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FRANKFURT (awp international) - Nach der Kursrally zur Wochenmitte hat sich der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag kaum von der Stelle bewegt. Der Leitindex verbuchte ein minimales Plus von 0,03 Prozent auf 7.059,00 Punkte. Am Mittwoch hingegen war er noch mit einem Aufschlag von 1,77 Prozent über die Marke von 7.000 Punkten gesprungen und hat damit wieder das Niveau vor der Katastrophe in Japan erreicht. Der MDax der mittelgrossen Werte rückte am Donnerstag um 0,13 Prozent vor auf 10.342,78 Punkte. Für den TecDax ging es um 0,10 Prozent auf 926,10 Punkte nach unten.
Die Anleger warteten derzeit gespannt auf den am morgigen Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht, sagten Händler. Deshalb hielten sie sich aktuell mit Engagements zurück. Insgesamt aber zeige der Trend an den Börsen weiter nach oben, meinte Robert Halver, Kapitalmarktexperte bei der Baader Bank. Die anhaltend hohe Liquidität am Markt stütze immer noch die Kurse und auch die sich abzeichnende Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank schrecke die Anleger nicht.
Insofern wird der Leitindex ein bewegtes Vierteljahr wohl doch noch recht versöhnlich mit einem Plus von gut 2 Prozent abschliessen: Nachdem der Dax im Februar ein Dreijahreshoch erklommen hatte, war er Mitte März angesichts der Atomkatastrophe in Japan bis auf 6.483,39 Punkte abgesackt. In der Folge jedoch konnte sich das Börsenbarometer wieder deutlich erholen.
Am Dax-Ende sanken die Aktien der Lufthansa um 1,56 Prozent auf 14,865 Euro. Börsianer erklärten dies mit vagen Gerüchten über eine mögliche Platzierung von Anteilen der Fluglinie, die am Markt kursierten. Zu den Favoriten hingegen zählten die Titel des Rückversicherers Munich Re und des Chemiekonzerns BASF . Sie gewannen jeweils über 1 Prozent. Bei BASF stützten laut Börsianern Aussagen der Tochter Wintershall.
Mit Blick auf die weiteren Einzelwerte nehmen die Anleger einige Bilanzen von Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe unter die Lupe. So bekräftigte die staatlich gestützte Aareal Bank nach einem planmässigen Start ins laufende Jahr ihre Prognose. Das im MDax notierte Institut rechnet weiter mit einem Anstieg des Betriebsgewinns sowie einem höheren Überschuss im Zinsgeschäft. In der Folge stiegen die Titel an der Indexspitze um 2,72 Prozent auf 22,87 Euro.
Die Aktien des Hamburger Hafenbetreibers HHLA sanken nach der Bekanntgabe von Jahreszahlen um 0,18 Prozent auf 32,91 Euro. Ferner sieht sich der Verkehrstechnikkonzern Vossloh nach dem Rekordjahr 2010 auf Kurs zu seinen mittelfristigen Zielen. Grosse positive Überraschungen vermeldete das Unternehmen indes nicht, so dass dessen Titel um 0,87 Prozent auf 94,47 Euro fielen. Laut Analyst Michael Gorny von der WestLB bleib der Reingewinn im vergangenen Jahr etwas hinter den durchschnittlichen Markterwartungen zurück.
Die Aktien von Solarworld zählten im TecDax zu den Favoriten, sie stiegen um 0,49 Prozent auf 11,265 Euro. Der Dax-Konzern Siemens habe das Unternehmen als einen der bevorzugten Anbieter für Solarmodule ausgewählt, schrieb das "Handelsblatt" unter Berufung auf Branchenkreise. Ein Börsianer wertete diesen Bericht leicht positiv, da Solarworld einen renommierten Kunden gewinnen würde. Die Siemens-Papiere rückten derweil um 0,74 Prozent vor.
Die Absicht, für 2011 erstmals eine Dividende zu zahlen, bescherte den Papieren des auf Geschäftskunden spezialisierten Telekomanbieter QSC ein Plus von 1,60 Prozent auf 2,73 Euro. Die Titel von Singulus Technologies aber fielen um 3,35 Prozent auf 4,351 Euro. Der Spezialmaschinenbauer wies für 2010 erneut einen Fehlbetrag aus./la/rum

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