergebnis den Sprung in die Gewinnzone geschafft. Marktteilnehmer monierten den Auftragseingang, der hinter den Erwartungen zurück geblieben sei./ag/rum
---Von Alexander Gibson, dpa-AFX---

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