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AKTIEN FRANKFURT/Ausblick: Kaum verändert - Warten auf US-Arbeitsmarktbericht

Dieser Inhalt wurde am 08. Oktober 2010 - 08:19 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt wird am Freitag nahezu unverändert erwartet. Gegen 8.05 Uhr stand der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex bei 6.277 Punkten und damit 0,01 Prozent über dem Xetra-Schluss vom Vortag.
Vor dem US-Arbeitsmarktbericht, der am Nachmittag traditionell für stärkere Kursschwankungen an den weltweiten Finanzmärkten sorgen dürfte, werden sich die Investoren zurückhalten, sagten Börsianer. Die Vorgabe sei ebenfalls nicht eindeutig: Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial gewann 0,11 Prozent seit dem Xetra-Schluss am Vortag, während der Nikkei-225-Index knapp ein Prozent tiefer schloss. Neben dem mit Spannung erwarteten Arbeitsmarktbericht stehe wenig entscheidendes auf der Agenda, sagten Händler. Bei den Einzelwerten könnten Umsatzzahlen von Givaudan die deutsche Symrise mit bewegen.
Um 1,37 Prozent nach oben ging es im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz (L&S) für die Papiere von K+S . Händler verwiesen auf Medienberichte, wonach der Minenbetreiber Rio Tinto an Zukäufen in verschiedenen Sektoren wie etwa dem Düngemittelsektor interessiert sei. Wie ein Händler kommentierte, sei dies das erste Mal, dass Rio offiziell Interesse an einem Düngemittelhersteller bekunde. Allerdings hätten Analysten schon seit einiger Zeit erklärt, dass der Konzern sich hier für Anbieter interessiere, weshalb der Einfluss auf den Markt für begrenzt gehalten wurde.
Im Fokus standen auch weiterhin die Aktien von Demag Cranes , die im vorbörslichen Handel zulegten. Wie die "Financial Times Deutschland" (FTD) berichtet, bereitet sich der US-Baumaschinenhersteller Terex darauf vor, im Falle einer Offerte von Konecranes ebenfalls ein Gebot abzugeben. "Die Spekulation könnte die Aktien zunächst stützen", sagte ein Händler. "Im späteren Verlauf sollte sich dies jedoch abkühlen", ergänzte der Börsianer mit Verweis darauf, dass die FTD im selben Bericht auch davon sprach, dass sich bei einem Kauf von Demag Cranes durch Konecranes kartellrechtliche Probleme abzeichnen würden.
Nach den Zahlen von Alcoa standen auch die Stahlwerte vorbörslich unter Beobachtung. Der US-Aluminiumkonzern hatte am Vorabend traditionell die Berichtssaison eingeleitet und dabei positiv überrascht, worauf die Aktien im nachbörslichen US-Handel 2,38 Prozent zulegten. Die Titel von ThyssenKrupp gewannen bei Lang & Schwarz (L&S) 0,35 Prozent hinzu, Salzgitter waren nahezu unverändert. Indes hatten die Analysten von JPMorgan in einer Branchenstudie aber auch die Kursziele für beide Werte gesenkt.
Hugo Boss waren vorbörslich ebenfalls im Plus. Händler verwiesen darauf, dass sich Vorstandschef Claus-Dietrich Cohrs am Donnerstag optimistisch zu den kommenden beiden Jahren gezeigt hatte. Die Nachfrage könnte sich nach seinen Einschätzung deutlich schneller erholen als bislang erwartet. Es sei damit zu rechnen, dass der positive Trend bis 2012 andauere, so Cohrs./tih/rum

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