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FRANKFURT (awp international) - Freundliche US-Vorgaben, die Rede von US-Präsident Barack Obama sowie der "Januar-Effekt" haben am deutschen Aktienmarkt für Gewinne gesorgt. Der Dax gewann am Mittwochmittag 1,27 Prozent auf 7.148,58 Punkte. Der MDax der mittelgrossen Werte stieg um 1,29 Prozent auf 10.177,68 Punkte und für den TecDax ging es um 1,33 Prozent auf 873,87 Punkte aufwärts.
Laut Thomas Körfgen, Geschäftsführer der SEB Asset Management, sorgt diese Mischung aus Einflüssen dafür, dass der Markt derzeit nach oben läuft und Rückschläge eher moderat ausfallen. "Es ist aber vor allem der Januar-Effekt und die damit verbundene Liquidität, die den Markt derzeit treiben." Der Januar-Effekt resultiert aus der Liquidität speziell der institutionellen Investoren, die vor allem zum Jahresbeginn vergleichsweise hoch ist, da die Portfolios zum Jahresende in der Regel noch einmal aufpoliert und von verlustbringenden Posten befreit wurden.
VW-GEWINNE STÜTZEN DAX
Die Kursgewinne der Volkswagen-Vorzüge (VW) sowie von Siemens trugen massgeblich zu dem positiven Gesamtbild bei. VW verteuerten sich um 3,10 Prozent auf 117,90 Euro. Händler machten mehrere Faktoren dafür aus: So hob die HSBC das Kursziel für die Titel von 124 auf 165 Euro an und beliess die Aktien auf "Overweight". Auch für die VW-Stämme und die Porsche-Vorzüge hob die Bank die Ziele an und begründete ihre Schritte damit, dass die durchschnittlichen Markterwartungen für Umsatz und Gewinn der Autokonzerne im laufenden Jahr immer noch zu niedrig seien. Auftrieb könnte auch gegeben haben, dass der Sportwagenbauer und VW-Übernahmekandidat Porsche seinen Absatz in China im Jahresvergleich um 63 Prozent gesteigert habe. Händler Andreas Lipkow von MWB Fairtrade meinte aber: "VW profitieren vor allem von der grundsätzlichen Marktstärke heute. Die Autowerte wurden in den letzten Tagen stark verkauft, so dass es jetzt zu vereinzelten Käufen in die Schwäche hinein kommt." Aktien von Daimler und BMW sowie Zulieferern wie Leoni zogen ebenfalls deutlich an.
Siemens-Aktien standen nach den Zahlen des Schweizer Konkurrenten ABB erneut im Fokus. Der Konzern hatte sich überraschend über die Geschäftsentwicklung im vierten Quartal 2010 geäussert und einen Ausblick auf 2011 gegeben. Siemens handeln ex Dividende. Der Elektrokonzern hat 2,70 Euro je Aktie an seine Aktionäre ausgeschüttet. Zuletzt notierten die Papiere dennoch um 0,52 Euro fester bei 94,13 Euro. Analysten reagierten indes mit Kurszielerhöhungen auf die Siemens-Zahlen vom Vortag.
K+S-Aktien gehörten nach einem Analystenkommentar ebenfalls zu den Dax-Spitzenreitern. Sie zogen um 2,50 Prozent auf 54,060 Euro an. Citigroup-Analystin Sophie Jourdier hatte die Papiere in einer Branchenstudie zu europäischen Pottasche-Werten als "Top Pick" hervorgehoben und das Kursziel von 59 auf 62 Euro angehoben. K+S sei im bisherigen Jahresverlauf das "Opfer von Gewinnmitnahmen" gewesen, so Jourdier. Die Bewertung sei jetzt im Branchenvergleich sehr niedrig, obwohl die Expertin am 10. März mit staken Zahlen für das abgeschlossene Geschäftsjahr rechnet. Sie stuft die Aktie unverändert mit "Buy" ein.
SAP-ZAHLEN WIE ERWARTET, AKTIE SCHWÄCHER
Die endgültigen Zahlen des Softwarekonzerns SAP lagen laut Händlern im Rahmen der bereits gemeldeten Quartalszahlen. Positiv seien sowohl die Ankündigung, die Dividende anheben zu wollen, sowie der Ausblick. Demnach rechnet der grösste deutsche Softwarekonzern mit einem Margenanstieg um 0,5 bis zu 1,00 Prozent im gerade angelaufenen Jahr. Dass die Aktien dennoch 0,18 Prozent auf 40,490 Euro nachgaben, begründeten Händler mit Gewinnmitnahmen, nachdem die Titel nach Bekanntgabe der vorläufigen Zahlen deutlich zugelegt hatten. ThyssenKrupp tendierten mit plus 1,77 Prozent auf 29,920 Euro ebenfalls freundlich. Dem "Handelsblatt" zufolge könnte der deutsche Stahlkonzern ähnlich wie der grössere Konkurrent ArcelorMittal seine Edelstahlsparte abspalten.
Im MDax setzten die Papiere des Bezahlsenders Sky Deutschland ihren Höhenflug weiter fort und zogen an der Index-Spitze um 5,65Prozent auf 2,935 Euro an. HHLA-Aktien folgten mit einem Plus von 1,81 Prozent auf 33,390 Euro. Börsianer verwiesen auf einen Pressebericht, wonach sich der Hafenbetreiber Dubai Ports World (DP World) mit 25 Prozent am Betreiber des Hamburger Hafens beteiligen wolle. DP World konkurriere dabei mit China, die ebenfalls eine Beteiligung in dieser Höhe anstrebten, hiess es. "Der Weg zu einer Beteiligung in dieser Grössenordnung führt nur über die Stadt Hamburg, die 68,5 Prozent an HHLA halten", sagte ein Börsianer. "Angesichts der unklaren politischen Lage lässt sich aber nicht sagen, ob ein Verkauf in Frage kommt."/rum/ag

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