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FRANKFURT (awp international) - Der Dax dürfte am Freitag dank Hoffnungen auf eine Entspannung bei der japanischen Atomkrise seine vortags begonnene Erholung fortsetzen. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den Leitindex stand gegen 8.05 Uhr bei 6.728 Punkten und damit 1,07 Prozent über dem Xetra-Vortagsschluss. Davor hatte das Börsenbarometer sechs Tage in Folge nachgegeben und war zwischenzeitlich auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2010 abgesackt.
Die Atomkrise in Japan scheine sich etwas zu stabilisieren und auch die Hilfezusagen der anderen Industriestaaten stützten die Börsen, sagte Aktienhändler Chris Weston von IG Markets. Die Vorgabe ist zudem positiv: Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial gewann 0,74 Prozent seit dem Xetra-Schluss am Vortag. Der Nikkei-225-Index legte am Morgen um 2,72 Prozent zu. Am Ende einer besonders turbulenten Woche für die Japaner bleibt aber noch ein Minus von etwas mehr als zehn Prozent in dem Leitindex. Im Fokus der Börsianer steht auch der grosse Verfall an den Terminterminbörsen, der "Hexensabatt", der traditionell viel Bewegung an die Börsen bringt.
Die Adidas-Titel rücken mit Zahlen des US-Rivalen Nike in den Blick. Der weltgrösste Sportartikelkonzern leidet unter gestiegenen Kosten und konnte die Analystenerwartungen in seinem dritten Geschäftsquartal nicht erfüllen. Nachbörslich fiel die Aktie um mehr als fünf Prozent. Auch die Worte von Konzernchef Mark Parker, dass Nike jede Menge Neuheiten im Köcher habe, konnten die Anleger nicht gnädig stimmen. Nike spürte eigenen Angaben zufolge die gestiegenen Beschaffungskosten. Ein Börsianer sagte: "Bisher hat sich Adidas optimistisch gezeigt, seine operative Marge zu halten oder gar zu verbessern - der Bericht von Nike könnte hier etwas Unsicherheit bringen. Das könnte die Adidas-Aktien belasten." Beim Broker Lang & Schwarz verloren sie vorbörslich mehr als ein Prozent.
Mit einem Pressebericht stehen die Aktien von MAN im Fokus. Die Einigung zwischen dem Nutzfahrzeughersteller und dem arabischen Staatsfonds IPIC im Streit um den skandalgeschüttelten Industriedienstleister Ferrostaal verzögert sich laut "Financial Times Deutschland" (FTD) abermals. Anders als erhofft werde MAN am Montag zur Bilanzpressekonferenz keine Lösung präsentieren können. Ohne eine baldige Beilegung des Streits sei aber auch Volkswagens Fahrplan für die angestrebte Lkw-Allianz von MAN und Scania kaum mehr einzuhalten. Die VW-Tochter Scania sollte möglichst noch im April ein Gebot für MAN abgeben. Händler sahen in der Nachricht eine leichte Belastung für die Aktie. "Es ist zwar nur ein Update zu einer schon länger laufenden Geschichte. Doch eine Einigung über Ferrostaal ist nun einmal eine der Vorbedingungen für eine Übernahme von MAN durch Scania." Dennoch zeigten sich die Titel vorbörslich etwas fester.
Auch die Papiere von Gagfah gerieten mit einem vorbörslichen Minus von knapp drei Prozent unter Druck , nachdem die FTD berichtet hatte, dem Immobilienkonzern drohe eine mögliche Klage der Deutschen Rentenversicherung (DRV Bund). Der DRV Bund habe der Zeitung auf Anfrage gesagt, wenn der Rat der Stadt Dresden eine Klage gegen Gagfah beschliesse, werde auch die Rentenversicherung eine "Überprüfung der Einhaltung der betreffenden Schutzpflichten (...) vornehmen." Ein Börsianer wertet die Nachrichten für das im MDax gelistete Unternehmen klar negativ, zumal die mögliche weitere Klage umfangreicher ausfallen könnte als die von der Stadt Dresden drohende.
Die SDax-notierte Fluggesellschaft Air Berlin legte vorläufige Zahlen für das vergangene Jahr vor, die laut einem Börsianer nicht für Freude sorgten. "Sie sind aber keine Überraschung mehr, nachdem Air Berlin schon vor ein paar Tagen Einblick in die Entwicklung 2010 gegeben hat.". Bei Lang & Schwarz legten die Aktien etwas zu./gl/rum

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