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FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag mit moderaten Gewinnen auf die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts gewartet. Der Dax stand am Mittag mit 0,27 Prozent im Plus bei 7.213,07 Punkten. Der Leitindex steht damit in Reichweite zu seinem am Dienstag erreichten höchsten Stand seit Mai 2008 bei gut 7.222 Punkten. Der MDax mittelgrosser Werte stieg zuletzt um 0,59 Prozent auf 10.329,86 Punkte. Der Auswahlindex für Technologiewerte TecDax gewann mit einigen Werten aus dem Sektor Erneuerbare Energien an der Spitze 0,43 Prozent auf 879,86 Punkte.
"Weiterhin wird jede Schwäche zum Kauf genutzt und dies wird auch fundamental durch eine sehr solide Berichtssaison aus den USA und auch mit den ersten Ergebnissen in Deutschland untermauert", sagte Aktienexperte Tillmann Galler von JPMorgan. Das Störfeuer aus Ägypten werde schon wieder in den Hintergrund gedrängt und der Einfluss auf die Weltwirtschaft sei tatsächlich nur begrenzt. Mittelfristig wäre ein Rücksetzer nach der sehr guten Kursentwicklung der vergangenen Monate aber gesund für den Markt, bisher zeichne sich der Auslöser hierfür aber nicht ab. Am Nachmittag erwarte die Investoren der US-Arbeitsmarktbericht und auch Galler ist gespannt auf die Zahlen und die folgende Reaktion an den Kapitalmärkten.
FINANZWERTE FAVORISIERT
Finanzwerte zählten zu den Favoriten am deutschen Markt: Aktien der Munich Re knüpften an ihren jüngsten Aufwärtstrend an und verteuerten sich an der Dax-Spitze um 2,86 Prozent auf 120,40 Euro. JPMorgan hob die Aktien des weltgrössten Rückversicherers nach den am Vortag vorgelegten Zahlen von "Neutral" auf "Overweight" und das Ziel von 134 auf 145 Euro hoch. Die Ergebnisse der Erneuerungsrunde überraschten Analyst Michael Huttner positiv. Auch die Deutsche Bank hatte am Vortag Ergebnisse vorgelegt und die Papiere gewannen zuletzt 2,44 Prozent auf 46,200 Euro.
Die Aktien von K+S hielten sich trotz einer Gewinnwarnung des Konkurrenten Yara unverändert bei 57,200 Euro im Dax-Mittelfeld. Die Norweger hatten am Morgen mitgeteilt, im vierten Quartal die Markterwartungen beim Gewinn nicht erfüllt zu haben. Yara-Papiere rutschten in Oslo um mehr als vier Prozent ab. Wenig beeindruckt von einem Pressebericht zeigten sich auch Deutsche Börse mit plus 0,14 Prozent auf 56,48 Euro. Laut "Financial Times Deutschland" erwägt die Bundesregierung einen "Minipakt für eine Börsensteuer". Der Zeitung zufolge wird nun doch die Einführung einer Transaktionssteuer eventuell auch ohne Flächendeckung etwa nur mit Frankreich und Österreich erwogen. Das könnte aus Sicht von Händlern die Aktie belasten.
NORDEX SPRINGEN IM TECDAX HOCH, SMA LEIDEN UNTER POWER-ONE
Im MDax gaben Demag Cranes lediglich 0,12 Prozent auf 36,025 Euro ab. Die Pläne des finnischen Kranbauers Konecranes zur Übernahme seines Düsseldorfer Konkurrenten sind vom Tisch. Die Spekulationen um eine Übernahme-Schlacht hatten den Kurs des börsennotierten Kranbauers Demag im vergangenen Herbst in die Höhe getrieben. Die Fantasie weiche aber nicht vollkommen aus der Demag-Aktie, sagte ein Börsianer. Denn auch noch den US-Wettbewerber Terex gelte als Interessenten für Demag und das halte die Fantasie noch hoch.
Im TecDax sprangen Nordex-Aktien nach einer Auftragsbilanz des Windkraftanlagenherstellers für 2010 mit plus 7,06 Prozent auf 5,929 Euro an die Spitze. Zum Jahresende hat Nordex drei Grossaufträge für die Türkei und Polen erhalten und damit habe das Neugeschäft des Jahres 2010 das Vorjahr zweistellig übertroffen. Ein Händler sagte: "Das klingt positiv und nach der Schwäche der Aktien in den vergangenen Monaten sollte das einen kleinen Schub bringen. Allerdings bleibt die Nachhaltigkeit dieser nicht vollkommen überraschenden Auftragsentwicklung abzuwarten." Die Nordex-Aktie hatte von November 2007 bei 39,600 Euro bis auf 4,264 Euro im November 2010 in drei Jahren fast 90 Prozent verloren, zuletzt aber zur Erholung angesetzt.
Am TecDax-Ende büssten SMA Solar 2,65 Prozent auf 72,37 Euro ein. Händler verwiesen auf negative Nachrichten vom US-Konkurrenten Power-One , der die Börsianer nach Börsenschluss mit einem sehr schwachen Ausblick für das erste Quartal 2011 geschockt hat. Die Aktien des Anbieters von Wechselrichtern brachen nachbörslich um mehr als ein Fünftel ein.
Für Aufmerksamkeit sorgte ausserhalb der Dax-Indices auch der erste Börsengang 2011: Die Aktie des Fahrradherstellers Derby Cycle aus Cloppenburg startete mit einem ersten Kurs bei 13,15 Euro in den Xetra-Handel. Das sind 5,20 Prozent mehr als der Ausgabepreis von 12,50 Euro. Bisher wurden auf Xetra fast 280.000 Aktien gehandelt und der Kurs schwankte zwischen 12,67 und 13,29 Euro - zuletzt wurden 13,020 Euro bezahlt./fat/rum
---Von Frederik Altmann, dpa-AFX---

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