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AKTIEN FRANKFURT/Ausblick: Etwas leichter erwartet - "Grosser Verfall" im Blick

FRANKFURT (awp international) - Vor dem 'Grossen Verfall' an den Terminbörsen wird der Dax am Freitag etwas leichter erwartet. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex stand gegen 8.05 Uhr bei 7.083 Punkten und damit um 0,38 Prozent unter dem Xetra-Schlussstand vom Donnerstag, als er sein zeitweise kräftiges Minus bis zum Handelsende fast komplett aufgeholt hatte.
Vor allem die Situation in Griechenland bleibt ein anhaltender Unsicherheitsfaktor. Zudem rechnen Börsianer angesichts des "Hexensabbats" auslaufender Futures und Optionen auf Indizes und Aktien mit höherer Volatilität. Die Vorgaben sind leicht negativ: So hatten die Standardwerte an der Wall Street zwar moderat in Plus geschlossen, der Future auf den Dow Jones Industrial verlor seit dem Xetra-Handelsschluss vom Vortag aber 0,28 Prozent. Auch in Asien dominierten Verluste auf der Kurstafel. Nach dem Verfall am Mittag dürfte insbesondere das von der Uni Michigan ermittelte US-Verbrauchervertrauen den bislang noch leicht positiven Wochensaldo bestimmen.
DEUTSCHE BANK MIT KAPITALREGELN IM BLICKFELD
Nicht nur wegen Griechenland standen auch am Freitag wieder Bankenwerte im Blickfeld. Aktien der Deutschen Bank büssten vorbörslich 0,99 Prozent ein, was Börsianer mit Berichten über Basel-III-Kapitalanforderungen begründeten. So heisst es in der "Financial Times Deutschland" etwa, dass die Bankenregulierer in der kommenden Woche deutlich höhere Kapitalquoten für die nunmehr 30 grössten und damit systemrelevanten Banken der Welt beschliessen wollen. Laut zwei mit den Vorgängen betrauten Personen sollen dabei die acht wichtigsten Institute künftig wohl eine Kernkapitalquote von mindestens 9,5 Prozent aufweisen - das sind 2,5 Prozentpunkte mehr, als das Basel III genannte Regime für die Kapitalausstattung eigentlich vorsehe. "Das dürfte die Aktien systemrelevanter Banken etwas belasten", sagte ein Händler.
Aktien der Deutschen Post lagen derweil bei Lang & Schwarz knapp im Minus, nachdem Goldman Sachs laut Händlerangaben das Kursziel für die Papiere des Logistikkonzerns von 17,70 auf 16,20 Euro gesenkt hat. Des weiteren dürften noch die Aktien von Porsche und Volkswagen im Blickfeld der Anleger stehen. Die Aktionäre der Porsche Automobil Holding SE treffen sich an diesem Freitag zur Hauptversammlung in Stuttgart. Im Mittelpunkt des Aktionärstreffens dürfte die gemeinsame Zukunft der beiden Autobauer stehen. Derweil sind die Auto-Neuzulassungen im Mai in der Europäischen Union gestiegen, wie der europäische Branchenverband ACEA mitteilte.
CELESIO WENIG OPTIMISTISCH FÜR DAS GESAMTJAHR
Die Aktien von Celesio büssten vorbörslich etwas mehr als zwei Prozent ein. Der Arzneigrosshändler kündigte am Vorabend unter anderem wegen der staatlichen Sparmassnahmen in Europa an, dass die Zielspanne für das operative Jahresergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) nicht mehr deutlich über 600 Millionen Euro liege, wie es die Schätzungen der Analysten annähmen. Morgan-Stanley-Analyst Michael Jungling reduzierte daraufhin bereits seine Gewinnprognosen und senkte das Kursziel von 14,70 auf 11,90 Euro. Auch Nomura hat nach Händlerangaben das Ziel gesenkt.
Ferner werden am Freitag im MDax einige Werte ex Dividende gehandelt. Der Hafenbetreiber HHLA schüttet 0,55 Euro je Anteil aus, der Generikahersteller Stada zahlt 0,37 Euro je Aktie und Aktionäre des Einkaufszentrum-Betreibers Deutsche Euroshop erhalten 1,10 Euro für jeden Anteilsschein./tih/gl

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