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FRANKFURT (awp international) - Eingekesselt zwischen freundlichen Impulsen aus den USA und negativen Signalen aus Asien dürfte der Dax am Dienstag kaum verändert in den Handel starten. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den Dax notierte gegen 8.10 Uhr bei 6.073 Punkten und damit vier Punkte unter seinem Stand zum Xetra-Schluss am Montag.
Die US-Börsen hatten am Montag etwas fester geschlossen und der Future auf den US-Leitindex Dow Jones (DJIA) gewann seit dem Xetra-Schluss 0,37 Prozent hinzu. Nach der Schlussglocke in New York eröffnete der Aluminiumkonzern Alcoa mit besser als erwartet ausgefallenen Zahlen die US-Berichtssaison. Allerdings hoben Händler hervor, dass sich der Optimismus in Asien nach den jüngsten Meldungen zum chinesischen Immobilienmarkt nicht durchsetzen konnte. Dies belastete am Morgen auch den japanischen Aktienmarkt, wo der Nikkei-225-Index ins Minus drehte. Nachdem der ZEW-Index am Vormittag noch für Interesse sorgen könnte, dürften die Marktteilnehmer dann gespannt auf die Intel-Zahlen nach US-Handelsschluss warten.
VERSORGER NACH PRESSEBERICHT IM FOKUS
Aktien der Versorger Eon und RWE stehen nach einem Pressebericht im Fokus. Die "Financial Times Deutschland" (FTD) schreibt über Überlegungen in der schwarz-gelben Koalition, Kernkraftwerksbetreibern längere Laufzeiten nicht zuzuteilen, sondern sie zu versteigern. ?Das ist ein interessanter Vorschlag, der eine ernsthafte Prüfung verdient?, sagte Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) dem Blatt. Ein Händler sieht in dem Bericht einen Belastungsfaktor für die Aktienkurse von Eon und RWE. "Eine Versteigerung würde die wirtschaftlichen Vorteile einer Laufzeiten-Verlängerung wahrscheinlich verringern, da sie zunächst einmal deutliche Mehrkosten für die Unternehmen bedeuten würde", sagte er.
K+S-Titel sollten Marktteilnehmer ebenfalls im Auge behalten. Ein Händler verwies auf den Konkurrenten Mosaic , der derzeit in den USA mit Vorwürfen von Umweltgruppen zu kämpfen hat. Insgesamt dürften direkte Auswirkungen für K+S zwar begrenzt sein. Allerdings habe der deutsche Düngemittelhersteller derzeit selbst mit ähnlichen Problemen zu kämpfen.
Umsatzzahlen eines Konkurrenten und Analystenkommentare könnten die Aktien von Henkel und Beiersdorf in Bewegung bringen. Der weltgrösste Kosmetikkonzern L'Oreal steigerte im zweiten Quartal seinen Umsatz von 4,399 auf 4,945 Milliarden Euro. Im ersten Quartal hatten die Franzosen noch einen geringeren Umsatzprung hingelegt. "Der Umsatzanstieg im ersten Halbjahr spiegelt unsere Rückkehr zu starkem Wachstum wider", sagte Unternehmenschef Jean-Paul Agon. "Zudem profitierten wir von sehr positiven Währungseffekten, die sich im Jahresverlauf noch verstärken könnten." Ein Händler sagte, auch die deutschen Konkurrenten sollten von den leicht besseren Umsatzzahlen und zuversichtlichen Aussagen zum Gesamtjahr profitieren. Bei Henkel dürfte allerdings bremsen, dass Goldman Sachs die Aktie auf eine Verkaufsempfehlung abgestuft und das Kursziel gesenkt hat. Dagegen hob die US-Bank das Ziel für Beiersdorf an und blieb bei ihrem Kaufvotum. Vorbörslich ging es für Henkel nach unten, wogegen Beiersdorf zulegen konnten.
SÜDZUCKER-TOCHTER CROPENERGIES LEGT ZAHLEN VOR
Für Anteilsscheine des grössten europäischen Zuckerproduzenten Südzucker ging es nach den Zahlen der Tochter Cropenergies ebenfalls schon vor dem Handelsstart nach oben. Danach steigerte der Bioethanol-Hersteller im ersten Quartal sowohl den Umsatz als auch das Ergebnis. Zudem sei der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr mehr oder weniger bestätigt worden, sagte ein Händler. Da Südzucker selbst bereits vor einigen Wochen vorläufige Zahlen vorgelegt hatte, dürfte der Quartalsbericht aber keine grosse Überraschung sein, fügte der Börsianer hinzu./gl/ag

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