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FRANKFURT (awp international) - Schwindende Sorgen um den Finanzsektor und gute Vorgaben der Wall Street haben dem Dax am Donnerstag wieder über die Marke von 6.000 Punkten verholfen. Der Leitindex knüpfte an seine Erholung der vergangenen beiden Handelstage an und stieg am Mittag um 0,32 Prozent auf 6.011,94 Punkte. Der MDax mittelgrosser Werte legte 0,44 Prozent auf 8.140,05 Punkte zu. Der TecDax gewann 1,07 Prozent auf 763,14 Punkte.
"Die Wall Street profitierte vom wieder erstarkten Optimismus für die anstehende Berichtssaison", sagte ein Börsianer im Verweis darauf, dass der US-Leitindex Dow Jones am Vorabend über die Marke von 10.000 Punkten zurückgekehrt war. Hoffnung auf milde Ergebnisse des anstehenden Stresstests sorgten zudem bei Finanzwerten für Gewinne. "Der Raum für Überraschungen nach oben ist anscheinend wieder vorhanden", bewertete Stefan Risse von CMC Markets die Entwicklung der letzten drei Handelstage. Für weiter fallende Kurse sei der Pessimismus bereits viel zu hoch, so der Marktstratege. Spekulanten müssten daher ihre auf fallende Kurse ausgerichteten Positionen auflösen, was die steigenden Notierungen unterstütze.
Finanztitel knüpften an ihre Gewinne des Vortags angeknüpft. Die Aktien der Deutschen Bank waren mit plus 2,20 Prozent auf 48,54 Euro der grösste Gewinner im Dax. Papiere der Commerzbank grenzten ihre frühen Gewinne jedoch wieder ein und gewannen zuletzt noch 0,08 Prozent auf 6,217 Euro. Die Ergebnisse der europaweiten Stresstests sollen dem Ausschuss der europäischen Bankaufsichtsbehörden zufolge am 23. Juli bekannt gegeben werden. Analyst Philipp Hässler von Equinet beurteilte die geplante Veröffentlichung der Testergebnisse positiv. Sie sollte helfen, das Vertrauen in die Branche wiederherzustellen, so der Experte.
Die Vortags starken Aktien von BMW und Daimler kamen wegen eines Analystenkommentars unter Druck. Die japanische Grossbank Nomura erwartet eine bessere Kursentwicklung bei französischen Autotiteln und senkte daher die Bewertung beider Autobauer. BMW wird fortan mit "Neutral" und Daimler mit "Reduce" eingestuft. Die BMW-Titel gaben um 1,51 Prozent auf 39,15 Euro nach und Daimler verloren 1,19 Prozent auf 41,445 Euro. Auch bei Henkel sorgten Analysten für ein Minus von 2,70 Prozent. Credit Suisse senkte die Einstufung für die Papiere des Konsumgüterkonzerns von "Neutral" auf "Underperform".
Nach vorläufigen Halbjahreszahlen gaben die im MDax notierten Aktien von Fielmann um 1,64 Prozent auf 61,60 Euro nach. Die Optikerkette setzte ihren Wachstumskurs im ersten Halbjahr mit steigenden Umsätzen und einem höheren Vorsteuergewinn fort. Börsianer sprachen von Gewinnmitnahmen, nachdem sich die Aktien der Optikerkette zuletzt vergleichsweise stabil gehalten hätten. Analysten monierten vor allem die mittlerweile recht hohe Bewertung.
Mit plus 4,50 Prozent waren die Scheine von Leoni der grösste Gewinner im Index mittelgrosser Werte. Das Anlegermagazin "Der Aktionär" hatte die Papiere des Autozulieferers in sein Musterdepot aufgenommen. Nach oben ging es auch für die Aktien des Reise- und Schiffahrtskonzerns Tui sowie des Hafenbetreibers HHLA , die 3,03 und 1,29 Prozent zulegten. Der Marktführer in der Container-Schiffahrt, A.P. Moller-Maersk, hatte seine Prognose angehoben./tih/fat

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