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FRANKFURT (awp international) - Mangels relevanter Kurstreiber hat der deutsche Aktienmarkt zum Wochenauftakt keine klare Richtung gefunden. Die Indizes pendelten am Vormittag zwischen Gewinnen und Verlusten. Zur Mittagszeit haben die wichtigsten Indizes jedoch allesamt knapp im Minus gelegen. Der deutsche Leitindex Dax verlor zuletzt 0,07 Prozent auf 7.104,29 Punkte. Der MDax der mittelgrossen Werte gab um 0,19 Prozent auf 10.661,99 Punkte nach und der TecDax stand 0,15 Prozent tiefer bei 900,21 Punkten.
Laut Händler Jörg Heineke von der Investmentgesellschaft TAO Capital tritt der Aktienmarkt mangels nennenswerter Nachrichten auf der Stelle. Selbst die diskutierte Beteiligung privater Gläubiger an der Rettung Griechenlands sei noch kein Kurstreiber, solange keine konkrete Entscheidung gefällt wurde. "Ich rechne auch in den kommenden Tagen nicht mit grösseren Kursausschlägen", so der Börsianer. Bis zum Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag fehlten dazu die wichtigen Termine, betonte er. Nach den schwachen US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag werden erst im späteren Wochenverlauf wieder wichtige Konjunkturdaten aus den USA erwartet.
BAYER MACHT FORSCHRITTE BEI KREBSMITTEL
An der Dax-Spitze kletterten die Aktien von Bayer um 1,98 Prozent auf 56,53 Euro in die Höhe. Der Pharma- und Chemiekonzern hatte mitgeteilt, dass das Medikament Alpharadin die Gesamt-Überlebenszeit bei hormon-refraktärem Prostatakrebs mit Knochenmetastasen signifikant verlängert und erklärte die abschliessende klinische Studie (Phase III) vorzeitig für beendet. Ein Händler betonte, dass einige Analysten dem Mittel bei bestimmten Indikationen bereits ein Spitzenumsatzpotenzial von mehr als einer Milliarde Euro zutrauten.
Die anhaltende Diskussion um den Atomausstieg belastete dagegen weiterhin die Aktien aus dem Versorgersektor. Das Bundeskabinett verabschiedet am heutigen Montag das Gesetzespaket zur schwarz-gelben Energiewende. Eon setzten ihren jüngsten Kursrutsch ungebremst fort und büssten am Indexende 1,91 Prozent auf 18,48 Euro ein. RWE verloren 0,92 Prozent auf 37,84 Euro. "Nach wie vor gibt es wenig Positives zu den Versorgerwerten zu berichten und das ändert sich nicht so schnell", sagte ein Händler. Auch Lufthansa-Titel gaben um 1,50 Prozent auf 14,46 Euro nach. Händler begründeten dies damit, dass der Weltluftfahrtverband IATA seine Gewinnprognosen für den Sektor deutlich zusammengestrichen habe.
DAIMLER BEI TOGNUM AM ZIEL - FINANZINVESTOR PERMIRA BEKENNT SICH ZU PROSIEBEN
Am Ziel angekommen sind derweil Daimler und Rolls-Royce bei der geplanten Übernahme von Tognum . Die beiden Bieter halten knapp 60 Prozent der Aktien des Grossdieselmotorenherstellers und damit die anvisierte Mehrheit. Grössere Auswirkungen auf die Kurse hatte die Nachricht nicht: Tognum-Titel lagen prozentual unverändert bei 25,80 Euro und Daimler gaben um 0,35 Prozent auf 47,405 Euro nach.
Im MDax gehörten die Aktien von ProSiebenSat.1 zu den Favoriten. Sie stiegen um 1,10 Prozent auf 17,525 Euro. Der Finanzinvestor Permira hat Spekulationen über einen möglichen Verkauf des Medienkonzerns zurückgewiesen. Ziel sei, weiteres Wachstum zu schaffen, um den Kurs nach oben zu treiben, sagte Permiras Deutschlandchef Jörg Rockenhäuser der "Süddeutschen Zeitung". Zudem gab es eine positive Analystenstimme. Die Experten der Royal Bank of Scotland (RBS) starteten das Papier mit einer Kaufempfehlung.
NORDEX MIT FÖRDERUNGSPLÄNEN IM BLICK - SINGULUS EX BEZUGSRECHT
Aktien von Nordex profitierten im TecDax davon, dass die Bundesregierung in der Diskussion um die Subventionen von Windrädern an Land auf Bedenken der Länder und der Opposition eingehen will. Sie schnellten an Index-Spitze um 4,31 Prozent auf 6,92 Euro in die Höhe. Die Vergütung soll nur um 1,5 statt um 2,0 Prozent jährlich gekürzt werden, wie die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen erfuhr. Singulus-Papiere standen zuletzt bei 4,254 Euro. Sie wurden ex Bezugsrecht für die beschlossene Kapitalerhöhung gehandelt./tih/rum

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