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FRANKFURT (awp international) - Die Hoffnung auf einen Erfolg im Kampf gegen die Atomkatastrophe in Japan hat den Dax am Donnerstag angetrieben. Nach dem Kursrutsch der letzten Tage stieg der Leitindex am frühen Nachmittag um 2,19 Prozent auf 6.656,51 Punkte. Für den MDax ging es um 1,73 Prozent auf 9.730,67 Punkte nach oben, der TecDax gewann 1,72 Prozent auf 869,54 Punkte.
"Die Anleger reagieren derzeit auf alles positiv, was nach einem Hoffnungsschimmer im Kampf gegen die Katastrophe in Japan aussieht", kommentierte Händler Thomas Stengl von der Postbank die aktuelle Marktentwicklung. Fünf Spezialfahrzeuge des japanischen Militärs bespritzten den Reaktor 3 des Katastrophen-AKW Fukushima mit rund 30 Tonnen Wasser. Den Einsatz an der Reaktor-Ruine bewertete der Betreiber Tepco als Erfolg: Es sei Dampf aufgestiegen, folglich hätten die Wasserwerfer das Becken mit den Brennstäben getroffen. Der Einsatz wird seit Donnerstagmorgen auch aus der Luft geführt: Die Hubschrauber können nach Angaben des Fernsehsenders NHK 7,5 Tonnen Wasser fassen. Zudem soll auch die neue Stromleitung ins AKW bald stehen.
SIEMENS UND HEIDELBERGCEMENT SEHR FEST
Konjunktursensible Aktien gehörten zu den grössten Gewinnern im Dax. Sie waren zuletzt angesichts der Atomkatastrophe stark unter Druck geraten. Nun verteuerten sich etwa die Siemens-Titel - auch dank einer positiven Studie - an der Dax-Spitze um 4,19 Prozent auf 90,05 Euro. Ein Börsianer verwies ferner auf die starke Positionierung im Bereich Alternativer Energien. Somit sollte der Elektrokonzern von dem positiven Schub für den Sektor wegen der Atomkrise in Japan nach dem Erdbeben profitieren.
Die Titel von HeidelbergCement kletterten um 3,74 Prozent auf 46,425 Euro. Für das laufende Geschäftsjahr peilt der Baustoffkonzern weitere Zuwächse bei Umsatz und operativem Ergebnis an. Positiv wertete Analyst Levon Babalyan von der französischen Investmentbank Cheuvreux, dass HeidelbergCement wegen des Ausbaus des Autobahnnetzes in den USA eine etwas höhere Nachfrage aus Nordamerika erwarte.
LUFTHANSA-AKTIEN LEGEN NUR ETWAS ZU
Die Papiere der Lufthansa gaben einen Teil ihre frühen Gewinne ab und legten nur noch um unterdurchschnittliche 1,03 Prozent auf 13,705 Euro zu. Die Fluggesellschaft erwartet zwar im laufenden und im kommenden Jahr trotz harter Zeiten einen höheren operativen Gewinn. Cheuvreux-Analyst Loic Sabatier wies aber darauf hin, dass die Airline angesichts der steigenden Kraftstoffpreise vorsichtig bleibe.
Im MDax waren die Papiere der SGL Group der Favorit, sie schnellten um 7,61 Prozent auf 34,645 Euro in die Höhe. Der Kohlenstoffspezialist erfüllte mit einem kräftigem Umsatz- und Gewinnplus seine Jahresziele 2010 und will im laufenden Jahr deutlich zulegen.
LANXESS NACH ZAHLEN ETWAS SCHWÄCHER
Die Eckdaten von Krones zum Geschäftsjahr 2010 fielen einem Händler zufolge etwas besser als gedacht aus. So hätten die Umsätze und die Gewinnkennziffern des Getränkeabfüllanlagen-Herstellers ein wenig über den durchschnittlichen Markterwartungen gelegen. Die Anteile stiegen daraufhin um 2,97 Prozent auf 45,76 Euro. Der Spezialchemiekonzern Lanxess liess dank starker Kautschuk- und Kunststoffgeschäfte die Krise 2010 mit einem Rekordergebnis hinter sich. Börsianer aber konnten sich für das Rekordergebnis kaum begeistern. Insgesamt zeige die Bilanz aus ihrer Sicht "Licht und Schatten", sie sei nur uneinheitlich ausgefallen. In der Folge sanken die Aktien um 0,68 Prozent auf 48,77 Euro.
Schliesslich stockt der im TecDax gelistete IT-Dienstleister Bechtle dank des Gewinnsprungs im vergangenen Jahr die Dividende auf. Daraufhin stiegen dessen Aktien um 2,28 Prozent.
la/gl

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