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AKTIEN FRANKFURT/Ausblick: Leichter - Ruhiger Wochenstart erwartet

FRANKFURT (awp international) - Ohne klare Impulse dürfte der Dax am Montag zunächst an seine schwache Vorwoche anknüpfen. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex stand um 8.10 Uhr bei 7.142 Punkten um 0,30 Prozent unter dem Xetra-Schluss vom Freitag.
Mit einem Abschlag von 1,42 Prozent hatte der Dax die vierte Woche in Folge im Minus beendet. Da sowohl in den USA als auch Grossbritannien die Börsen wegen eines Feiertags geschlossen bleiben, rechnen Marktteilnehmer zunächst mit einem ruhigen Wochenstart. Die Vorgaben geben auch nur bedingt Orientierungshilfe: Während sich die Wall Street freundlich in das verlängerte Wochenende verabschiedet hatte, gab der Future auf den Dow Jones seit dem Xetra-Schluss am Freitag 0,17 Prozent nach. In Asien tendierten die Börsen zum Wochenstart uneinheitlich. "Die Schuldenkrise und die Konjunkturzweifel dürften zunächst für eine Fortsetzung der Schaukelbörse sorgen", schreibt die Landesbank Berlin in ihrem Ausblick. Ein rascher Stimmungsumschwung sei nicht zu erwarten.
VERSORGER UNTER DRUCK - ATOMAUSSTIEG UND BRENNELEMTESTEUER BELASTEN
Nach einer Kursstabilisierung in der Vorwoche gerieten Versorgertitel von Eon und RWE vorbörslich deutlich unter Druck. Nach der Entscheidung der Regierungskoalition über einen Atomausstieg bis spätestens 2022 beraten am heutigen Montag die Parteien über den Abschied von der Kernkraft. Der Grossteil der Meiler soll nach dem Willen der Bundesregierung schon bis 2021 vom Netz, die letzten drei Meiler als "Sicherheitspuffer" sollen erst 2022 abgeschaltet werden. An der umstrittenen Brennelementesteuer für die Atomkonzerne hält die Koalition nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa fest. Gerade dies dürfte die Versorgertitel einem Händler zufolge belasten, nachdem sie in der Vorwoche noch von der Hoffnung auf eine Abschaffung profitiert hatten.
Gute Nachrichten gab es indes für Adidas . Der Sportartikelhersteller sieht in Japan nach der verheerenden Katastrophe eine Entspannung der Lage. Die Situation normalisiere sich inzwischen wieder und das Geschäft ziehe an, sagte Vorstandschef Herbert Hainer am Wochenende in London. Hainer kündigte bei der Gelegenheit auch an, dem Erzrivalen Nike die Marktführerschaft auf dem wichtigen Sportmarkt Grossbritannien abjagen zu wollen. Sprungbrett dafür sollen die Olympischen und Paralympischen Spiele 2012 London sein. Ein Börsianer erwartete sich von den Aussagen aber keine ausgeprägte Kursreaktion und vorbörslich lagen die Papiere leicht im Minus.
BILFINGER BERGER VON BERICHT ZU NIGERIA-GESCHÄFT BELASTET
Gleiches gilt für die Aktien von Bilfinger Berger im MDax nach einem Bericht des "Spiegel". Informationen des Magazins zufolge droht dem Baukonzern in den USA eine Strafe in zweistelliger Millionenhöhe. Hintergrund sind Ermittlungen der Staatsanwälte in Frankfurt und Washington gegen deutsche Mitarbeiter einer nigerianischen Tochterfirma Bestechung. Die Firma Julius Berger Nigeria - an welcher der Mannheimer Bauriese 49 Prozent hält - stehe in dem Verdacht, in Nigeria über Jahre hinweg systematisch Aufträge mit Bestechungsgeld erkauft zu haben. Bereits Mitte des Monats wurde die Ausweitung von Korruptionsermittlungen bei Bilfinger Nigeria bekannt. Ein Börsianer zeigte sich entsprechend von den Bestechungsvorwürfen nicht überrascht. Etwas belasten dürfte jedoch die im Raum stehende, zweistellige Millionenstrafe aus den USA.
SINGULUS WEGEN KAPITALERHÖHUNG UNTER DRUCK
Um über 3 Prozent nach unten ging es vorbörslich für die Aktien von Singulus. Der Spezialmaschinenbauer will mit einer Kapitalerhöhung an frisches Geld für seine Solar-Sparte kommen. Brutto könnten dem Unternehmen durch die Massnahme Barmittel von rund 26 Millionen Euro zufliessen, teilte Singulus zum Wochenende mit. Die neuen Anteilsscheine im Volumen von knapp acht Millionen sollen den Altaktionären im Verhältnis von 16 zu 3 für 3,30 Euro je neuem Papier angeboten werden. Die Bezugsfrist beginnt voraussichtlich am 4. Juni und endet am 17. Juni. Ein Händler hält gleichwohl steigende Kurse für möglich: "Nachdem sich die Aktien seit Monaten deutlich schwächer entwickelt haben als der Markt, könnten zunächst Leerverkäufe eingedeckt werden, bevor die Kapitalerhöhung kommt."/ag/fa

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