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FRANKFURT (awp international) - Freundliche US-Vorgaben, die Rede von US-Präsident Barack Obama sowie der "Januar-Effekt" haben am deutschen Aktienmarkt für Gewinne gesorgt. Der Dax gewann am Mittwochnachmittag 1,11 Prozent auf 7.137,60 Punkte. Der MDax der mittelgrossen Werte stieg um 1,50 Prozent auf 10.198,76 Punkte und für den TecDax ging es um 1,47 Prozent auf 875,06 Punkte aufwärts.
Laut Thomas Körfgen, Geschäftsführer der SEB Asset Management AG, sorgt diese Mischung aus Einflüssen dafür, dass der Markt derzeit nach oben läuft und Rückschläge eher moderat ausfallen. "Es ist aber vor allem der Januar-Effekt und die damit verbundene Liquidität, die den Markt derzeit treiben." Der Januar-Effekt resultiert aus der Liquidität speziell der institutionellen Investoren, die vor allem zum Jahresbeginn vergleichsweise hoch ist, da die Portfolios zum Jahresende in der Regel noch einmal aufpoliert und von verlustbringenden Posten befreit wurden.
VW UND SIEMENS STÜTZEN DEN DAX
Die Kursgewinne der Volkswagen-Vorzüge (VW) sowie von Siemens trugen massgeblich zu dem positiven Gesamtbild bei. VW verteuerten sich um 2,89 Prozent auf 117,65 Euro. Börsianer begründeten den Kursanstieg vor allem mit einer Erholung vom jüngsten Rückschlag. "Die Autoaktien haben seit Bekanntwerden der Zulassungsrestriktionen in Peking rund 15 Prozent an Wert verloren, was eine stark übertriebene Reaktion gewesen ist", sagte Analyst Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler. Zusätzlicher Auftrieb für VW und Porsche kam zudem durch positive Analystenkommentare sowie die Bestätigung der angekündigten Kapitalerhöhung bei Porsche . Die Aktien von Daimler und BMW sowie von Zulieferern wie Leoni zogen ebenfalls deutlich an.
Die Siemens-Aktien standen nach zahlreichen positiven Analystenkommentaren sowie den Zahlen des Schweizer Konkurrenten ABB erneut im Fokus. Der Konzern hatte sich überraschend über die Geschäftsentwicklung im vierten Quartal 2010 geäussert und einen Ausblick auf 2011 gegeben. Siemens handeln ex Dividende. Der Elektrokonzern hat 2,70 Euro je Aktie an seine Aktionäre ausgeschüttet. Zuletzt notierten die Papiere dennoch um 0,72 Prozent fester bei 94,33 Euro.
Die K+S-Aktien gehörten nach einem Analystenkommentar ebenfalls zu den Dax-Spitzenreitern. Sie zogen um 2,41 Prozent auf 54,010 Euro an. Citigroup-Analystin Sophie Jourdier hatte die Papiere in einer Branchenstudie zu europäischen Kalisalz-Aktien als "Top Pick" hervorgehoben und das Kursziel von 59,00 auf 62,00 Euro angehoben. K+S seien im bisherigen Jahresverlauf "Opfer von Gewinnmitnahmen" gewesen, so Jourdier. Die Bewertung sei inzwischen im Branchenvergleich sehr niedrig, obwohl am 10. März mit starken Zahlen für das abgeschlossene Geschäftsjahr zu rechnen sei, schrieb die Expertin. Sie stuft die Aktie unverändert mit "Buy" ein.
SAP-ZAHLEN WIE ERWARTET, AKTIE DREHT NOCH INS PLUS
Die endgültigen Zahlen des Softwarekonzerns SAP lagen laut Händlern im Rahmen der bereits gemeldeten Quartalszahlen. Positiv seien die avisierte Dividendenanhebung sowie der Ausblick. Demnach rechnet der grösste europäische Softwarekonzern mit einem Margenanstieg um 0,5 bis zu 1,00 Prozent im gerade angelaufenen Jahr. Erst im späten Handel erholten sich die Aktien von Gewinnmitnahmen und rückten um 0,73 Prozent auf 40,86 Euro vor. ThyssenKrupp tendierten mit plus 1,77 Prozent auf 29,920 Euro ebenfalls freundlich. Dem "Handelsblatt" zufolge könnte der deutsche Stahlkonzern ähnlich wie der grössere Konkurrent ArcelorMittal seine Edelstahlsparte abspalten.
Ein Gegengewicht zu den überwiegend freundlichen Kursen bildeten zuletzt die Versorgertitel Eon , die beide etwa ein Prozent abgaben. Händler verwiesen auf Aussagen von RWE, wonach der Gewinn 2011 nicht wachsen werde.
Im MDax setzten die Papiere des Bezahlsenders Sky Deutschland ihren Höhenflug weiter fort und zogen an der Index-Spitze um 5,00 Prozent auf 2,917 Euro an. "Bei Sky wird langsam klar, dass die Wende im Geschäft tatsächlich gelungen sein könnte", sagte ein Börsianer. Zudem dürfte die erfolgreiche Platzierung der Wandelanleihe an diesem Tag stützen./rum/ck
---Von Henrietta Rumberger, dpa-AFX---

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