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FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt wird am Freitag voraussichtlich etwas schwächer in den Handel starten. Nach den erfolgreichen Anleihe-Auktionen in Europa und den enttäuschenden wöchentlichen Arbeitslosenanträgen in den USA dürfte laut Marktanalyst Ben Potter von IG Markets die Schwankungsanfälligkeit an den Märkten vor dem Wochenende zunehmen. Zudem stehen an diesem Tag noch zahlreiche US-Konjunkturdaten auf der Agenda, wodurch die Unsicherheit hoch bleiben dürfte. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex stand gegen 8.10 Uhr bei 7.052 Punkten und damit 0,32 Prozent unter seinem Vortagsschluss.
Am Donnerstag waren in den USA die wichtigsten Aktienindizes überwiegend etwas leichter aus dem Handel gegangen. Der Future auf den Leitindex Dow Jones dagegen zeigte sich seit dem europäischen Handelsschluss nur leicht schwächer mit minus 0,09 Prozent. Besser als erwartet ausgefallene Zahlen des weltgrössten Chipherstellers Intel dürften die Stimmung indes etwas stützen.
TECHWERTE DÜRFTEN VON INTEL PROFITIEREN
Vor allem Umsatz und Bruttomarge von Intel sowie der Ausblick auf das erste Quartal überzeugten die Marktteilnehmer. Das sollte sich positiv auf den Technologiesektor auswirken, sagten Börsianer. Profitieren könnten davon etwa Infineon , Dialog Semiconductor oder auch Aixtron .
Der Walldorfer Softwarekonzern SAP, der am Vortag kurz vor Börsenschluss überraschend seine Jahresbilanz vorgelegt hatte, dürfte ebenfalls Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Nachdem die Aktie nach den Eckzahlen bereits um 3,5 Prozent zugelegt hat, könnten weitere Kursgewinne folgen, da nun zahlreiche Analysten ihre Kursziele anhoben, so etwa die Experten der Banken UBS, Barclays und Unicredit.
HEDGEFONDS WOLLEN BEI HOCHTIEF AKTIV WERDEN
Die Aktien von Hochtief könnten von einem Artikel im "Handelsblatt" profitieren. Die Wirtschaftszeitung berichtete ohne Quellenangabe, dass Hedgefonds möglicherweise die Pläne des spanischen Baukonzerns ACS zur Übernahme von Hochtief torpedieren wollen. Sie seien unzufrieden über das Tauschverhältnis von Hochtief- in ACS-Papiere, so dass sie überlegten, bereits zum Tausch angebotene Hochtief-Aktien aufzukaufen. Dadurch soll ACS am Ende der Umtauschfrist am 18. Januar doch noch unter die angestrebte 30-Prozent-Marke bei Hochtief rutschen. Ein Händler sagte dazu: "Das dürfte Spekulationen anheizen, dass der ACS-Konzern sein Übernahmeangebot erneut verbessern muss."
Nicht überraschend dürfte sein, dass der VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech einem Verkauf der VW-Nutzfahrzeugbeteiligungen Scania und MAN an Fiat ausgeschlossen hat. Am Montag hatte Konzernchef Sergio Marchionne sein Interesse bekundet, was zeitweise allerdings als Spass aufgefasst worden war, bevor Fiat von einem "ernsthaften Interesse" sprach. Piech nun erteilte einem solchen möglichen Kaufinteresse Marchionnes eine deutliche Absage. "Jemand, der bei Pkw schrumpft, soll nicht den Mut haben, sich die beiden besten Lkw-Marken Europas unter den Nagel zu reissen. Sie sind nicht verkäuflich", sagte Piech der "Financial Times Deutschland".
Verkehrszahlen stehen beim Flughafenbetreiber Fraport im Blick. Trotz zweier heftiger Winter und der Vulkanasche aus Island schloss Fraport mit einem deutlichen Plus bei Passagieren und Fracht ab. Im Dezember musste der Frankfurter Flughafen wegen der wetterbedingten Flugausfälle allerdings bei den Passagierzahlen einen Rückgang um 1,6 Prozent hinnehmen. Börsianer werteten die Zahlen nicht als Überraschung, weshalb nicht mit einer grösseren Kursreaktion zu rechnen sei./ck/tih

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