Navigation

AKTIEN FRANKFURT/Ausblick: Kaum verändert - Verkürzte Handelssitzung

Dieser Inhalt wurde am 30. Dezember 2009 - 08:20 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Mittwoch kaum verändert in den verkürzten letzten Handelstag gehen. Nach leichten Rücksetzern an der Wall Street und in Tokio zeichnet sich für den Dax auf Basis des ausserbörslichen Indikators X-Dax um kurz nach 8.00 Uhr eine Eröffnung bei 6.009 Punkten und damit nur 2 Punkte unter dem Vortagesschluss ab. Am Dienstag hatte der Leitindex mit 6.026 Zählern zeitweise abermals den höchsten Stand seit September 2008 erklommen.
Die US-Börsen hatten ihre Jahreshöchststände nicht gehalten und waren im späten Geschäft ins Minus gerutscht. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial Average (DJIA) gab seit dem Xetra-Schluss am Vortag um 0,35 Prozent nach. In Tokio schloss der Nikkei-225-Index mit einem Verlust. Nach den jüngsten Kursgewinnen könnten Anleger am letzten Handelstag der auslaufenden Dekade versucht sein, ein paar Gewinne noch zu kassieren, sagte ein Börsianer. In Deutschland hört der Xetra-Handel um 14.00 Uhr auf.
Bei voraussichtlich ruhigem Handel sollten Anteilsscheine der Munich Re im Auge behalten werden. Der Rückversicherer erwägt wegen der steigenden Zahl von Naturkatastrophen eine Erhöhung der Beiträge. Das bestätigte das Unternehmen dem "Tagesspiegel". "Wenn sich die Gefährdungslage dauerhaft verändert, müssen wir unsere Preise anpassen", zitiert die Zeitung eine Sprecherin. "Was sollte ein Versicherer auch anderes machen?", lautete der Kommentar von Heino Ruland, Marktexperte von Ruland Research.
Wenig Impulse erwarten Börsianer auch von einem Presseinterview mit Daimler . Der Automobilhersteller werde eine Modelloffensive starten und sie 2011 beschleunigen, sagte Unternehmenschef Dieter Zetsche dem "Handelsblatt". Ferner kündigte er ein neues Markenmotto an. Zudem habe Daimler, getrieben von der E-Klasse, ein sehr gutes Momentum im Absatz aufgebaut. Die meisten Kommentare von Zetsche seien bereits bekannt, so ein Händler.
Aktien von Drägerwerk dürften laut einer Händlereinschätzung indes mit leichten Aufschlägen starten. Wie der Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller bereits am Vorabend nach Xetra-Schluss mitgeteilt hatte, erwirbt er vom Siemens-Konzern dessen 25-prozentigen Minderheitsanteil an der Dräger Medical AG & Co. KG. "Drägerwerk hat mehrfach angekündigt, den Minderheitsanteil der Sparte zurückkaufen zu wollen", sagte der Börsianer. Der Preis liege ebenfalls im Rahmen der Erwartungen. Dennoch dürfte die Nachricht an sich leicht positiv für Drägerwerk sein, während sie für Siemens zu klein sei, um als kursrelevant betrachtet zu werden.
Papiere der Zementhersteller Dyckerhoff und HeidelbergCement könnte ein Interview belasten. Es werde mindestens drei bis fünf Jahre dauern, bis die Märkte für Baustoffe in den vom Nachfrageeinbruch in den vergangenen Jahren am stärksten betroffenen reifen Volkswirtschaften wieder ihren Höhepunkt erreichen, sagte der Vorstandschef des Zementherstellers Holcim , Markus Akermann, der "Financial Times Deutschland". Er rechnet mit einem "schmerzhaften Anpassungsprozess"./ag/la

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?