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FRANKFURT (awp international) - Die Hoffnung auf eine Lösung der griechischen Schuldenkrise hat den deutschen Aktienmarkt am Dienstag gestützt. Der Dax stieg gegen Mittag um 0,65 Prozent auf 7.196,68 Punkte und machte damit seine Vortagesverluste wett. Zwischenzeitlich war er sogar über die Marke von 7.200 Punkten gesprungen. Der MDax mittelgrosser Werte legte um 1,09 Prozent auf 10.576,68 Punkte zu. Der Technologieindex TecDax rückte um 1,01 Prozent vor auf 873,07 Punkte.
Nachdem zu Wochenbeginn noch die Pessimisten die Oberhand gewonnen hatten, überwog nun die Zuversicht, dass das Rettungspaket für Griechenland doch noch geschnürt wird. Kapitalmarktexperte Fidel Helmer von der Privatbank Hauck & Aufhäuser begründete dies mit einer Meldung vom Vortag, der zufolge die EU ihren Krisenfonds EFSF für Wackelkandidaten aufgestockt hatte. Dies habe bereits an den US-Börsen für gute Stimmung gesorgt und wirke aktuell auch in Deutschland noch positiv nach. Nun warteten die Anleger gespannt auf das Ergebnis der Vertrauensabstimmung, der sich Regierungschef Giorgos Papandreou in der Nacht zum Mittwoch im Parlament stellen muss.
Enttäuschende Konjunkturdaten grenzten derweil das Plus im Dax ein: Die Konjunkturzuversicht deutscher Finanzexperten hat sich im Juni deutlich stärker als erwartet eingetrübt.
POSITIVE STUDIEN SORGEN FÜR KAUFLAUNE
In einem ansonsten nachrichtenarmen Umfeld stützten vor allem Analystenkommentare die Kurse. So verteuerten sich etwa die Titel der Commerzbank als einer der besten Werte im Dax um 1,75 Prozent auf 3,08 Euro. Die Deutsche Bank hatte wegen der starken Positionierung der Commerzbank im deutschen Kerngeschäft eine Kaufempfehlung ausgesprochen. In dem freundlichen Marktumfeld legten auch die Titel der Deutschen Bank selber sowie die Papiere des Versicherers Allianz um 0,56 respektive 1,07 Prozent zu.
Gefragt waren nach Analystenkommentaren auch Stahlwerte. So stiegen die Titel von ThyssenKrupp um 1,85 Prozent auf 34,895 Euro, nachdem die UBS das Kursziel für die Aktien angehoben hatte. Auch wenn demnächst mit einem leichten Preisverfall bei Stahlprodukten zu rechnen sei, dürfte die gute Kapazitätsauslastung bei anderen Industriegütern für Stabilität sorgen, meinte Analyst Saurabh Kothari. Die im MDax gelisteten Aktien von Klöckner & Co hatte Merrill Lynch-Analyst Nik Oliver auf die "Most Preferred List" für kleinere Werte gesetzt. Als Gründe nannte der Experte unter anderem gute Wachstumsmöglichkeiten. Den Aktien bescherte dies ein Plus von 2,49 Prozent auf 19,74 Euro.
Spitzenreiter im Index der mittelgrossen Werte waren die Anteilsscheine von Rheinmetall , die um 4,21 Prozent auf 59,47 Euro nach oben kletterten. Laut Börsianern reagierten die Aktien damit etwas verspätet auf eine Cheuvreux-Analyse vom Vortag. Darin hatten die Experten die Papiere des Autozulieferers und Rüstungskonzerns zusammen mit den Aktien von Bilfinger Berger und Leoni als interessante Anlagemöglichkeiten aus dem MDax vorgestellt.
CHEMIEWERTE IM BLICK
Unter den Einzelwerten im Dax wiederum standen zum Beispiel Chemiewerte im Fokus, nachdem der Schweizer Pflanzenschutz- und Saatguthersteller Syngenta mitgeteilt hatte, bei seinem geplanten Wachstumskurs auf einem guten Weg zu sein. Die Aussagen verhalfen den Papieren an der Züricher Börse zu einem Aufschlag von über 2 Prozent und strahlten auch positiv auf den deutschen Branchenkollegen BASF aus, dessen Titel um 1,31 Prozent auf 63,62 Euro stiegen.
Die Aktien von K+S aber konnten mit einem Plus von lediglich 0,58 Prozent auf 53,36 Euro nicht so deutlich von der erfreulichen Nachricht aus der Schweiz profitierten. Hier belastete, dass der Kasseler Dünger- und Salzkonzer seine Tochter Compo mit einem Buchverlust an den Finanzinvestor Triton verkauft hatte./la/ag

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