Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag leichte Verluste verbucht. Für Folker Hellmeyer, Chefanalyst bei der Bremer Landesbank, handelt es sich hierbei aber lediglich um eine technische Reaktion des Marktes auf die Kursentwicklung der vergangenen Woche, als der Dax erstmals seit zweieinhalb Jahren wieder über die Marke von 7.100 Punkten gestiegen war. Der deutsche Leitindex verlor zuletzt 0,50 Prozent auf 7.026,95 Punkte. Der MDax der mittelgrossen Werte gab 0,64 Prozent auf 10.027,45 Punkte ab und der TecDax fiel um 0,20 Prozent auf 866,91 Punkte.
Laut Hellmeyer nutzten Börsianer die freundlichen Eröffnungskurse, um Gewinne einzustreichen. Der Markt befindet sich nach seinen Aussagen derzeit in einer Konsolidierungsphase. Allerdings gebe es von fundamentaler Seite nichts, was mittel- bis langfristig gegen weiter steigende Kurse spreche. Sowohl die US-Berichtssaison als auch die jüngsten Konjunkturdaten wie etwa der Ifo-Index am vergangenen Freitag seien gut ausgefallen.
Auf Unternehmensseite sorgten sowohl Medienberichte als auch Zahlen für Bewegung. Henkel verloren als einer der schwächsten Dax-Werte 1,92 Prozent auf 43,840 Euro. Ein Börsianer verwies auf ein Interview in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", wonach der Konzern mit weiter steigenden Rohstoffkosten rechnet. Bei der Commerzbank berichtete das Nachrichtenmagazin "Focus", der Bund wolle sich schneller aus der Bank zurückziehen als bisher bekannt. Darüber hinaus teilte die teilverstaatlichte Bank mit, sie habe mit der Umstrukturierung ihres Eigenkapitals einen Sondergewinn in dreistelliger Millionenhöhe eingestrichen. Dass die Aktie mit einem Minus von 0,94 Prozent auf 5,701 Euro zu den schwächsten Werten gehörte, erklärte ein Börsianer damit, dass die Aktien aus der Kapitalerhöhung an diesem Montag in die Depots eingebucht wurden und im Zuge dessen teilweise Gewinne realisiert wurden.
SIEMENS WIDERSETZT SICH NEGATIVEM PHILIPS-EINFLUSS
Siemens gehörten trotz der enttäuscht aufgenommenen Zahlen des niederländischen Elektronikkonzerns Philips mit einem Plus von 0,80 Prozent auf 93,09 Euro zu den Favoriten im Leitindex. Ein Händler verwies auch auf die am morgigen Dienstag stattfindende Hauptversammlung. Die Anteilsscheine der Metro präsentierten sich ebenfalls freundlich und gewannen 0,32 Prozent auf 52,900 Euro hinzu. Hier verwiesen Börsianer auf einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (SZ), wonach Jürgen Kluge, Vorstandsvorsitzender der Unternehmensgruppe Franz Haniel & Cie, Pläne zu einem schnellen Umbau des Traditionshauses offenbar zurückgestellt hat. Überlegungen zum Verkauf von Anteilen am Handelsunternehmen Metro, um finanziellen Spielräume zu gewinnen, seien "nicht aktuell", sagte Kluge.
Fester zeigten sich auch erneut die Versorger. Eon rücken an der Dax-Spitze um 0,96 Prozent auf 25,310 Euro vor. Versicherer entwickelten sich ebenfalls etwas besser als der Markt. Ein Händler erklärte dies mit einer anhaltenden Sektor-Rotation.
DROGERIMARKTKETTE MÜLLER STEIGT BEI DOUGLAS EIN
Aktien der Douglas Holding legten um 1,20 Prozent auf 39,480 Euro zu. Hier berichtete der "Focus", der Gründer und Chef der Drogeriemarktkette Müller, Erwin Müller, habe seine Beteiligung an Douglas von 6,35 Prozent auf mehr als zehn Prozent aufgestockt. Müller kündigte an: "Ich will zweitgrösster Aktionär werden und schliesse nicht aus, dass wir in den nächsten Monaten bereits bei 15 Prozent sind." Nach Ansicht eines Händlers stützte die Nachricht den Douglas-Kurs.
Beim Reisekonzern Tui gab es ebenfalls Berichte über eine mögliche Aufstockung. Börsianer verwiesen auf einen Bericht, wonach der Erlös aus der Trennung von Anteilen an Hapag-Lloyd in eine Aufstockung der Beteiligung an Tui Travel investiert werden könnte. Die Tui-Papiere fielen um 1,99 Prozent auf 10,110 Euro zurück. Darüber hinaus sorgten Analystenkommentare für Bewegung, wie die Kursgewinne bei Sky Deutschland und Klöckner & Co (KlöCo) zeigten./rum/gl

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???