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AKTIEN FRANKFURT/Ausblick: Leichter - Zahlenflut im Blick; Unsicherheit bleibt

Dieser Inhalt wurde am 03. November 2009 - 08:20 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Mit einer Flut von Unternehmenszahlen im Fokus und belastet von anhaltender Unsicherheit an den weltweiten Börsen wird der deutsche Aktienmarkt am Dienstag etwas schwächer erwartet. Der X-Dax stand um 8.10 Uhr bei 5.381 Punkten um 0,92 Prozent unter dem Dax-Schluss am Vortag. Der X-Dax zeigt auf der Basis des Dax-Futures den ausserbörslichen Stand des deutschen Leitindex an.
Ein Händler verwies auf die US-Vorgaben, wo ein etwas holpriger Verlauf an der Wall Street nicht dazu beigetragen habe, das Vertrauen der Anleger zu stärken. Dies habe die deutschen Indizes bereits im späten Parketthandel deutlich unter Druck gebracht und dürfte auch zum Xetra-Start auf die Stimmung drücken. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial verlor seit dem Xetra-Vortagesschluss 0,54 Prozent. In Tokio blieben die Börsen wegen eines Feiertages geschlossen, die anderen asiatischen Märkte tendierten uneinheitlich. Auf der Zahlen-Agenda stehen mit BMW, Beiersdorf, Fresenius und FMC gleich mehrere Dax-Mitglieder.
Auch die Commerzbank dürfte nach den überraschend bereits am Vorabend vorgelegten Eckdaten für ihr drittes Quartal ebenfalls den Handel nochmals beeinflussen. Händler konnten in dem "gemischt" ausgefallenen Zahlenwerk der vom Staat gestützten Bank allerdings "keine wirklichen Neuigkeiten ausmachen". So sei der operative Gewinn zwar viel besser als erwartet ausgefallen, der Nettogewinn habe hingegen enttäuscht. Entsprechend müsse der Markt wohl auf Details am 5. November warten. Einfluss auf die Bankenwerte dürfte auch die Quartalsbilanz der Schweizer Grossbank UBS nehmen, die nicht aus roten Zahlen herauskommt und enttäuschte.
Auf die Versicherer dürften ebenfalls frische Quartalsergebnisse ihrer Schweizer Mitbewerber ausstrahlen. Aktien der Munich Re sollten laut Händlern von den guten Zahlen des Konkurrenten Swiss Re profitieren. Der Schweizer Rückversicherer ist im dritten Quartal trotz einer erneuten Milliardenbelastung wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Ein Börsianer hob den besser als erwarteten Gewinn, das Eigenkapital sowie die Schaden-Kosten-Quote des Wettbewerbers positiv hervor. Zudem sei der Ausblick ermutigend. "Das sollte auch die Titel der Munich Re stützen", so sein Fazit.
Im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz bewegten sich unterdessen die Aktien von Fresenius und Fresenius Medical Care (FMC) gegen den schwächeren Markt im Plus. Sowohl der Medizinkonzern Fresenius, als auch der zu ihm gehörende gehörende weltgrösste Dialysespezialist FMC erhöhten den Ausblick etwas. Noch deutlichere Kursgewinne verzeichneten vorbörslich Beiersdorf-Aktien , die von Händlern auf den ersten Blick positiv beurteilt wurden. Auch Metro hielten sich vorbörslich nach Zahlen knapp im Plus.
Vorbörslich unter Druck gerieten unterdessen die Aktien von Pfeiffer Vacuum . Das Quartal des Vakuumpumpen-Herstellers ist einer ersten Analysteneinschätzung zufolge "schlechter als erwartet" ausgefallen. Sowohl der Umsatz als auch die Gewinne hätten die durchschnittlichen Markterwartungen um zweieinhalb Prozent bei den Verkäufen bis zu mehr als sieben Prozent beim operativen Ergebnis verfehlt, sagte der Analyst. Bisher sei kein konkreter Ausblick auf das vierte Quartal gegeben worden - die Gesamtjahresziele implizierten für den schlimmsten Fall einen Umsatzrückgang von 10 bis 15 Prozent und das würde die aktuellen Markterwartungen enttäuschen.
fat/dr

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