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FRANKFURT (awp international) - Für eine deutliche Erholung hat es am deutschen Aktienmarkt am Mittwoch nicht gereicht. Was als Gegenbewegung zu den Vortagesverlusten von insgesamt etwa 2 Prozent anfing, waren zuletzt nur noch moderate Gewinne im Dax . Der deutsche Leitindex legte um 0,30 Prozent auf 7.278,21 Punkte zu. Sein Tageshoch hatte er zuvor bei 7.340,54 Punkten markiert. Der MDax pendelte schliesslich zwischen Gewinnen und Verlusten und gab zuletzt 0,05 Prozent auf 10.656,70 Punkte ab. Für den TecDax ging es um 0,35 Prozent auf 917,74 Punkte aufwärts.
Laut Folker Hellmeyer, Chef-Analyst bei der Bremer Landesbank, herrscht am Markt nach wie vor eine hohe Nervosität. Marktteilnehmer seien derzeit kaum bereit, Risiken einzugehen. Die Konsolidierung halte daher vorerst weiter an. Die aktuelle Wirtschaftslage sehe indes weiter sehr gut aus. Nach Ansicht des Experten könnte sich der Markt im Sommer durchaus in einer Seitwärtsspanne bewegen.
ANALYSTENKOMMENTARE BEWEGEN
Zahlreiche Analystenkommentare sorgten an diesem Handelstag für deutliche Kursbewegungen. Beispielsweise legten die Papiere der Deutschen Telekom als Dax-Favorit um 1,74 Prozent auf 10,54 Euro zu. Die beiden US-Investmenthäuser Merrill Lynch und die Citigroup hatten sich zuvor positiv zu dem Telekomkonzern geäussert. Merrill und Citigroup hoben ihre Kursziele an, Merrill zudem noch das Anlageurteil.
Die Aktien der Deutschen Bank waren ebenfalls auf Erholungskurs und verteuerten sich um 0,52 Prozent auf 41,92 Euro. Zudem hatte Finanzvorstand Stefan Krause am Dienstag am Rande einer Konferenz noch einmal das bereits von Vorstandschef Josef Ackermann ausgegebene mittelfristige Gewinnziel wiederholt und bestätigt. Commerzbank-Aktien waren nach einem freundlichen Start ins Minus gedreht und verloren zuletzt 0,83 Prozent auf 3,826 Euro. Die Autoren des "Platow Briefs" machen vor allem "massive Leerverkäufe einiger Hedgefonds im Vorfeld des geplanten zweiten Kapitalschritts" für die zuletzt deutlichen Verluste verantwortlich. Sie seien auf einen möglichst niedrigen Einstandskurs für die Bezugsrechts-Kapitalerhöhung aus.
Die Aktien von MAN und Volkswagen (VW) entwickelten sich unterschiedlich. MAN gaben 0,36 Prozent auf 97,70 Euro ab, während die VW-Papiere mit plus 0,56 Prozent auf 124,75 Euro zu den Gewinnern gehörten. Im Zuge der Übernahmen durch die Wolfsburger hatte die Bafin den Durchschnittspreis für die MAN-Aktien festgelegt. Dieser liege bei 87,23 Euro für die MAN-Stämme und bei 59,90 Euro für die Vorzüge, hatte VW am Vorabend nach Börsenschluss mitgeteilt. Für die Stammaktien hatten die Wolfsburger bereits einen Preis von 95 Euro in Aussicht gestellt. VW könne nun das Angebot für MAN rein theoretisch etwas senken, kommentierte ein Börsianer.
SUSANNE KLATTEN SICHERT SICH SGL-SPERRMINORITÄT
Im MDax nahmen die Aktien der SGL Group den Spitzenplatz ein mit einem Plus von 5,44 Prozent auf 35,90 Euro. Wie der Kohlenstoffspezialist mitteilte, hat die BMW-Grossaktionärin Susanne Klatten ihren Anteil an SGL auf 27,27 Prozent ausgeweitet, wodurch sie nun über eine Sperrminorität und ein Vetorecht verfügt. Die Südzucker-Titel gewannen nach besser als erwartet ausgefallenen Jahreszahlen 0,54 Prozent auf 21,54 Euro. Zuvor hatte der Zuckerhersteller noch mitgeteilt, sich an dem britischen Handelshaus ED & F zu beteiligen. Die Papiere von Hochtief und Lanxess gewannen jeweils etwa ein halbes Prozent hinzu. Wie das "Manager Magazins" berichtet, plant der Hochtief-Hauptaktionär ACS , die Gewinne des Baukonzerns deutlich zu steigern. Lanxess zeigt sich für 2011 weiter optimistisch.
Im TecDax setzten sich Adva Optical Networking und Dialog Semiconductor nach positiven Analystenkommentaren mit Aufschlägen von 2,71 und 1,96 Prozent an die Index-Spitze. Zu den schwächsten Werten gehörten Evotec und Wirecard mit Abschlägen von 9,26 und 2,09 Prozent. Evotec hatte mitgeteilt, die Entwicklung eines Mittels gegen Depressionen einzustellen, während Wirecard seine endgültigen Quartalszahlen präsentiert hatte./rum/la

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