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FRANKFURT (awp international) - Neuerliche Sorgen um die europäische Schuldenkrise haben dem deutschen Aktienmarkt am Dienstag Verluste beschert. Nach einem Handelsstart im Plus büsste der Dax zuletzt 0,50 Prozent auf 7.139,17 Punkte ein. Für den MDax ging es um 0,33 Prozent auf 10.528,13 Punkte nach unten. Der TecDax sank um 0,12 Prozent auf 942,31 Punkte.
Händler erklärten die Kursverluste mit Berichten zum spanischen Bankensektor. Demnach erwarte die dortige Zentralbank ein schwieriges Jahr 2011 und prüfe derzeit die Kapitalpläne von 13 Banken. Zusätzlich drückten die Abstufung der Kreditwürdigkeit Portugals durch die Ratingagentur Moody's sowie der nach wie vor hohe Ölpreis auf die Stimmung, hiess es am Markt. Kapitalmarktexperte Fidel Helmer von der Frankfurter Privatbank Hauck & Aufhäuser bezeichnete die Kursausschläge nach unten indes als "ganz normal". Insgesamt sei der Markt angesichts einer Fülle schlechter Nachrichten aus der Eurozone und aus Japan "sehr stabil". Es sei viel Liquidität im Markt, Anleger seien auf der Suche nach Sachwerten wie eben Aktien.
TEXAS-INSTRUMENTS-PLÄNE TREIBEN INFINEON UND DIALOG AN
Zu den besten Dax-Werten zählten die Titel von Infineon mit plus 2,61 Prozent auf 7,658 Euro. Börsianer führten das darauf zurück, dass der US-Chiphersteller Texas Instruments am Vortag ein 6,5 Milliarden US-Dollar schweres Angebot (4,6 Mrd Euro) für den Rivalen National Semiconductor vorgelegt hatte. Anleger könnten nun auf eine breitere Konsolidierung in dem Sektor setzen, hiess es. Auch einigen TecDax-Werten kamen die Pläne des US-Konzerns zu Gute. Die Titel des Schaltkreis-Herstellers Dialog Semiconductor etwa kletterten um 2,95 Prozent auf 15,360 Euro.
Die Titel der Commerzbank waren mit einem Aufschlag von 3,50 Prozent auf 5,625 Euro der Spitzenreiter im Dax. Damit erholten sich die Papiere wieder etwas von den jüngsten Kursverluste, die von Sorgen um eine Kapitalerhöhung ausgelöst worden waren.
SIEMENS GEBEN NACH AUSSAGEN ZUM ZWEITEN HALBJAHR NACH
Unter den grössten Verlierern waren Siemens , die 2,22 Prozent auf 95,97 Euro abgeben mussten. Hier verwiesen Börsianer auf Aussagen von Finanzvorstand Joe Kaeser, wonach sich das Wachstum in der zweiten Hälfte dieses Jahres beruhigen werde. Ein Analyst bezeichnete die Kursverluste indes aber als "überzogen". Lufthansa-Aktien büssten angesichts des hohen Ölpreises 2,15 Prozent auf 14,560 Euro ein.
Ein sich eventuell anbahnender Bieterwettstreit um die die NYSE Euronext brachte den Aktien der Deutsche Börse indes ein Minus von 0,83 Prozent auf 51,62 Euro ein. Händler verwiesen auf einen Medienbericht, wonach der deutsche Börsenbetreiber sein Angebot erhöhen könnte, um die Konkurrenzofferte der Nasdaq OMX sowie der Rohstoffbörse ICE für die NYSE abzuwehren. Der US-Sender "FoxBusiness" hatte zudem berichtet, dass die NYSE den Spiess umdrehen und eine Gegenofferte für die Nasdaq abgeben könnte.
TUI MIT HAPAG-LLOYD-PLÄNEN IM BLICK
Im MDax kletterten die Aktien von Tui nach einem Bericht zu einem möglichen Einstieg des Sultanats Oman bei Hapag-Lloyd um 4,96 Prozent auf 8,948 Euro. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schreibt, dass das Staatsunternehmen Onyx bei der Reederei 15 Prozent der Anteile übernehmen will. Zudem verhandele Tui mit dem chinesischen Logistikunternehmen HNA über einen Verkauf von Anteilen an Hapag-Lloyd. Von Tui selbst hiess es zuletzt, man führe Gespräche mit potenziellen Hapag-Lloyd-Investoren und halte an einer zweigleisigen Strategie zum Verkauf der Anteile an der Reederei fest. Berichte über einen angeblich erfolgten Anteilsverkauf könne man "nicht bestätigen"./chs/tih
--- Von Christian Schultz, dpa-AFX ---

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