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AKTIEN FRANKFURT: Schwächer - schlechte US-Arbeitsmarktdaten belasten

Dieser Inhalt wurde am 06. November 2009 - 15:20 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Belastet von schlechten US-Arbeitsmarktdaten ist er deutsche Aktienmarkt am Freitag nach freundlichem Start ins Minus gerutscht. Der Dax geriet in Reaktion auf einen stärker als erwarteten Beschäftigungsrückgang in den USA und die über zehn Prozent gestiegene Arbeitslosenquote unter Druck und gab zuletzt 0,79 Prozent auf 5.437,53 Punkte ab. Der MDax hielt sich mit 0,03 Prozent im Plus bei 7.019,41 Zählern. Der TecDax fiel um 0,78 Prozent auf 744,17 Punkte.
Das Warten auf den US-Arbeitsmarktbericht für Oktober habe den Markt bis zum Nachmittag förmlich gelähmt und dann habe sich die Enttäuschung in einem kräftigen Kursrutsch entladen, sagte ein Börsianer. Thomas Körfgen, Geschäftsführer der SEB Asset Management, sagte: "Die Zahlen haben dem Markt erst einmal einen Dämpfer gegeben." Die Börsianer bewegten sich derzeit von Konjunktur-Datum zu Konjunktur-Datum. Gleichzeitig hob der Experte hervor, dass der Beschäftigungsrückgang weniger schlimm sei als noch im Vormonat. Das sollte man sich auch immer wieder vor Augen halten.
Auf Unternehmensseite stehen die Zahlen der Deutschen Börse vom Vorabend sowie der Quartalsbericht der Hannover Rück in den Fokus. Der Frankfurter Börsenbetreiber bekam im dritten Quartal erneut die Zurückhaltung der Anleger an den Märkten zu spüren und hat nach Einschätzung von Aktienhändler Andreas Lipkow von MWB Fairtrade "schwächer als erwartet" abgeschnitten. Auch Analysten zeigten sich enttäuscht. Obwohl er bereits vor den Quartalszahlen seine Umsatzerwartungen gesenkt hatte, lagen die von der Börse vorgelegten Zahlen noch darunter, schrieb Goldman Sachs-Analyst Chris Turner. Die Aktien büssten zuletzt 1,63 Prozent auf 54,30 Euro ein.
Die im MDax notierte Hannover Rück konnte dagegen mit ihrer Bilanzvorlage und vor allem mit der erhöhten Prognose für das Gesamtjahr positiv überraschen. Die Anteile an dem weltweit viertgrössten Rückversicherer gewannen 3,39 Prozent auf 32,36 Euro. Analyst Konrad Becker von Merck Finck sieht auch die angepeilte Dividende über seinen Prognosen. Andere Werte wurden von Zahlen der europäischen Branchenkollegen bewegt. Lufthansa-Aktien setzten sich mit plus 2,65 Prozent auf 11,025 Euro an die Dax-Spitze. British Airways rutschte zwar im ersten Geschäftshalbjahr auch wegen schrumpfender Passagierzahlen im Premium-Segment tiefer in die Verlustzone. Die Aktien legten aber mehr als fünf Prozent zu. Beiersdorf verloren nach Zahlen von L'Oreal 0,38 Prozent auf 41,49 Euro.
Fuchs Petrolub legte unterdessen für die ersten neun Monate endgültige Zahlen vor, die einem Börsianer zufolge zwar einen Tick über den vorläufigen Ergebnissen lagen, insgesamt aber "ohne grosse Überraschung" blieben. Der Schmierstoff-Hersteller peilt aber bei seinem operativen Gewinn eine geringere Lücke zum Vorjahr an als bisher erwartet und hob die Ergebnisprognose an. Die Titel gewann 1,39 Prozent auf 58,43 Euro.
Im TecDax legten unterdessen die Berichtsunternehmen der Vortage mit teilweise sehr positiv aufgenommenen Zahlen weiter zu. So sprangen Smartrac an der Indexspitze um weitere 8,25 Prozent auf 14,31 Euro nach oben, das Schwergewicht Software AG gewann 4,28 Prozent auf 69,88 Euro./fat/sk
---Von Frederik Altmann, dpa-AFX---

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