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FRANKFURT (awp international) - Gute Nachrichten aus der Automobilbranche haben den Dax am Dienstag wieder über die Marke von 7.300 Punkten gehievt. So hoch stand der Leitindex zuletzt im Januar 2008. Gegen Mittag rückte der Dax um 0,28 Prozent auf 7.303,82 Punkte vor. Der MDax mittelgrosser Werte legte um 0,46 Prozent zu auf 10.491,68 Punkte. Für den TecDax ging es um 0,03 Prozent auf 906,28 Punkte nach oben.
"Die Autobauer kommen beim Abarbeiten ihrer Aufträge kaum hinterher", sagte Marktstratege Frank Geilfuss vom Berliner Bankhaus Löbbecke. Einen kleinen Dämpfer erhielt der Dax jedoch Börsianern zufolge kurz vor Mittag durch die Nachricht, dass die chinesische Notenbank ihren Leitzins angehoben hat.
AUTOWERTE PROFITIEREN VON ABSATZZAHLEN UND TOYOTA
Autowerte zählten zu den klaren Favoriten im Dax. Die Daimler-Aktien etwa verteuerten sich um 2,57 Prozent auf 55,00 Euro und die BMW-Papiere zogen um 3,35 Prozent an auf 60,82 Euro. Der Münchener Autobauer erzielte zum Jahresauftakt ein kräftiges Verkaufsplus und auch die Ingolstädter VW-Tochter Audi meldete einen Rekordabsatz. Vorzugsaktien von Volkswagen verbuchten auch nach dem erfolgreichen Abschluss der Tarifverhandlungen für sechs westdeutschen Werke und die Finanzsparte ein Plus von 2,69 Prozent auf 122,20 Euro. Die angehobene Gewinnprognose von Toyota nannten Börsianer als weiteren Impuls für die deutlichen Gewinne bei den deutschen Autoaktien.
Angesichts der laufenden Berichtssaison in Europa rückten im Leitindex auch Finanzwerte wie Deutsche Bank und Commerzbank in den Blick. Die Schweizer Grossbank UBS, die zu den grössten Verlierern der Finanzkrise gehört, verdiente 2010 zum ersten Mal seit drei Jahren wieder Geld. Die Papiere der Commerzbank kletterten daraufhin um 1,47 Prozent auf 5,936 Euro. Da aber die Deutsche Bank bereits Zahlen für das vergangene Jahr vorgelegt hat, reagierten die Aktien des hiesigen Branchenprimus nicht und notierten zuletzt prozentual unverändert bei 46,82 Euro.
STAHLWERTE DANK ARCELORMITTAL-ZAHLEN IM PLUS
Stahlwerte legten überdurchschnittlich zu. Die Branchentitel reagierten positiv auf die unerwartet gute Prognose von ArcelorMittal für den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im ersten Quartal, meinte ein Händler. Leicht positiv für ThyssenKrupp sei auch die Meldung, dass die algerische Regierung einem algerischen Medienbericht zufolge deutsche Fregatten kaufen will. Algier verhandele mit dem deutschen Unternehmen ThyssenKrupp Marine Systems über die Lieferung von zwei Mehrzweck-Fregatten der MEKO-200-Klasse, berichtete die algerische Zeitung "Le soir d'Algerie". Die ThyssenKrupp-Titel rückten um 0,51 Prozent vor auf 30,845 Euro. Im MDax zählten die Papiere von Salzgitter und Klöckner & Co (KlöCo) zu den Favoriten. Sie stiegen um 2,71 Prozent auf 64,91 Euro respektive um 1,92 Prozent auf 24,95 Euro.
Darüber hinaus nahmen die Anleger auch die neuesten Quartalszahlen deutscher Unternehmen unter die Lupe. Der im MDax notierte Kranbauer Demag Cranes zum Beispiel bekräftigte nach einem stärker als erwartet ausgefallenen Auftragsschub zum Geschäftsjahresbeginn seinen Ausblick. Die Titel verteuerten sich um 1,65 Prozent auf 37,545 Euro. Der Technologiekonzern Jenoptik beendete das Jahr 2010 wieder mit einem Gewinn, woraufhin dessen Titel im TecDax um 1,15 Prozent auf 6,049 Euro vorrückten.
RIB SOFTWARE NOTIEREN UNTER DEM PLATZIERUNGSPREIS
Aufmerksam verfolgten die Anleger auch das Börsendebüt von RIB Software im Frankfurter Prime Standard. Die Titel konnten ihre anfänglichen Kursgewinnen nicht halten und notierten zuletzt bei 9,116 Euro. Damit lagen sie unter dem Platzierungspreis von 9,25 Euro. Mehrere Börsianer sagten, dass sie die Aktien des Softwareherstellers derzeit für teuer hielten./la/gl
--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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