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AKTIEN FRANKFURT: Gewinnmitnahmen belasten Dax - Daimler und BASF gefragt

Dieser Inhalt wurde am 07. Dezember 2009 - 15:10 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Leichte Gewinnmitnahmen im ruhigen Handelsgeschäft haben den deutschen Leitindex Dax am Montag belastet. Nach einem Plus von etwas mehr als zwei Prozent in der Vorwoche sank der Leitindex bis zum Nachmittag um 0,40 Prozent auf 5.794,41 Punkte. MDax und TecDax fanden indes nach einem etwas schwächeren Start bereits den Weg ins Plus: Der Index mittelgrosser Werte legte 0,40 Prozent auf 7.448,32 Punkte zu, der Technologie-Index stieg um 0,68 Prozent auf 814,76 Zähler.
"Der Dax ist in einer Handelsspanne zwischen 5.720 und 5.850 Punkten gefangen. Da es zurzeit an Impulsen und kurstreibenden Nachrichten mangelt, ist es recht ruhig am Markt", sagte Analyst Christoph Schmidt vom Handelshaus N.M.F. AG. Nur am Morgen sei zeitweise Druck in den Markt gekommen, nachdem der US-Dollar wieder spürbar zugelegt und den Euro kurzzeitig unter 1,48 Dollar gedrückt habe, ergänzte er. Sobald diese Marke unterschritten werde, führe dies zu einem verstärkten Verkauf von Aktien oder Rohstoffen.
Unter den deutschen Einzelwerten rangelten BASF und Daimler um den ersten Platz im Dax. Zuletzt waren die Titel des Autokonzerns Favorit mit plus 1,35 Prozent auf 36,395 Euro. Sie profitierten davon, dass die Stuttgarter nach einer langen Flaute in diesem Jahr im November den zweiten Monat in Folge weltweit ein Absatzplus verzeichneten. BASF-Titel gewannen nach Aussagen von Vorstandschef Jürgen Hambrecht in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" 1,29 Prozent auf 42,43 Euro. Hambrecht sagte: "Wir werden im Ergebnis vor Sondereinflüssen voraussichtlich das Niveau des dritten Quartals 2009 erreichen." Er rechnet folglich mit einem besseren Ergebnis als bislang, nachdem der grösste Chemiekonzern der Welt bisher einen Rückgang erwartet hatte.
Die Aktien von Bayer gaben dagegen 1,23 Prozent auf 53,07 Euro nach. Der Chemie- und Pharmakonzern will in diesem Jahr keine weiteren Informationen zur Zulassung seines Hoffnungsträgers Rivaroxaban bei der US-Gesundheitsbehörde FDA einreichen. Die Behörde hatte Ende Mai zusätzliche Daten zur Bewertung des Nutzen-Risiko-Profils eingefordert, die Bayer bislang, zusammen mit seinem US-Kooperationspartner Johnson & Johnson , frühestens für das vierte Quartal dieses Jahres angekündigt hatte. Über den aktuellen Stand der Zulassung will Bayer nun zur Bilanzpressekonferenz Ende Februar informieren.
Nach einer Abstufung sanken die Anteilsscheine von Siemens um 1,89 Prozent auf 62,30 Euro. Die US-Bank Morgan Stanley hatte das Papier des Industrieunternehmens auf "Equal-weight" abgestuft und das Kursziel von 80 auf 70 Euro gesenkt. Während die Märkte für industrielle Automation und Medizintechnik sich 2010 erholen sollten, dürften die Randbereiche des Konzerns die Gewinnentwicklung weiterhin belasten, schrieb Analyst Scott Babka. Zudem erschienen die Restrukturierungsbemühungen nicht mehr so deutlich wie bei den Wettbewerbern. Unterdessen hielt die Citigroup an der Kaufempfehlung fest. Auf einem Analystentreffen sei der konservative Charakter der Ziele des Managements unterstrichen worden.
Im TecDax fielen die Aktien des IT-Händlers und -Dienstleisters Bechtle mit minus 3,98 Prozent auf 17,86 Euro an das Index-Ende, nachdem die Umsatzerwartungen für 2009 präzisiert wurden. Vorstandssprecher Thomas Olemotz kündigte in einem Interview an, dass 2009 voraussichtlich ein Umsatzminus zwischen fünf und acht Prozent im Vergleich zu 2008 zu rechnen sei. Bislang war lediglich gesagt worden, dass das laufende Jahr wegen der Wirtschaftskrise schwächer als 2008 ausfallen werde. SMA Solar gewannen hingegen nach einer positiven Studie an der TecDax-Spitze 7,99 Prozent auf 100,00 Euro. Die Citigroup hob das Kursziel für SMA Solar von 82,00 auf 110,00 Euro an und bestätigte ihr Anlageurteil "Buy". Grund für das neue Ziel und seine angehobenen Ergebnisschätzungen für den Hersteller von Solartechnik sei die wieder steigende Nachfrage, schrieb Analyst Vidya Anant./ck/fat

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