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FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt wird am Freitag wegen einer schwachen Entwicklung im späten US-Handel im Minus erwartet. Das Hauptthema am deutschen Markt dürfte laut Börsianern die Deutsche Bank sein, die laut Medienberichten eine Kapitalerhöhung plant. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den Dax notierte gegen 8.05 Uhr bei 6.195 Punkten und damit 0,44 Prozent tiefer als zum Xetra-Schluss am Vortag, als es für den deutschen Leitindex um 0,93 Prozent nach oben ging.
Die US-Börsen hätten ihre stärkeren Kursgewinne aus dem frühen Handel im späten Geschäft wieder teilweise abgegeben und das drücke erneut auf die Stimmung, sagte Analyst Ben Potter von IG Markets. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial verlor seit dem Vortagesschluss auf Xetra 0,38 Prozent. In Japan erholte sich der Leitindex Nikkei 225 jedoch um mehr als 1,5 Prozent.
DEUTSCHE BANK PLANT KAPITALERHÖHUNG
Aktien der Deutschen Bank rutschten im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz (L&S) 5,16 Prozent auf 47,437 Euro ab. Wie zahlreiche Medien berichteten, steht der deutsche Branchenprimus kurz vor einer Kapitalerhöhung um acht bis neun Milliarden Euro, die am Montag oder Dienstag bekannt gegeben werden soll. Ein Börsianer sagte: "Auch wenn eine Kapitalerhöhung bei der Deutschen Bank ein stets zurückgewiesenes Thema war, scheint die Dimension nun doch sehr gross." Am Markt werde als Ursache auf eine Übernahme der restlichen Anteile der Postbank spekuliert, was deren Papieren bei Lang & Schwarz um 4,26 Prozent in die Höhe verhalf. Und wegen des erhöhten Eigenkapitalbedarfs vor Basel III hätten Analysten sogar mit rund zehn Milliarden Euro gerechnet, sagte Analyst Stefan de Schutter von Alpha Wertpapierhandel.
Eon legten vorbörslich leicht zu, während RWE bei Lang & Schwarz etwas niedriger gehandelt wurden. Beide waren mit einer Branchenstudie von Barclays Capital (BarCap) im Blick. Nach dem Ende des Oligopols in Deutschland, wie das Analystenteam um Peter Bisztyga schreibt, dürfte RWE am stärksten unter fallenden Strompreisen leiden. BarCap bewertet die Aktien in ihrer Ersteinschätzung mit "Underweight" und dem Ziel 51 Euro. Bei Eon limitiere die Diversifikation ausserhalb Deutschlands die Risiken, das Votum lautet "Overweight" mit dem Ziel 29 Euro.
AXEL SPRINGER WILL ZUKAUFEN
Aktien von Axel Springer lagen vorbörslich leicht im Minus. Der Medienkonzern will in Frankreich zukaufen. Nach dem Erwerb von 12,4 Prozent an Seloger.com SA will das Berliner Unternehmen alle noch ausstehenden Aktien kaufen, wie der Konzern am Donnerstag nach Handelsschluss mitgeteilt hatte. Dabei solle mit 34 Euro derselbe Preis bezahlt werden, wie für den bereits erworbenen Anteil einer Aktionärsgruppe, zu der die Unternehmensgründer gehörten. Das Angebot für die Titel des Betreibers von Immobilienportalen liege rund 13,3 Prozent höher als der Schlusskurs der Aktien am 9. September. Nach Ansicht eines Händlers erscheint der Preis recht hoch.
Aktien von Fraport konnten bei Lang & Schwarz nicht von der Vorlage guter Verkehrszahlen profitieren und gaben leicht nach. Der Frankfurter Flughafenbetreiber erzielte im August erneut Rekordwerte im Passagiergeschäft. In Frankfurt kletterte die Zahl der Fluggäste im Vergleich zum Vorjahresmonat auf den bislang höchsten Augustwert. Auch in der Luftfracht zeigte die Entwicklung weiter nach oben. Händler sahen in den Zahlen eine Bestätigung der jüngst guten Verkehrszahlen und rechneten mit steigenden Kursen bei den Fraport-Aktien.
CELESIO NACH EINEM BGH-URTEIL ETWAS HÖHER
Aktien von Celesio legten vorbörslich minimal zu. Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, verbietet der BGH inländischen Apotheken Rabatte auf rezeptpflichtige Arzneien. Die gerade von den deutschen Versandapotheken erwartete Entscheidung, ob sich auch die ausländische Konkurrenz an die Preisbindung halten muss, sei am Donnerstag jedoch verschoben worden. Das benachteilige die deutschen Apotheken weiterhin im Wettbewerb mit ihrer ausländischen Konkurrenz. "Celesio betreibt seine Internetapotheke in den Niederlanden und ist daher nicht an den Entscheid gebunden", sagte ein Händler. Er rechnete daher damit, dass das Unternehmen davon Profit schlagen wird.
tih/rum

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