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AKTIEN FRANKFURT/Ausblick: Dax leicht im Minus erwartet - Schwache Vorgaben

FRANKFURT (awp international) - Angesichts schwacher Vorgaben dürfte der Dax am Dienstag leicht im Minus in die verkürzte Handelswoche nach Ostern starten. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex stand gegen 8.10 Uhr bei 7.284 Punkten und damit um 0,15 Prozent unter dem Xetra-Schlussstand vom Mittwoch. In der Vorwoche hatte eine Kursrally den Dax noch auf den höchsten Stand seit Anfang März getrieben.
Kursverluste an den Überseebörsen könnten nun zu moderaten Gewinnmitnahmen führen. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial hatte vom höchsten Stand seit 2008 aus leicht nachgegeben. Seit Gründonnerstag zum Xetra-Schluss verlor der Future auf den Leitindex 0,13 Prozent. In Asien gab es am Morgen sogar deutlichere Abschläge. Für neue Impulse dürfte am Nachmittag das US-Verbrauchervertrauen sorgen. Unternehmensseitig dürften vor allem Aussagen ausländischer Konkurrenten und Presseberichte für Bewegung bei einzelnen Aktien sorgen. Zudem legte der Sportartikelhersteller Puma Zahlen vor.
BANKEN NACH ZAHLEN VON UBS IM BLICK
Bankentitel wie die der Deutschen Bank und der Commerzbank stehen nach den Zahlen eines Konkurrenten im Blick. Die Schweizer Grossbank UBS ist auf Erholungskurs und konnte den Vorsteuergewinn zum Jahresbeginn im Vergleich zum Schlussquartal 2010 um eine Milliarde auf 2,2 Milliarden Franken steigern. Dabei profitierte das Unternehmen von den deutlich gestiegenen Handelsaktivitäten an den Finanzmärkten. Der Überschuss erhöhte sich indes im Vergleich zum Vorquartal wegen negativer Steuereffekte nur leicht auf 1,8 Milliarden Franken. Laut einem Händler liegen die Zahlen auf den ersten Blick im Rahmen der Erwartungen, so dass der Einfluss auf die Aktienkurse der deutschen Konkurrenten sich in Grenzen halten sollte. Positiv hob er indes hervor, dass der Neumittelzufluss die Schätzungen deutlich übertroffen habe.
Die Papiere der Deutschen Börse dürften nach Aussagen zu Kosteneinsparungen durch die geplante Fusion mit der NYSE Euronext in den Fokus geraten. Die beiden Konzerne kalkulieren nun mit höheren Kosteneinsparungen, was den Gewinn nach oben treiben und den Zusammenschluss damit für die Aktionäre attraktiver machen würde. NYSE-Chef Duncan Niederauer hatte etwa der "Financial Times" (Montag) gesagt, dass er statt mit 300 Millionen Euro jetzt mit Einsparungen rechne, die "näher an 400 Millionen Euro" lägen. Dies sollte den Titeln der Deutschen Börse zumindest etwas Schwung verleihen, sagte ein Händler. Andererseits steige dadurch das Risiko, dass die Offerte für die NYSE noch einmal aufgebessert werden muss.
PORSCHE WILL ABSATZ MASSIV AUSBAUEN
Die Aktien von Porsche und Volkswagen sollten nach einem Pressebericht im Auge behalten werden. Porsche will demnach den Absatz und sein Handelsnetz massiv ausbauen. "Derzeit haben wir 700 Händler weltweit. Bis 2015 werden wir voraussichtlich 200 weitere ans Netz nehmen. Die Zahl der Mitarbeiter unserer Händler wird damit von derzeit 14.000 auf voraussichtlich rund 20.000 steigen", sagte Porsche-Marketing- und Vertriebsvorstand Bernhard Maier im Interview mit der Fachzeitschrift "Automotive News Europe". Der Porsche-Absatz solle dieses Jahr im zweistelligen Prozentbereich wachsen, berichtete die Zeitschrift unter Berufung auf Porsche-Führungskreise. Ein Händler rechnet nicht mit einer grösseren Kursreaktion, da ein Grossteil des operativen Geschäfts ja bereits VW gehöre.
Umsatzzahlen von Michelin könnten die Continental-Aktien stützen. Der französische Reifenhersteller hatte im ersten Quartal 2011 eine deutliche Verbesserung der Nachfrage über alle Sparten hinweg gespürt. Der Umsatz war im Vergleich zum Vorjahr um 28 Prozent geklettert. An seiner Preispolitik, einen Grossteil der steigenden Rohstoffkosten an seine Kunden weiterzugeben, wolle das Unternehmen festhalten, hiess es in der Mitteilung des Continental-Konkurrenten. "Conti dürfte ebenfalls von den starken Michelin-Zahlen profitieren", sagte ein Börsianer. Schon vor dem Handelsbeginn legten die Titel um etwas mehr als ein halbes Prozent zu. Beim Sportartikelhersteller Puma sorgten Quartalszahlen für vorbörsliche Gewinne von 0,76 Prozent.
AIXTRON-KONKURRENT VEECO SIEHT STARKE CHINA-NACHFRAGE
Positive Geschäftserwartungen eines US-Konkurrenten gaben den Aktien von Aixtron ebenfalls schon vorbörslich mit einem Plus von anderthalb Prozent Auftrieb. Der Chipindustrie-Ausrüster Veeco Instruments erwartet, im zweiten Quartal den Auftragseingang dank einer starken Nachfrage aus China um mindestens 25 Prozent zu steigern. Nachbörslich stieg die Veeco-Aktie um knapp fünf Prozent. "Diese Aussagen über die anhaltende Auftragsstärke aus China sollten auch Aixtron helfen", sagte der Börsianer. Barclays senkte indes das Kursziel für die Titel des auf Leuchtdioden-Anlagen spezialisierten Maschinenbauers von 33 auf 27 Euro und bestätigte das Votum "Equal-weight."/gl/chs

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