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FRANKFURT (awp international) - Starke Quartalszahlen des weltgrössten Chipherstellers Intel haben den Dax am Mittwoch angetrieben. Der Leitindex eroberte die Marke von 7.200 Punkten zurück und kletterte um 2,54 Prozent auf 7.218,32 Punkte. Kein Indexwert notierte im Minus. Für den MDax der mittelgrossen Werte ging es um 1,90 Prozent auf 10.433,55 Punkte nach oben. Der TecDax gewann 1,97 Prozent auf 915,57 Punkte.
Intel hatte sich im ersten Quartal zu neuen Rekorden aufgeschwungen, woraufhin die Aktien nachbörslich um knapp 5 Prozent stiegen. In der Folge habe am Markt eine deutliche Gegenbewegung nach den starken Verlusten am Montag eingesetzt, sagte Händler Christof Rümmelein von Silvia Quandt Research. Zu Wochenbeginn hatte die Ratingagentur Standard & Poor's den Bonitätsausblick für die USA gesenkt und damit weltweit für Turbulenzen an den Börsen gesorgt. Weitere US-Quartalsberichte sowie Daten vom Immobilienmarkt in den USA stehen am Nachmittag noch auf der Agenda.
INFINEON UND DIALOG PROFITIEREN DEUTLICH
Mit Blick auf die Einzelwerte profitierten Technologieaktien am Mittwoch besonders stark von den guten Intel-Zahlen. So kletterten etwa die Papiere des Halbleiterherstellers Infineon Technologies als stärkster Wert im Dax um 4,02 Prozent auf 7,427 Euro. Im TecDax zählten die Papiere von Dialog Semiconductor zu den Favoriten. Die Titel stiegen um 6,62 Prozent auf 14,505 Euro. Ein Analyst begründete das Kursplus zudem mit der Nachricht, dass das Unternehmen für ein neues Produkt einen Kunden aus China gewonnen habe. Eine chinesische Firma möchte dieses in ihren Mobiltelefonen verwenden.
Auch Stahlwerte mischten sich unter die grössten Gewinner. So kletterten ThyssenKrupp um 3,10 Prozent auf 29,755 Euro und Salzgitter stiegen um 2,50 Prozent auf 52,98 Euro. Die Papiere des Stahlhändlers KlöCo rückten um 3,38 Prozent auf 22,91 Euro vor. Börsianer verwiesen auf gute Vorgaben aus den USA, nachdem die Aktien der Stahlkonzerne US Steel und Steel Dynamics am Vorabend um über 4 und fast 6 Prozent angesprungen waren.
MUNICH RE ERWARTET NEGATIVES QUARTALSERGEBNIS
Zu den schwächsten Werten im Dax zählten die Anteilsscheine der Munich Re , die nur um 1,06 Prozent vorrückten. Die Katastrophen in Japan, Australien und Neuseeland hatten den weltgrössten Rückversicherer zu Jahresbeginn tief in die roten Zahlen gerissen. Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand dennoch weiterhin mit einem Gewinn.
Die Titel von Adva Optical Networking brachen am TecDax-Ende um 9,47 Prozent auf 5,915 Euro ein. Der Glasfaserkabel-Spezialist war im ersten Quartal wegen eines schwachen operativen Geschäfts und Währungsverlusten in die roten Zahlen gerutscht. Zudem seien die Entwicklungskosten offenbar ausser Kontrolle geraten, meinte Analyst Jacques Abramowicz von Silvia Quandt Research.
PROSIEBENSAT.1 SEHR SCHWACH
Die Papiere von Krones verbuchten an der MDax-Spitze ein Plus von 4,10 Prozent auf 53,35 Euro. Die Schweizer Grossbank UBS hatte das Kursziel für die Papiere des Getränkeabfüllanlagen-Herstellers von 42,00 auf 55,00 Euro angehoben. Krones dürfte mit starken Geschäftszahlen zum ersten Quartal aufwarten, schrieb Analyst Sven Weier in einer Studie.
Grösster Verlierer im Index waren die Titel von ProSiebenSat.1 , die nach anfänglichen Gewinnen 2,70 Prozent auf 18,195 Euro einbüssten. Börsianer verwiesen darauf, dass die Beteiligungen in Nordeuropa nun doch Teil des Unternehmens bleiben. "Es wird spekuliert, dass ein Verkauf an zu niedrigen Geboten gescheitert ist", sagte ein Händler./la/ck

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