Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

FRANKFURT (awp international) - Moderat freundliche Vorgaben haben dem Dax am Donnerstag eine Erholung von seinen jüngsten Verlusten ermöglicht. Positiv aufgenommene Wirtschaftsdaten aus der Eurozone sorgten für einen weiteren Schub. Gegen Mittag stand der deutsche Leitindex 0,85 Prozent höher bei 7.242,18 Punkten. An den vorangegangenen zwei Handelstagen hatten die anhaltenden Unruhen in Nordafrika und dem Nahen Osten ihn noch ins Minus gedrückt. Der MDax der mittelgrossen Werte rückte am Donnerstag um 0,32 Prozent auf 10.215,07 Punkte vor und der TecDax gewann 0,58 Prozent auf 903,27 Punkte.
Marktexperten zeigten sich indes skeptisch ob der Nachhaltigkeit der freundlichen Kursentwicklung. Laut einer aktuellen Umfrage der Deutschen Börse seien die Anleger weiterhin pessimistisch, gab Analyst Andre Saenger von IG Markets zu bedenken. Marktstratege Christian Schmidt von der Helaba verwies auf die erhöhte Risikoscheu der Anleger, die sich in der gestiegenen Schwankungsanfälligkeit des Marktes zeige. Kurzfristig sehe das Chance/Risikoprofil eher negativ aus, so dass sogar ein Abrutschen des Dax unter die psychologisch wichtige 7.000-Punkte-Marke denkbar wäre. "Doch selbst dann wäre der übergeordnete, langfristige Aufwärtstrend noch intakt", betonte Schmidt.
MARKTEXPERTEN BLEIBEN SKEPTISCH
Während zunächst die Berichtssaison für Gesprächsstoff sorgte, warten Anleger am Nachmittag gespannt auf Aussagen der EZB zu möglichen Zinserhöhungen im weiteren Jahresverlauf. Die Währungshüter dürften zwar Volkswirten zufolge ihren Ton auf ihrer Ratssitzung verschärfen, nachdem zuletzt mehrere hochrangige Ratsmitglieder vor Inflationsgefahren gewarnt hatten. Den Leitzins dürften sie allerdings unverändert auf dem Rekordtief von 1,0 Prozent belassen.
Für die Beiersdorf-Titel ging es nach unspektakulären endgültigen Jahreszahlen als Dax-Schlusslicht um 0,37 Prozent auf 43,045 Euro nach unten. Der Konsumgüterhersteller will trotz eines Gewinnrückgangs im vergangenen Jahr eine stabile Dividende von 0,70 Euro je Aktie zahlen. Der Umsatz legte zu. Analysten sahen die Zahlen weitgehend im Rahmen der bereits bekannten, vorläufigen Eckdaten. Michael Gorny von der WestLB monierte indes, angesichts der verbesserten Cash-Position sei die vorgeschlagene Dividende eine leichte Enttäuschung. Die Lufthansa- Aktien erholten sich indes dank des gesunkenen Ölpreises um 1,56 Prozent auf 14,625 Euro.
PROSIEBENSAT.1 VON FEHLENDEM AUSBLICK BELASTET
ProSiebenSat.1 konnte dank kräftig gewachsener Werbeeinnahmen und eines starken Schlussquartals seinen Gewinn 2010 mehr als verdoppeln und auch den Umsatz steigern. Für 2011 rechnet der TV-Konzern, der eine deutlich höhere Dividende ankündigte, mit weiteren Zuwächsen. Dennoch büssten die Titel nach anfänglich freundlicher Entwicklung 2,17 Prozent auf 23,245 Euro ein, was Händler mit fehlenden Aussagen zur künftigen Geschäftsentwicklung und Gewinnmitnahmen begründeten. Zwischenzeitlich wurde bekannt, dass ProSieben-Geschäftsführer Thilo Proff im April den Münchner Sender verlässt. Sein Nachfolger wird der bisherige Kabel-Eins-Chef Jürgen Hörner.
Die Anteilsscheine der SGL Group setzten ihren Höhenflug mit plus 2,07 Prozent auf 31,030 Euro fort. Damit kletterten die Papiere den fünften Handelstag in Folge und kosteten so viel wie zuletzt Ende September 2008. Am vergangenen Montag hatte Volkswagen (VW) überraschend den Erwerb von 8,18 Prozent an dem Kohlenstoffspezialisten mitgeteilt. BMW , die bereits mit SGL kooperieren, seien "nicht amüsiert" gewesen über diesen Schritt, so der Börsianer. Er rät Marktteilnehmern, vorerst investiert zu bleiben, da noch nicht klar sei, welche Strategie die Autobauer verfolgten. Tags zuvor hatten Händler bereits von einer möglichen Übernahmeschlacht gesprochen.
CONTINENTAL: MEDIENBERICHT ÜBERWIEGT GUTE ZAHLEN
Die Aktien von Continental verloren nach einem Medienbericht sowie Zahlen 2,09 Prozent auf 60,330 Euro. Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, konkretisiert der Familienkonzern Schaeffler Pläne zum Verkauf von Aktien der Tochter. "Noch im März soll ein Paket verkauft werden", sagte ein Verhandlungsteilnehmer dem Blatt. Über die exakte Höhe des Pakets gebe es noch Diskussionen. Derweil hat sich der Automobilzulieferer und Reifenhersteller im vergangenen Jahr stark zurückgemeldet und einen Rekordumsatz erzielt. Die Hannoveraner korrigierten die Erlöse zu den im Januar vorgelegten vorläufigen Zahlen noch einmal etwas nach oben. Unter dem Strich gab es wieder einen Gewinn für die Anteilseigner. Ein Händler sah die Zahlen durch die Bank über den Erwartungen. Dass Conti keine Dividende ausschüttet, sei mehr oder weniger erwartet worden. Von einem anderen Börsianer hiess es hingegen, der mögliche Aktienüberhang durch die Schaeffler-Pläne sei "für den Conti-Kurs erst einmal eine schlechte Nachricht".
Im TecDax bescherte ein Auftrag den Solarworld-Aktien Gewinne von 3,93 Prozent auf 8,593 Euro. Händler nannten die Meldung, dass der Solarkonzern wird Module mit einer Gesamtleistung von 11,6 Megawatt an das Stadtwerk von Los Angeles liefern wird als Kurstreiber. Das Los Angeles Department of Water & Power ist der grösste städtische Versorger in den USA./gl
--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???