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AKTIEN FRANKFURT: Indizes drehen nach spanischer Anleiheemission ins Plus

Dieser Inhalt wurde am 06. Mai 2010 - 12:02 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstag nach anfänglichen Abgaben etwas von der Talfahrt der letzten Tage erholt und drehte bis zum Mittag in die Gewinnzone. Eine positiv verlaufene Auktion von fünfjährigen spanischen Anleihen konnte zuvor die Sorgen eindämmen, dass eine Ausdehnung der Griechenland-Krise auf weitere Länder drohe. Der Leitindex Dax gewann 0,29 Prozent auf 5.975,93 Punkte. Der MDax rückte um 0,46 Prozent auf 8.021,52 Punkte vor und der TecDax gewann 0,58 Prozent auf 777,62 Punkte.
Fondsmanager Raimund Saxinger von Frankfurt Trust sieht aktuell wieder den Realismus einkehren, dass sich die Konjunkturseite nach wie vor positiv entwickelt und der schwache Euro auch durchaus gute Seiten hat. "Längerfristig kann das die Exporte antreiben, während europäische Aktien für Anleger aus dem Ausland interessanter werden", ergänzte der Experte. Andere Börsianer wollten aber noch keine Entwarnung geben und sorgten sich weiter um die Zukunft Griechenlands, wo das Parlament noch am Donnerstag über die Reformpläne abstimmen will. Unter besonderer Beobachtung steht daher am Mittag der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank, deren Präsident Trichet sich darin versuchen dürfte, beruhigend auf die Märkte einzuwirken. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe könnten als Indiz für den am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht herangezogen werden.
COMMERZBANK UND BEIERSDORF ÜBERRASCHEN POSITIV
Abermals bewegten Quartalszahlen die Kurse. Den Anfang machte am Morgen die Commerzbank , die nach gut zwei Jahren auch vor Steuern in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt ist und deutlich über den Erwartungen abgeschnitten hat. Die Papiere legten 3,72 Prozent auf 5,932 Euro zu. Positiv stimmten auch Zahlen von BNP Paribas : Die französische Grossbank ist mit einem Überschuss von 2,28 Milliarden Euro unerwartet stark ins Jahr gestartet. Aktien der Deutschen Bank , die ihr Engagement in China ausgebaut und ihren Anteil an der Hua Xia Bank erhöht hatte, verloren dennoch 0,87 Prozent auf 49,34 Euro.
Gutes gab es auch von Beiersdorf zu vermelden. Der Konsumgüterhersteller hat den Ausblick bestätigt, im ersten Quartal mehr umgesetzt und seinen Gewinn gesteigert, was von Börsianern positiv bewertet wurde. Die Titel wechselten 1,04 Prozent höher bei 43,375 Euro ihren Besitzer. BMW legten nach positiven Analystenkommentaren von Morgan Stanley, Nomura und der Commerzbank noch deutlicher zu und gehörten mit plus 3,46 Prozent auf 37,225 Euro zu den Favoriten im Dax.
PROSIEBENSAT.1 UND HEIDELCEMENT IM BLICK
ProSiebenSat.1 reagierten zunächst mit deutlichen Abschlägen auf den Ausblick von Firmenchef Thomas Ebeling, der die Nachhaltigkeit des positiven Trends nach wie vor nicht für absehbar hält. Die Papiere konnten sich allerdings leicht erholen und lagen zuletzt nur noch marginal im Minus bei 13,045 Euro.
Der Umsatz von HeidelbergCement hat sich im ersten Quartal nicht so schwach wie von Analysten befürchtet entwickelt. Zwar berichteten Händler von insgesamt gemischten Zahlen, allerdings hätten diese auch besser als bei einigen Konkurrenten ausgesehen. Die Titel wurden an der Börse mit Kursgewinnen belohnt und stiegen mit plus 3,86 Prozent auf 45,555 Euro zum Favoriten im MDax auf. Der Maschinenbaukonzern Gea Group hatte im operativen Geschäft die Erwartungen verfehlt, worauf die Aktien 1,75 Prozent auf 15,420 Euro einbüssten. Auch Papiere von Baywa tauchten nach Zahlen auf den Verliererlisten auf.
ANALYSTENKOMMENTARE BEWEGEN
Ein positiver Analystenkommentar sorgte dagegen bei Deutz für Gewinne. Die Aktien wurden 5,16 Prozent höher bei 4,239 Euro gehandelt, nachdem UBS die Titel von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft hatte. Bei Solarworld machte sich eine Umstufung dagegen negativ bemerkbar: Die Citigroup hatte die Bewertung von "Buy" auf "Hold" gesenkt. Die Aktien sanken um 0,90 Prozent auf 9,96 Euro.
Auch Dividendenzahlungen stehen wieder auf der Agenda. Die Aktien der Allianz , von Metro und von Fuchs Petrolub werden ex Dividende gehandelt und waren vornehmlich deshalb unter den Verlierern zu finden./th/gl
--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

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