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AKTIEN FRANKFURT: Schwach - Anleger wieder vorsichtiger

Dieser Inhalt wurde am 21. Oktober 2009 - 12:30 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Die zunehmende Vorsicht der Anleger hat dem Dax am Mittwoch den Aufwärtsschwung genommen und den Leitindex erneut in die Verlustzone gedrückt. Nachdem er am Morgen zeitweise bis auf rund 5.845 Punkte gestiegen war, büsste der Dax zur Mittagszeit 0,92 Prozent auf 5.758,12 Punkte ein. Der MDax der mittelgrossen Werte gab um 1,97 Prozent auf 7.361,21 Zähler nach und der TecDax verlor 0,95 Prozent auf 769,30 Punkte.
"Es hat sich zuletzt immer wieder gezeigt, dass gute Unternehmensergebnisse nicht mehr zu weiterem Auftrieb geführt haben", sagte Marktstratege Christian Schmidt von der Helaba. "Die Zweifler haben wieder die Oberhand gewonnen und nun setzen auch vermehrt Gewinnmitnahmen nach positiven Neuigkeiten ein." Zudem sei der Dax nun bereits zum dritten Mal an dem wichtigen Widerstand bei 5.860 Punkten abgeprallt. "Am Dienstag hatte der Dax einen neuen Anlauf genommen, aber konnte nach dem Sprung auf 5.888 Punkte diese Marke nicht nachhaltig überwinden, was die Vorsicht der Anleger bestärkt und zu Gewinnmitnahmen geführt hat."
Die Aktien der Deutschen Bank büssten nach einem überraschend vorgelegten Quartalsbericht 4,46 Prozent auf 52,870 Euro ein und zählten damit zu den schwächsten im Leitindex. Deutschlands Branchenprimus meldete im dritten Quartal erneut einen Milliardengewinn und übertraf damit die Analystenerwartungen deutlich. Am Markt wurde allerdings kritisch auf die Ergebnisqualität und auf bestehende Risiken einer Kapitalerhöhung verwiesen. Das Institut verdanke seinen Milliardengewinn vor allem Steuergutschriften, merkte etwa ein Analyst an. Im Tagesverlauf stehen nun noch die Quartalszahlen der US-Bank Morgan Stanley an, die neue Impulse für die Bankenbranche und den gesamten Aktienmarkt bringen dürften.
Die Papiere von Eon stiegen dagegen um 0,94 Prozent auf 26,89 Euro und zählten damit zu den stärksten Index-Werten. "Auf der Eon-Aktie lastete seit Längerem ein gewisser Druck wegen der zukünftigen Atompolitik der neuen Regierung", sagte Händler Andreas Lipkow von MWB Fairtrade. "Jetzt hellt sich das Bild wieder auf und neben den defensiven Anlageaspekt kommt auch leichter Optimismus bezüglich der Atomenergie auf."
Enttäuschende Umsatzzahlen bei Puma liessen die Aktien des Sportartikelherstellers um 2,40 Prozent auf 219,56 Euro fallen. Puma bekam die Krise auch im dritten Quartal zu spüren und meldete einen Umsatzrückgang auf rund 673 Millionen Euro. Es seien allerdings Erlöse in Höhe von knapp 700 Millionen Euro erwartet worden, sagten Händler.
Die Ankündigung einer Kapitalerhöhung belastete die Titel der IVG Immobilien AG . Sie fielen am MDax-Ende um 9,17 Prozent auf 7,13 Euro. Die IVG will über einen Verkauf von zehn Millionen neuen Aktien den Kauf weiterer Gebäude finanzieren. "Wir glauben, dass die IVG in den kommenden Monaten eine weit höhere Kapitalerhöhung brauchen wird", meinte Analyst Hasim Sengül von der DZ Bank und sieht den aktuellen Schritt daher nur als Probelauf und Appetithäppchen an, um die Reaktionen darauf zu sehen und mit den Investoren über ein höheres Volumen zu sprechen.
Erneut waren dagegen die Aktien von SMA Solar Spitzenwert im TecDax und stiegen um 1,49 Prozent auf 69,98 Euro, nachdem sie tags zuvor bereits um knapp 17 Prozent oder 13 Euro gestiegen waren. Nach den am Dienstag überraschend vorgelegten starken Quartalszahlen folgten nun positive Analystenkommentare. So stufte die Citigroup die Aktie nach dem gemeldeten Rekordquartal und einer Prognoseanhebung von "Hold" auf "Buy" hoch und hob das Kursziel von 60 auf 82 Euro an. Die Unicredit erhöhte ihr Votum von "Sell" auf "Hold" und das Kursziel von 45 auf 70 Euro, während die HSBC bei ihrem "Hold"-Urteil blieb, aber das Kursziel von 55 auf 70 Euro hob./ck/ag
--- Von Claudia Kahlmeier, dpa-AFX ---

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