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FRANKFURT (awp international) - Ein schwacher Start in die US-Berichtssaison hat den deutschen Aktienmarkt am Dienstag ins Minus gedrückt. Für den Leitindex ging es am frühen Nachmittag um 1,72 Prozent auf 5.937,05 Zähler nach unten. Auch der MDax gab nach und fiel um 1,85 Prozent auf 7.773,29 Punkte. Der TecDax sank um 1,79 Prozent auf 838,14 Punkte.
In den USA hatten der Aluminiumhersteller Alcoa und der Ölkonzern Chevron mit ihren Aussagen zum bisherigen Geschäftsverlauf enttäuscht. "Die harten Zahlen stimmen nicht mit der aktuellen Euphorie am Markt überein", mahnte Dirk Müller, Händler bei MWB Fairtrade. Die Gewinnerwartungen an viele Unternehmen seien immer noch zu hoch. Zudem hatte die chinesische Zentralbank die Mindestreserveanforderungen erhöht, um der Gefahr einer Überhitzung der Wirtschaft zu begegnen, betonten Börsianer. Dies habe zusätzlich auf die Notierungen gedrückt.
Mit Blick auf die deutschen Einzelwerte sanken die Titel von Beiersdorf um 1,71 Prozent auf 44,435 Euro. Die vorläufigen Jahreszahlen des Kosmetikkonzerns haben Börsianern zufolge enttäuscht. Vor allem der Reingewinn hätte höher sein können, hiess es. Ferner gaben die Aktien von Daimler 2,53 Prozent auf 36,26 Euro ab. Der Stuttgarter Autobauer will zwar nach Aussagen von Chef Dieter Zetsche auf der Autoshow in Detroit 2010 wieder mehr Autos verkaufen. Zum Jahresergebnis 2009 machte er aber keine konkreten Aussagen.
Die Aktien von Metro hielten sich mit minus 1,24 Prozent auf 40,75 Euro besser als der Markt. Der Handelskonzern schloss das Krisenjahr 2009 zwar mit einem Umsatzrückgang ab, ein Händler kommentierte aber: "Die Aussagen zu 2010 klingen nicht allzu schlecht". Metro will trotz weiter herausfordernder Rahmenbedingungen wieder stärker investieren und mehr Filialen eröffnen als 2009. Positiv sei des weiteren, dass Metro von einem guten Weihnachtsgeschäft sprach, fuhr der Börsianer fort. Zudem habe Media Markt/Saturn erneut stark abgeschnitten, ergänzte Analyst Robert Greil von der Privatbank Merck Finck.
Die Siemens-Anteilsscheine gaben nur um 1,07 Prozent auf 66,40 Euro nach. Nachdem am Vortag optimistische Aussagen von Finanzchef Joe Kaeser zum laufenden Quartal weitgehend ignoriert wurden, sorgten nun Kommentare von Analysten für Gesprächsstoff. So beliess die Credit Suisse die Einstufung auf "Outperform" und das Kursziel bei 76,00 Euro. Analyst Simon Smith bewertete die Aussagen Kaesers positiv. Zudem bewertete Goldman Sachs den Investitionsgütersektor mit "Attractive" und erhöhte das Kursziel für Siemens von 82,50 auf 93,00 Euro mit der weiter gültigen Einstufung "Buy". Analyst Tim Rothery schrieb, dass die Volkswirte der amerikanischen Investmentbank ihre Erwartungen für den Sektor angehoben hätten. Ein Händler verwies ferner auf das positive charttechnische Bild, das einen Kursanstieg in Richtung 70 Euro erwarten lasse.
An der Spitze des MDax verteuerten sich die Titel der SGL Group um 4,34 Prozent auf 23,56 Euro. Goldman Sachs hatte die Papiere des Kohlenstoffspezialisten auf die "Conviction Buy List" gesetzt und das Kursziel von 26 auf 34 Euro aufgestockt. Analyst Tim Rothery reagierte damit auf die überdurchschnittlichen Prognosen für das globale Wirtschaftswachstum durch die Goldman-Ökonomen.
Die Titel von Deutsche Euroshop erholten sich von ihren frühen Verlusten und stiegen um 0,67 Prozent auf 24,775 Euro. Der auf Einkaufszentren spezialisierte Immobilieninvestor besorgt sich frisches Geld zur Finanzierung des Kaufs des A10-Shoppingcenters. Der Vorstand beschloss, das Grundkapital der Gesellschaft um rund 6,3 Millionen neue Aktien zu erhöhen. Dabei verpflichten sich Mitglieder der Familie Otto, insgesamt bis zu 3.150.000 Aktien zum Bezugspreis zu erwerben. Angesichts dieser Garantie habe sich der Aktienkurs schnell wieder erholt, sagten Händler. Die Tui-Papiere sackten hingegen um 5,95 Prozent ab auf 6,659 Euro. Klaus Mangold ist neues Mitglied im Aufsichtsrat des Reisekonzerns. Damit konnte der streitbare Grossaktionär Fredriksen den Einzug seines Vertrauten Tor Olav Trøimin das Kontrollgremium nicht durchsetzen.
Die Anteilsscheine von Continental werden indes ex Bezugsrecht gehandelt. Sie notierten bei 41,315 Euro. Der Autozulieferer hat die zweite Tranche seiner Kapitalerhöhung zu 40 Euro je Aktie platziert./la/ck

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