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FRANKFURT (awp international) - Nachgebende Rohstoffpreise haben am Donnerstag für deutliche Kursverluste am deutschen Aktienmarkt gesorgt. Die Indizes folgten damit den negativen Vorgaben aus Übersee, wo sinkende Ölpreise zuvor schon die Kurse belastet hatten. Der Leitindex Dax sackte am Nachmittag um 1,32 Prozent auf 7.396,35 Punkte ab. Der MDax büsste 1,12 Prozent auf 10.698,31 Punkte ein. Der TecDax verlor 1,05 Prozent auf 921,78 Punkte.
"Taktgeber für die Verluste am Aktienmarkt sind aktuell die Rohstoffmärkte", fasste Analyst Christoph Schmidt vom Vermögensverwalter N.M.F. das Geschehen zusammen. Bei Rohstoffen aller Art sei zuletzt viel spekulatives Geld im Spiel gewesen und plötzlich seien nun Gewinne gesichert worden. Bezüglich der weiterhin gut verlaufenden Berichtssaison gelte zudem das Motto "sell on good news". Gute Zahlen würden demnach häufiger zum Anlass für Gewinnmitnahmen genommen. Frische Wirtschaftsdaten aus den USA blieben unterdessen am Nachmittag ohne grössere Auswirkungen.
RWE UND ALLIANZ MIT ZAHLEN IM BLICK - ÖLPREIS POSITIV FÜR LUFTHANSA
Der Versorger RWE verzeichnete im ersten Quartal einen Gewinnrückgang, schnitt dabei laut Händlern aber besser als erwartet ab. Wie zuvor schon Konkurrent Eon stellt aber auch RWE seine Prognose für 2011 weiter unter Vorbehalt. Grund dafür ist die unklare Zukunft der Atomkraft in Deutschland. RWE-Papiere büssten 1,54 Prozent auf 43,155 Euro ein. Besser erging es den 0,95 Prozent festeren Lufthansa-Titeln , die im Dax der einzige Wert mit klaren Kursgewinnen waren. Händler begründeten dies damit, dass die Fluglinie von den nachgebenden Ölpreisen profitiere.
Die Papiere der Allianz büssten nach der Vorlage endgültiger Zahlen zum ersten Quartal 2,37 Prozent auf 99,24 Euro ein. Der Versicherer präsentierte laut Commerzbank-Analyst Roland Pfänder "solide Zahlen", die in etwa mit dem bereits veröffentlichten Eckdaten übereingestimmt hätten. Gewinne im Fondsgeschäft hatten dabei die Belastungen durch Erdbeben, Tsunami und Hochwasser abgefedert. Allerdings muss auch im laufenden Jahresviertel mit Folgen der Tornados in den USA gerechnet werden.
K+S MIT DIVIDENDE - ZAHLEN BEWEGEN AUCH IM MDAX
Wegen der ausgeschütteten Dividende lagen die Papiere von K+S nur optisch deutlich im Minus. Der Düngemittelhersteller zahlte seinen Aktionären 1,00 Euro je Anteilsschein. Neben K+S wurden auch die im MDax gelisteten Aktien von Rational , Tognum und Fuchs Petrolub ex Dividende gehandelt.
Im MDax bewegten ebenfalls Zahlen die Kurse. Salzgitter etwa büssten 3,25 Prozent auf 52,32 Euro ein. Dabei war das erste Quartal des Stahlkonzerns laut Händlern besser als erwartet ausgefallen. Die erhöhte Jahresprognose für den Vorsteuergewinn blieb Analysten zufolge aber hinter den durchschnittlichen Marktschätzungen zurück. ElringKlinger konnten ebenfalls nicht von positiv aufgenommenen Zahlen profitieren. Kepler-Analyst Michael Raab begründete das Minus von 4,41 Prozent mit Gewinnmitnahmen.
STADA RUTSCHEN AB - NEUKUNDEN BEI SKY GELOBT
Trotz steigender Umsätze und Gewinne rutschten Stada im MDax um fast 5 Prozent auf 29,72 Euro ab. Ähnlich wie bei ElringKlinger wurde auch dies am Markt auf Gewinnmitnahmen zurückgeführt. Papiere des Bezahlsenders Sky Deutschland schnellten dagegen um 6,56 Prozent auf 3,41 Euro hoch und lagen somit an der Spitze des Index mittelgrosser Werte. Gelobt wurde die Anzahl gewonnener Neukunden im Auftaktquartal.
Im TecDax gaben die Papiere von Q-Cells derweil um 3,68 Prozent auf 2,485 Euro nach. Das Solarunternehmen hatte seine Jahresprognose wegen "der bestehenden hohen Unsicherheiten über die weitere Entwicklung von Einkaufs- und Verkaufspreisen" kassiert. Ein Händler sprach zudem von bedeutend unter den Schätzungen liegenden Zahlen. Den Nettogewinn von Solarworld beurteilten Experten dagegen besser als erwartet. Die Titel des Solarzellenherstellers stiegen um 2,02 Prozent./tih/la
--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

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