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FRANKFURT (awp international) - Die Unruhen in Ägypten dürften am Montag auch am deutschen Aktienmarkt ihre Spuren hinterlassen. So rechnen Börsianer damit, dass der bereits mit Verlusten ins Wochenende verabschiedete Dax weiter von seinem am Donnerstag erklommenen Jahreshoch zurücksetzt. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex stand gegen 8.10 Uhr 0,21 Prozent tiefer bei 7.088 Punkten.
Ägypten wird seit Tagen von schweren Protesten gegen die Regierung von Präsident Husni Mubarak erschüttert. Die daraus resultierende Unsicherheit um die Lage im Nahen Osten sorge für etwas Unruhe am Markt, wie ein Händler sagte. Inzwischen hat auch die Bundesregierung ihre Reisehinweise für das Land weiter verschärft. Auch die Überseebörsen hatten bereits negativ auf die drohende Instabilität im Nahen Osten reagiert. So verlor der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial 0,46 Prozent seit dem Handelsschluss auf Xetra am Freitag. Auch in Tokio ging der Nikkei-225-Index am Morgen in die Knie. Auf der Konjunkturagenda stehen neben den Verbraucherpreisen der Eurozone am Nachmittag die US-Daten zu privaten Einkommen und Ausgaben.
WACKER CHEMIE SCHLIESST 2010 MIT REKORDWERTEN AB - FRESENIUS-STÄMME IM DAX
Auf Unternehmensseite stehen vorläufige Zahlen von Wacker Chemie im Fokus . Der Spezialchemiekonzern und Halbleiter-Zulieferer schloss das vergangene Jahr wie erwartet mit Rekordwerten ab. Gründe sind die rasche Erholung der Wirtschaft vom Krisen-Tief und die robuste Nachfrage in der Solarindustrie. Die Aktien tendierten vorbörslich dennoch schwächer. Ein Börsianer monierte in einer ersten Reaktion den Gewinn, der etwas unter den Erwartungen gelegen habe.
Nach dem Rechtsformwechsel haben die aus den bislang zwei Aktiengattungen verschmolzenen Stammaktien von Fresenius SE an diesem Montag ihren ersten Handelstag im Dax. Mit der Eintragung der Beschlussfassungen der Hauptversammlung 2010 wurden alle Stammaktien de r Fresenius SE zu stimmberechtigten Stammaktien der Fresenius SE & Co. KGaA. Zugleich wurden sämtliche stimmrechtslosen Vorzugsaktien der Fresenius SE obligatorisch in stimmberechtigte Stammaktien der Fresenius SE & Co. KGaA umgewandelt.
MERCK KGAA 'OFFEN FÜR VERKAUF VON VERBRAUCHERSPARTE'
Papiere der Merck KGaA sollten am Montag mit einem Pressebericht Beachtung finden. Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, ist der Pharma- und Chemiekonzern "plötzlich offen für einen Verkauf der Sparte für Verbraucherprodukte". Entschlösse sich Merck zum Verkauf, würde der Konzern voll ins Risiko gehen und sich auf das Geschäft mit forschungsintensiven und patentgeschützten Präparaten konzentrieren, so die Zeitung. Ein Händler sagte: "Die Geschichte taucht immer mal wieder auf. Die Trennung ist eine Forderung von Analysten für eine Neubewertung." Er hält entsprechend eine überdurchschnittliche Kursentwicklung für möglich.
WEITERE BERICHTE ZU DAIMLER UND DEUTSCHER TELEKOM
Aktien von Daimler und der Deutschen Telekom sollten nach Medienberichten ebenfalls im Auge behalten werden. Händler verwiesen auf einen Medienbericht, wonach sich der Verantwortliche für das Pkw-Geschäft von Daimler optimistisch für das Januar-Geschäft geäussert habe. Er erwarte, dass sich das Absatzwachstum fortgesetzt habe, so die Börsianer. Dies gelte trotz der Zulassungsrestriktionen auch für China. Die Börsianer sehen die Aussagen entsprechend positiv für die Aktie. Der von Grossaktionär Abu Dhabi laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" ausgeübte Druck auf stärkere Zusammenarbeit des Autoherstellers mit Unternehmen des Scheichtums verdeutliche, dass die Beteiligung strategischer Natur sei, so ein Händler.
Die Deutschen Telekom will der gleichen Zeitung zufolge in vier Jahren mit organischem Wachstum im wichtigsten Auslandsmarkt auf den dritten Platz aufsteigen. Damit würde der bislang viertgrösste US-Mobilfunker T-Mobile USA an Sprint Nextel vorbeiziehen. Händler sehen aber keinen starken Kurseinfluss, da dies eine Bestätigung bereits bekannter Pläne sei./ag/rum

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