Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag in einem recht nachrichtenarmen Umfeld moderat zugelegt. Der Dax stieg bis zum Mittag um 0,21 Prozent auf 7.373,90 Punkte. Am Vortag hatte der deutsche Leitindex zwar mit einem Plus von 0,75 Prozent geschlossen, war im späten Handel nach enttäuschenden US-Konjunkturdaten jedoch noch deutlich unter sein Tageshoch zurückgefallen. Für den MDax ging es indes am Freitag um 0,69 Prozent auf 10.841,54 Punkte nach oben, der TecDax legte um 0,28 Prozent auf 923,18 Punkte zu.
Chefvolkswirt Jochen Intelmann von der Hamburger Sparkasse sagte mit Blick auf die Verluste im späten Handel am Vortag: "Das holen wir jetzt wieder auf." "Zündende Themen" gebe es zum Wochenschluss nicht, dafür aber auch keine schlechten Nachrichten. Zudem warteten viele Anleger ab, wer nach dem Rücktritt von Dominique Strauss-Kahn nun Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) werde. Als mögliche Nachfolgerin von Strauss-Kahn wird die französische Wirtschafts- und Finanzministerin Christine Lagarde gehandelt. "Wenn es Lagarde wird, wäre das positiv, denn sie ist in den Themen voll drin", sagte Intelmann.
COMMERZBANK AN DAX-SPITZE - GEGENBEWEGUNG NACH KURSRUTSCH
An der Dax-Spitze lagen die Aktien der Commerzbank mit plus 2,34 Prozent auf 4,015 Euro. Ein Börsianer erklärte das mit einer Gegenreaktion nach dem jüngsten massiven Kursrutsch. Zudem sei in einer aktuellen Goldman-Sachs-Studie zwar das Kursziel auf 5 Euro gesenkt worden, das damit signalisierte Kurspotenzial stütze allerdings ebenfalls leicht.
Um 0,44 Prozent auf 13,730 Euro zulegen konnten die Aktien der Deutschen Post nach einem positiven Analystenkommentar. Die US-Bank JPMorgan hatte die Einstufung für die Anteilsscheine des Logistikkonzerns mit "Overweight" und einem Kursziel von 18,00 Euro gestartet und sie zudem auf die "Analyst Focus List" gesetzt.
SIEMENS IM MINUS - MUSS MILLIONEN AN AREVA ZAHLEN
Verluste von 0,25 Prozent auf 93,61 Euro verbuchten die Siemens-Aktien nach einer Schiedsgerichtsentscheidung der Internationalen Handelskammer. Der Elektrokonzern muss seinem ehemaligen Partner Areva 648 Millionen Euro zuzüglich Zinsen zahlen. Hintergrund ist der Verkauf des Siemens-Anteils an dem zusammen mit Areva betriebenen kerntechnischen Gemeinschaftsunternehmen Areva NP an die Franzosen. Im Zusammenhang mit dem Verkauf hatte Siemens im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2011 einen positiven Ergebnisbeitrag von 1,52 Milliarden Euro vor Steuern erzielt. "Die Strafzahlung ist negativ zu werten", konstatierte Analyst Karsten Oblinger von der DZ Bank. Allerdings sei das Ausmass begrenzt.
Im MDax rutschten die Anteilsscheine von Gagfah nach Zahlen vom Vorabend mit minus 8,69 Prozent auf 5,739 Euro an das Ende. Das Immobilienunternehmen hatte für das erste Quartal sinkende Gewinne und Mieteinnahmen bekanntgegeben. Zudem will Gagfah für das abgelaufene Quartal keine Dividende ausschütten.
RHÖN-KLINIKUM PROFITIEREN VON STUDIE
Der Pharmakonzern Stada möchte sich indes das Generika-Geschäft seines Schweizer Mitbewerbers Spirig einverleiben. Der Vorstand von Stada hatte beschlossen, in konkrete Verhandlungen mit den Schweizern zu treten. Stada-Titel reagierten darauf mit einem Plus von 1,88 Prozent auf 29,785 Euro. Prozentual stärkster Wert im Index mittelgrosser Werte waren Rhön-Klinikum mit einem Aufschlag von 4,00 Prozent auf 17,290 Euro nach einer positiven Studie der Deutschen Bank. Das Institut hatte die Papiere des Klinikbetreibers von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 16,80 auf 21,00 Euro angehoben. Das Chance/Risiko-Verhältnis sei wieder attraktiv, hiess es in einer Studie.
Im TecDax stiegen Drillisch um 1,87 Prozent auf 8,464 Euro. Ein Börsianer verwies darauf, dass bei Freenet Aufsichtsratschef Thorsten Kraemer Ende Juni aufhört. Zum selben Zeitpunkt wird auch der Ex-RTL-Chef Helmut Thoma den Aufsichtsrat verlassen. Dem "Handelsblatt" zufolge ist damit der Weg frei für den neuen Freenet-Grossaktionär Drillisch. Der Mobilfunkdienstleister hatte Ende Mai seinen Anteil an dem Konkurrenten auf mehr als 20 Prozent erhöht und strebt nach eigenen Angaben eine Vertretung in dessen Aufsichtsrat an.
XING GEBEN TEIL DER VORTAGSGEWINNE NACH LINKEDIN-IPO AB
Nach dem fulminanten Börsenstart von LinkedIn in New York am Vortag richteten sich die Blicke zudem auf die Titel des Berufskontakte-Netzwerks Xing . Auf die LinkedIn-Papiere des weltgrössten Online-Netzwerks für berufliche Kontakte hatte es in den USA einen wahren Ansturm gegeben. Sie hatten am Ende des ersten Handelstages bei bei 94,25 US-Dollar geschlossen, nachdem der Ausgabepreis bei 45 Dollar gelegen hatte. Die in keinem wichtigen Index gelisteten Xing-Aktien gaben einen Teil der Gewinne vom Vortag wieder ab und lagen zuletzt mit 2,89 Prozent im Minus bei 53,40 Euro. Am Donnerstag waren sie noch um knapp neun Prozent angesprungen./chs/tih
---Von Christian Schultz, dpa-AFX---

Neuer Inhalt

Horizontal Line


swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.










???source_awp???