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FRANKFURT (awp international) - Anhaltende Unsicherheiten haben dem deutschen Aktienmarkt am Donnerstag zugesetzt. Marktstratege David Buik von BGC Partners hält die Unruhen in Libyen samt der Folgen für den Ölpreis auf der einen und die europäische Schuldenkrise auf der anderen Seite für einen "giftigen Cocktail". Den Dax drückte das im frühen Handel auf den tiefsten Stand seit Januar, bevor er seine Verluste dann wieder leicht eindämmen konnte. Zuletzt lag der Leitindex mit 0,82 Prozent im Minus bei 7.072,97 Punkten. Der MDax sank um 0,95 Prozent auf 10.191,98 Punkte, und der TecDax verlor 1,23 Prozent auf 883,87 Punkte.
Die US-Ratingagentur Moody's hatte mit der Abstufung der Kreditwürdigkeit Spaniens an die Schuldenprobleme in der Eurozone erinnert. Der Ausblick bleibt negativ, so dass eine weitere Herabstufung droht. Auch das überraschende Handelsbilanzdefizit von China wertete ein anderer Marktstratege als Nackenschlag für die Zuversicht der Anleger, auch wenn der Zeitpunkt des chinesischen Neujahrsfestes die Daten etwas verzerre. Für China ist es das erste Defizit seit März vergangenen Jahres und zudem das deutlichste seit Februar 2004. Schwach ausgefallene wöchentliche Arbeitsmarktdaten aus den USA trugen am Nachmittag dann ihr Übriges zur trüben Stimmung bei.
K+S, LINDE, DEUTSCHE POST, MUNICH RE, VW und BMW IM DAX MIT ZAHLEN
Alleine im Dax legten mit K+S , Linde , der Deutschen Post , Munich Re sowie Volkswagen und BMW sechs Unternehmen ihre Zahlen vor. Post-Anteile gehörten mit einem Aufschlag von 0,97 Prozent auf13,060 Euro zu den besseren Werten im Dax und profitierten dabei vor allem von einer unerwartet hohen Dividende. Die Bilanz für 2010 selbst wurde trotz eines Rekordgewinns als "gemischt" beurteilt.
Linde-Aktien büssten bis zum Nachmittag ihre frühen Gewinne komplett ein und lagen zuletzt prozentual unverändert bei 112,65 Euro. Der Industriegase-Spezialist hatte das Jahr 2010 mit einem neuen Spitzenwert beim Gewinn und Umsatz abgeschlossen und nach dem vorherigen Stillstand für 2010 wieder eine Dividendenerhöhung angekündigt. Für einen weiteren Marktteilnehmer klang der Ausblick indes eher vorsichtig formuliert.
Deutlich nach unten ging es mit minus 2,15 Prozent für die Papiere der Munich Re , die bei 115,85 Euro gehandelt wurden. Der weltgrösste Rückversicherer sieht sein Gewinnziel wegen der bereits aufgelaufenen Kosten für Naturkatastrophen in Gefahr. VW-Vorzugsaktien sanken um 3,17 Prozent auf 114,70 Euro, obwohl der Konzern nach dem besten Jahr der Unternehmensgeschichte 2010 in diesem Jahr erneut Rekorde bei Absatz, Umsatz und Gewinn erzielen will. Börsianer verwiesen auf Gewinnmitnahmen. Zudem hätten die Zahlen nichts Unerwartetes beinhaltet.
TOGNUM WEITER GEFRAGT ? GEA MIT AUSBLICK IM FOKUS
Auch im MDax standen Unternehmen mit Geschäftsergebnissen im Fokus. Dabei stiegen die zuletzt vom Übernahmeinteresse von Daimler und Rolls-Royce bereits deutlich nach oben getriebenen Tognum-Aktien um weitere 2,61 Prozent auf 25,550 Euro. Der heiss umworbene Dieselmotoren- und Energieanlagenspezialist ist nach dem Einbruch im Krisenjahr 2009 operativ wieder in Fahrt. Börsianer lobten die Zahlen.
Der Maschinenbau-Konzern Gea hat sich indes für das laufende Jahr mindestens fünf Prozent organisches Wachstum bei Auftragseingang und Umsatz vorgenommen. Einige Analysten werteten den Ausblick jedoch als Enttäuschung. Entsprechend rutschten die Aktien um 2,04 Prozent auf 22,135 Euro ab. Nach einer Hochstufung von Goldman Sachs waren die Papiere von Südzucker dagegen mit plus 3,87 Prozent bester Wert im Index mittelgrosser Werte.
Im TecDax gehörten Manz mit minus 2,93 Prozent auf 44,12 Euro zu den schwächsten Werten. Der auf die LCD- und Solarindustrie spezialisierte Maschinenbauer hat es dank einer wieder erstarkten Nachfrage 2010 operativ wieder in die Gewinnzone geschafft. Allerdings gerade so, monierte ein Analyst, der mit einem deutlich höheren Ergebnis gerechnet hatte. Am 21. März müssen die Papiere zudem ihren Platz im Technologie-Auswahlindex räumen./ag/tih/chs

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