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FRANKFURT (awp international) - Belastet von schwachen Vorgaben aus Übersee hat der Dax am Dienstag an die Verluste des Vortages angeknüpft. Der deutsche Leitindex verlor 0,98 Prozent auf 5.854,46 Punkte. Für den MDax ging es um 0,89 Prozent auf 8.036,61 Punkte abwärts. Der TecDax gab um 1,09 Prozent auf 734,79 Punkte nach.
"Der Markt zeigt, wie stark wir derzeit an der Wall Street hängen", sagte Chefhändler Fidel Helmer vom Bankhaus Hauck & Aufhäuser und verwies auf die schwachen Vorgaben aus den USA. US-Präsident Barack Obama hatte am Vorabend zusätzliche Schritte zur Stimulierung der Wirtschaft in Aussicht gestellt und damit die Sorgen um die US-Wirtschaft angefeuert. Ähnliches hatte am Freitag auch schon der US-Notenbankchef Ben Bernanke geäussert. Aufgrund der beiden Aussagen sei damit zu rechnen, dass eine zweite Konjunkturdelle nicht zu vermeiden sein wird, sagte Helmer. Mit Spannung warte der Markt insofern auf weitere Konjunkturdaten aus den USA, die schon am Nachmittag und im weiteren Wochenverlauf folgen werden.
BAYER PROFITIERT VON XARELTO-STUDIE
Die Aktien von Bayer waren mit plus 1,91 Prozent auf 47,935 Euro der einzige Gewinner im Dax. Auftrieb gab es durch vorgelegte detaillierte Studiendaten zum Gerinnungshemmer Xarelto. Demnach zeigte sich der Wirkstoff beim klinischen Nutzen gegenüber der bisherigen Standardtherapie überlegen. Stützend habe sich zudem eine Lizenzvereinbarung der auf Hauterkrankungen spezialisierten Tochter Intendis mit Kythera Biopharmaceuticals ausgewirkt, hiess es am Markt.
Unter den schwächeren Werten im Dax waren die Papiere der Deutschen Bank und der Commerzbank zu finden, die um 1,59 und 2,05 Prozent nachgaben. Auch für die Papiere der Deutsche Börse ging es um 1,33 Prozent nach unten. Ein Bericht im "Handelsblatt", wonach die europäische Kommission gegen die Einführung einer EU-weiten Finanzmarktsteuer ist, hatte laut Marktteilnehmern keine positive Wirkung auf die Titel. Ein Analyst sagte, der Markt habe ohnehin nicht an eine solche Steuer geglaubt, und führte die Kursreaktion auf das schwache Marktumfeld und die Konjunktursorgen zurück.
THYSSENKRUPP MIT GRIECHISCHER WERFT IM BLICK
Die Aktien von ThyssenKrupp büssten 1,39 Prozent auf 21,31 Euro ein. Ein Händler verwies auf einen Bericht der "Börsen-Zeitung", dem zufolge der Stahlkonzern am diesem Tag in die finale Phase der Verhandlungen über die Zukunft der griechischen Werft Hellenic Shipyards (HSY) tritt. Scheiterten die Gespräche, werde spätestens in der kommenden Woche Insolvenz angemeldet, hiess es. Ein weiterer Börsianer machte zudem darauf aufmerksam, dass nachlassende Stahlimporte in China die Preise beeinflussen könnten.
Am Indexende standen unterdessen die Papiere von Infineon , die ihre Verluste des Vortages um 3,20 Prozent auf 4,301 Euro ausweiteten. Börsianer verwiesen auf Nachwirkungen des am Vortag angekündigten Verkaufs der Handychip-Sparte, deren Preis am Markt skeptisch beurteilt wurde. Analysten stellten sich weiterhin die Frage, wie Infineon nun die verfügbaren Barmittel einsetzen werde. In einem Medienbericht war am Dienstag auch von der Suche nach möglichen Zukäufen die Rede.
SOLARWERTE IM TECDAX IM FOKUS
Conergy fielen nach einem angekündigten Personalwechsel um 0,50 Prozent und hielten sich damit etwas besser als der TecDax. Finanzchef Jörg Spiekerkötter verlässt das Solarunternehmen auf eigenen Wunsch, sobald sein Vertrag Ende Oktober ausläuft. Nachfolger wird der bisherige Chefjurist Sebastian Biedenkopf. Weitere Solaraktien wie Q-Cells oder Solarworld waren dagegen unter den deutlicheren Verlierern. Händler sprachen von weiteren Auswirkungen der anstehenden Subventionskürzungen in Europa./tih/ajx
--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

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