Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt hat zum Wochenauftakt am Montag keine klare Richtung gefunden. Für etwas Zurückhaltung unter den Investoren sorgte ein Treffen der EU-Finanzminister, die über eine Ausweitung des Euro-Rettungsschirms für hoch verschuldete Mitgliedsstaaten beraten. Der zwischenzeitlich schwächere Leitindex Dax stand am Nachmittag prozentual unverändert bei 7.076,05 Punkten und blieb damit auf Tuchfühlung zu seinem vor Weihnachten erreichten Hoch bei 7.087 Punkten, dem höchsten Stand seit Juni 2008. Die übrigen Indizes blieben bis zuletzt bei ihren Verlusten: Der MDax gab um 0,40 Prozent auf 10.259,95 Punkte nach und für den TecDax ging es um 0,20 Prozent nach unten auf 878,05 Punkte.
Händler Jörg Heineke von der Investmentgesellschaft TAO Capital GmbH sprach von einer nachrichtenarmen Lage, in der einige Anleger ihre Gewinne mitnähmen. "Bei einer insgesamt dünnen Handelsaktivität sind die Bewegungen eher vom Zufall getrieben." Wegen des Feiertags in den USA rechne er auch im weiteren Tagesverlauf nicht mit klaren Impulsen. Diese seien erst im Laufe der Woche vom weiteren Fortschreiten der Berichtssaison in den USA zu erwarten.
THYSSENKRUPP WEITERHIN VOM HIPPE-ABSCHIED BELASTET
Nachdem die Papiere von ThyssenKrupp bereits am Freitag unter dem angekündigten Weggang von Finanzchef Alan Hippe gelitten hatten, sorgten nun Analystenkommentare für ein Minus von 1,42 Prozent auf 30,265 Euro. Nik Oliver von Merrill Lynch etwa stufte die Aktien von "Buy" auf "Neutral" ab und reduzierte das Kursziel von 41,00 auf 34,00 Euro. Hippe habe dafür gesorgt, dass der Wert des Stahlkonzerns mittels Restrukturierungen und Veräusserungen gestiegen sei, doch nun sei die weitere Strategie vorerst nicht klar zu erkennen. Analysten der Commerzbank und von JPMorgan sahen den Abschied ebenfalls als grundsätzlich negativ an, relativierten allerdings die erwarteten Nachwirkungen.
Aufwärts ging es dagegen bei den Versorgertiteln. Eon kletterten um 1,28 Prozent auf 24,145 Euro und RWE gewannen im Schlepptau 0,11 Prozent auf 53,33 Euro. Ein Händler verwies auf Aussagen von Eon-Chef Johannes Teyssen gegenüber dem "Handelsblatt", wonach dieser den Emissionshandel als zentrales Element der europäischen Klimapolitik gestärkt sehen will. Nationale Regelungen, wie Gesetze zu erneuerbaren Energien oder Kohlesubventionen, würden das System dagegen schwächen. Darüber hinaus setzten Investoren an diesem Tag auf defensive Werte, zu denen die beiden Versorger zählen.
INFINEON NACH BNP-STUDIE GEFRAGT
Positiv wirkten sich zudem Analystenkommentare der französischen Investmentbank Exane BNP Paribas aus. Daimler gewannen 1,47 Prozent auf 56,77 Euro, nachdem die Franzosen das Kursziel wegen guter Erwartungen an das Lkw-Geschäft aufgestockt hatten. Auch bei den 0,50 Prozent höheren Aktien von Infineon hatten die Franzosen ihr Ziel angehoben. Analyst Jerome Ramel rechnet wegen einer weiterhin hohen Nachfrage der Autoindustrie nach Halbleitern mit einem guten zweiten Quartal. Vor diesem Hintergrund könne sich die Jahresprognose als zu konservativ erweisen, so der Experte.
Im MDax zeigten sich Heidelberger Druckmaschinen von neuen Sorgen in der Branche beeindruckt. Der Tiefdruckspezialist Schlott kämpft um sein Überleben, woraufhin die Papiere von Heidelberger Druckmaschinen 2,50 Prozent auf 3,634 Euro verloren. Schlott droht das Aus, falls beteiligte Banken vorzeitig ihre Kredite zurückfordern. Brenntag verloren indes 2,28 Prozent auf 72,80 Euro. Der Chemikalienhändler will das günstige Marktumfeld nutzen, um einen milliardenschweren syndizierten Kredit vorzeitig abzulösen. Zudem hätten einige Altaktionäre Händlern zufolge signalisiert, dass sie Anteile an den Markt bringen wollen.
ZAHLEN IM TECDAX IM FOKUS
Kräftige Kursverluste gab es bei einigen Einzelwerten im TecDax . Die Papiere des Kleincomputerherstellers Kontron sackten um 5,34 Prozent auf 8,775 Euro ab, nachdem dieser am Freitag nach Börsenschluss vorläufige Zahlen präsentiert hatte. Trotz eines Rekordumsatzes im vierten Quartal standen im vergangenen Jahr operativ rote Zahlen zu Buche. Börsianer zeigten sich von der operativen Marge im vierten Quartal und dem Margenausblick enttäuscht.
Dialog Semiconductor rutschten nach vorgelegten Umsatzzahlen zunächst bis auf 17,51 Euro ab, konnten ihre Verluste dann aber eindämmen und lagen zuletzt noch mit 1,06 Prozent im Minus bei 18,60 Euro. Dabei hatte der Schaltkreis-Hersteller im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz verbucht und seine eigene Prognose übertroffen. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen und hoben ausserordentliche Aufwendungen negativ hervor. SMA Solar gaben nach Aussagen zu den Jahren 2010 und 2011 um 0,70 Prozent auf 62,76 Euro nach./tih/chs

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???