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FRANKFURT (awp international) - Der Dax dürfte auch am Donnerstag seinen Rekordkurs zunächst fortsetzen. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex stand gegen 8.05 Uhr bei 7.328 Punkten. Damit zeigte er sich mit 0,10 Prozent über dem Dax-Schluss auf Xetra am Vortag.
Der Leitindex hatte am Mittwoch mit 7.350 Punkten abermals eine neue Höchstmarke seit Januar 2008 gesetzt. Vor allem die US-Vorgaben geben weiter freundliche Impulse im Aufwärtstrend. So schloss der US-Leitindex Dow Jones mit leichten Gewinnen so hoch wie seit Mitte Juni 2008 nicht mehr. Der Future auf den US-Leitindex stieg am Donnerstag um weitere 0,16 Prozent seit dem Handelsschluss auf Xetra am Vortag. Von den anderen US-Indizes und den asiatischen Börsen kamen dagegen uneinheitliche Signale. Besondere Beachtung dürfte am Vormittag der Monatsbericht der Europäischen Zentralbank finden. Am Nachmittag folgen noch einige US-Daten, unter anderem mit den wöchentlichen Arbeitsmarktdaten.
DEUTSCHE BÖRSE IN FUSIONSGESPRÄCHEN MIT DER NYSE EURONEXT
Die Aufmerksamkeit auf sich ziehen dürften die Papiere der Deutschen Börse . Der deutsche Börsenbetreiber und Konkurrent NYSE Euronext hatten am späten Mittwochnachmittag "fortgeschrittene Gespräche" über einen möglichen Zusammenschluss bestätigt. Die Analysten der UBS bezeichneten ein mögliche Fusion der beiden Börsenbetreiber als "attraktiven Deal". Im vorbörslichen Handel beim Broker Lang & Schwarz (L&S) schnellten die Titel der Deutschen Börse bereits um über acht Prozent in die Höhe. So stark hatten sie bereits im nachbörslichen Handel bei L&S am Mittwochabend zugelegt.
Die Aktien der Lufthansa aber könnten Händlern zufolge unter Druck geraten. Die Fluggesellschaft Air France-KLM hatte am Mittwochabend nach einem unerwartet schwierigem dritten Quartal eine Gewinnwarnung herausgegeben. "Das ist keine gute Nachricht für den deutschen Branchenprimus", meinte ein Börsianer. Bei L&S notierten die Anteile der Lufthansa denn auch im Minus.
ERGEBNISSPRUNG BEI HEIDELBERGCEMENT
Indes läuft die Berichtssaison bei den MDax-Unternehmen weiter auf Hochtouren. Eine deutliche Erholung in Nordamerika und Europa hatte etwa dem Baustoffkonzern HeidelbergCement im Schlussquartal 2010 zu einem Ergebnissprung verholfen. Händlern zufolge blieben die Quartalszahlen zwar hinter den Erwartungen zurück. Den Ausblick beurteilten sie jedoch positiv. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten die Heidelberger ein anhaltendes Wachstum in den Regionen Asien-Pazifik und Afrika-Mittelmeerraum sowie eine Fortsetzung der Erholung in Nordamerika und Europa.
Der Hersteller von Spezialverpackungen Gerresheimer hat die Krise im Geschäftsjahr 2010 mit einem Rekordgewinn hinter sich gelassen und will wieder eine Dividende ausschütten. Der Konzern erfüllte die selbst gesteckten Ziele und übertraf die Erwartungen der Analysten überwiegend. Bei L&S legten die Titel zu.
RHÖN-KLINIKUM PROFITIERT VON HÖHERER PATIENTENZAHL
Geschäftszahlen präsentierte auch der Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum . Das Unternehmen hat 2010 dank einer höheren Patientenzahl mehr verdient als im Vorjahr. Das Management erreichte zwar seine eigenen Erwartungen. Analysten dagegen hatten sowohl beim Umsatz wie auch beim Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen mit etwas mehr gerechnet.
Fraport-Aktien erwartet ein Händler nach "starken Verkehrszahlen" weiter freundlich. Auch das Frachtgeschäft legte weiter zu. "Der Januar ist allerdings nicht gerade der wichtigste Monat für Fraport", erinnerte der Börsianer. Mit Aussagen zum Geschäftsverlauf rücken schliesslich auch die Papiere des Schaltkreis-Herstellers Dialog Semiconductor in den Blick.
la/gl

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