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AKTIEN FRANKFURT: Gewinne - US-Daten, Marktexperte: 'Jahresendrally'

Dieser Inhalt wurde am 25. November 2009 - 15:00 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt konnte am Mittwoch nach der Verschnaufpause am Vortag seinen Aufwärtstrend weiter fortsetzen. Der Dax kletterte um 0,86 Prozent auf 5.819,14 Zähler. Der Leitindex stieg nach den jüngsten US-Daten auf ein Tageshoch bei 5.825,87 Zählern. Der MDax gewann 0,55 Prozent auf 7.364,34 Punkte und für den TecDax ging es um 1,33 Prozent auf 791,48 Zähler nach oben. "Es scheint, als ob wir eine Jahresendrally haben", sagte Carsten Klude, Chefökonom von M.M.Warburg. Das Umfeld sei nach wie vor positiv intakt und die Mehrzahl der jüngsten Konjunkturdaten seien gut ausgefallen.
Sowohl die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung als auch die persönlichen Ausgaben fielen in den USA besser als erwartet aus. Gleichzeitig sanken aber die Auftragseingänge für langlebige Güter im Oktober überraschend.
Adidas arbeiteten sich sukzessiv an die Dax-Spitze vor und gewannen zuletzt 3,69 Prozent auf 37,61 Euro. Thomas Nagel, technischer Analyst und Händler bei Equinet, verwies auf charttechnische Gründe. Nachrichten gab es zwar keine, aber der Kurs schaffte es, das Hoch des vergangenen Monats zu durchbrechen. Das deute auf ein Ende der Konsolidierung hin, erklärte der Experte weiter. Weitere Konsumwerte wie Metro , Beiersdorf und Henkel gehörten ebenfalls zu den Favoriten.
Der Automobilsektor spielte mit zahlreichen Nachrichten ebenfalls eine wichtige Rolle: Die Titel von Daimler profitierten mit plus 0,66 Prozent auf 35,675 Euro von wieder aufkommenden Spekulationen um weitere Anteilskäufe durch den arabischen Staatsfonds Aabar. Der Staatsfonds hat sich einer Pressemitteilung zufolge einen Kredit in Höhe von 1,625 Milliarden US-Dollar gesichert. Ein Börsianer sagte: "Das wird sicherlich wieder Gerüchte um eine Aufstockung bei Daimler bringen."
MAN gehörten hingegen mit einem Abschlag von 1,41 Prozent auf 58,11 Euro zu den schwächeren Werten. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" will VW-Aufsichtsratsvorsitzender Ferdinand Piech die Nutzfahrzeughersteller MAN und Scania nicht fusionieren, sondern MAN als eigenständige Marken an den grössten europäischen Autohersteller anbinden - so wie es mit Scania bereits geschehen ist.
Die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) profitierten laut Börsianern von einem Analystenkommentar und rückten um 0,95 Prozent auf 58,16 Euro vor. Die Experten der UBS hatten die Papiere auf die "European Most Preferred List" für den Autosektor gesetzt. BMW fielen um 0,15 Prozent auf 32,275 Euro zurück. Die UBS hatte die Titel auf die "European Least Preferred List" für den Sektor gesetzt. Die Zahlen von Porsche seien unterdessen eher beiläufig zur Kenntnis genommen worden, sagten Börsianer. Der Sportwagenbauer will nach einem Milliardenverlust durch die gescheiterte VW-Übernahme die Zeit der Auseinandersetzungen hinter sich lassen und nach vorn blicken.
Siemens gewannen als einer der festesten Werte 1,33 Prozent auf 66,93 Euro hinzu. Ein Börsianer verwies auf einen Bericht des "Platow Briefs" in dem über die Zahlen des vierten Quartals spekuliert wurde. Insgesamt liefert der Beitrag Börsianern zufolge kaum Impulse, da Siemens selbst bereits eine sehr genaue Prognose abgegeben habe und auch die Markterwartungen in etwa mit den in dem Bericht genannten Zahlen übereinstimmten.
Munich Re verloren gegen den freundlichen Markt 0,29 Prozent auf 104,90 Euro. Der weltgrösste Rückversicherer verleibt sich seine Erstversicherungstochter Ergo komplett ein und hat von der italienischen Grossbank Unicredit deren Beteiligung für 330 Millionen Euro erworben. Die verbleibenden Minderheitsaktionäre sollen nun hinausgedrängt werden (Squeeze-Out).
Im TecDax gehörten Nordex und Aixtron nach Analystenkommentaren zu den Favoriten. Nordex-Aktien kletterten um 2,16 Prozent auf 11,34 Euro. Die Deutsche Bank hatte zuvor die Aktie nach Zahlen von "Sell" auf "Hold" hochgestuft und das Kursziel von 8,00 auf 9,50 Euro angehoben. Aixtron verteuerten sich um 3,70 Prozent auf 23,53 Euro. Hier hatte LBBW-Analyst Nenad Raic seine Umsatz- und Gewinnprognosen für 2009, 2010 und 2011 erhöht. Aktien des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS litten mit einem Minus von 5,14 Euro am MDax-Ende unter zahlreichen negativen Studien./rum/gl

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