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FRANKFURT (awp international) - Nach dem Kursrutsch der letzten Tage dürfte der Dax am Donnerstag zunächst einmal leicht zulegen. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den Leitindex stand gegen 8.10 Uhr bei 6.537 Punkten und damit 0,35 Prozent über dem Xetra-Vortagsschluss, nachdem der Dax am Mittwoch den sechsten Tag in Folge im Minus geschlossen hatte. Börsianern zufolge bleibt der Fokus auf Japan und den Entwicklungen im Atomkraftwerk Fukushima. Der Kampf gegen die Katastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima Eins wird nun aus der Luft geführt: Zwei Armee-Hubschrauber warfen für ein Kühlmanöver Tonnen von Wasser über dem Reaktor 3 ab, wie der Fernsehsender NHK zeigte. Zusätzlich gingen Wasserwerfer in Stellung. Zudem soll die Stromversorgung wiederhergestellt werden.
Die Börsen in Übersee lieferten negative Signale. Der Nikkei-225-Index sank am Morgen wieder um 1,44 Prozent. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial gab gegenüber dem Stand vom Xetra-Daxschluss am Vortag um 0,24 Prozent nach. Weitere Bewegung könnten einige US-Konjunkturdaten liefern, die am Nachmittag veröffentlicht werden.
VERSORGERTITEL WEITER IM BLICK - 'SZ': ERWÄGEN KLAGE
Hierzulande bleiben die Versorgertitel RWE und Eon angesichts der angespannten Lage in Japan im Fokus. Nach dem Beschluss der Bundesregierung, die sieben ältesten Meiler vorübergehend vom Netz zu nehmen, prüfen Atomkraftwerksbetreiber laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" ('SZ') rechtliche Schritte. So erwägt nach Informationen der Zeitung Eon eine Klage gegen die entsprechende Verfügung des Umweltministeriums. Branchenkreisen zufolge ziehen auch weitere Konzerne dies in Betracht, hiess es in dem Bericht. Laut einem Händler konnte jedoch erwartet werden, dass sich die Versorger alle Optionen offen halten. Insofern dürften sich die Kursreaktionen in Grenzen halten. Im Tagesverlauf richtet sich der Blick der Anleger auf die Regierungserklärung von Kanzlerin Angela Merkel zur Atom-Katastrophe in Japan und den Folgen für die deutschen Versorger, ergänzten Börsianer.
Die im Inland belebte Nachrichtenlage indes rücke in den Hintergrund, sagten Börsianer. Einige Unternehmen veröffentlichten bereits Geschäftszahlen. Bei HeidelbergCement etwa enttäuschte die Erwartung einer stabilen Marge im laufenden Jahr etwas, meinten Händler. Analysten rechneten bisher mit einem leichten Anstieg der Gewinnspanne bei dem im Dax notierten Baustoffkonzern, sagte ein Börsianer in seiner ersten Einschätzung. Das könnte die Aktien etwas belasten. Ansonsten hätten die endgültigen Zahlen im Vergleich zu den bereits bekannten Eckdaten erwartungsgemäss keine wichtigen Überraschungen bereitgehalten. Im vorbörslichen Handel beim Broker Lang & Schwarz notierten die Titel ein Prozent im Minus. Die Lufthansa gab ihre endgültigen Zahlen für 2010 bekannt.
MDAX-UNTERNEHMEN MIT ZAHLEN
Im MDax dürften die Geschäftszahlen von Lanxess für Gesprächsstoff sorgen. Der Spezialchemiekonzern Lanxess liess dank starker Kautschuk- und Kunststoffgeschäfte die Krise 2010 mit einem Rekordergebnis hinter sich. Insbesondere die hohe Nachfrage der Autoindustrie sorgte für einen Gewinnsprung. Händler beurteilten das Zahlenwerk unter dem Strich eher negativ.
Die Eckdaten von Krones zum Geschäftsjahr 2010 sind derweil einem Händler zufolge etwas besser als gedacht ausgefallen. So hätten die Umsätze und die Gewinnkennziffern des Getränkeabfüllanlagen-Herstellers ein wenig über den durchschnittlichen Markterwartungen gelegen. Ein weiterer Händler sagte: "Krones hat einen soliden Bericht abgeliefert. Allerdings dürften die Zahlen nicht gut genug sein, um anhaltende Gewinnmitnahmen zu verhindern." Der Kohlenstoffspezialist SGL Group erfüllte mit einem kräftigem Umsatz- und Gewinnplus seine Jahresziele 2010 und will im laufenden Jahr deutlich zulegen. Börsianern zufolge bleiben die Zahlen etwas hinter den Erwartungen zurück.
la/rum

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