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AKTIEN FRANKFURT/Ausblick: Moderates Minus erwartet - Vorgaben, Gewinnmitnahmen

FRANKFURT (awp international) - Angesichts einer negativen Vorgabe werden am deutschen Aktienmarkt zum Wochenauftakt moderate Verluste erwartet. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den Leitindex Dax stand am Montag gegen 8.05 Uhr bei 7.172,53 Punkten und damit 0,10 Prozent unter dem Xetra-Schluss vom Freitag. Die vergangene Woche hatte der Dax noch mit einem Plus von insgesamt 3,36 Prozent abgeschlossen. Daher dürfte es nun zu leichten Gewinnmitnahmen kommen, hiess es am Markt.
Händler rechneten angesichts der dünnen Nachrichtenlage mit einem alles in allem ruhigen Start in die Handelswoche. Da jedoch einige Übernahmegeschichten im Markt seien, gebe es durchaus Fantasie. Etwas belasten dürften die Vorgaben aus Übersee. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial verlor 0,39 Prozent seit dem Xetra-Schluss vom Freitagabend. Auch auf Konjunkturseite steht nicht allzu viel auf der Agenda. Allenfalls die Erzeugerpreise in der EU könnten etwas Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
AUTOWERTE NACH US-ABSATZZAHLEN IM BLICK
Unter den Einzelwerten dürften die Autowerte nach US-Absatzzahlen im Fokus der Anleger stehen. Sowohl BMW , Daimler und Volkswagen (VW) als auch Porsche hatten am Freitagabend nach dem deutschen Handelsschluss für den März zweistellige prozentuale Zuwächse vermeldet. Es sei durch die Bank ein starker Monat für die deutschen Autobauer in den USA gewesen, kommentierte ein Händler. Vorbörslich zeigten sich die Aktien zunächst uneinheitlich.
Bewegt sein dürften zudem die Papiere der Deutschen Börse . Am Wochenende hatte sich der Vorstandsvorsitzende, Reto Francioni, zu dem angekündigten gemeinsamen Gegenangebot der Nasdaq OMX und der Intercontinental Exchange (ICE) für die NYSE NYSE Euronext geäussert. Man mehme diese Ankündigung zur Kenntnis, sagte er der "Frankfurter Rundschau". "Wir sind aber nach wie vor der festen Überzeugung, dass unser geplanter Zusammenschluss mit der NYSE Euronext die bestmögliche Kombination für die jeweiligen Aktionäre und Kunden beider Unternehmen bietet." Auf die Frage, ob die Deutsche Börse AG bereit wäre, einen höheren Preis für die NYSE zu zahlen, antwortete Francioni knapp: "Kein Kommentar." In der "Welt" hatte eine mit den Vorgängen vertraute Person zudem gesagt, dass die Deutsche Börse nicht in einen Bieterwettstreit eintreten wolle.
TOGNUM-ÜBERNAHME KÖNNTE TEURER WERDEN
Einem Pressebericht zufolge könnte indes die Übernahme des Motorenherstellers Tognum deutlich teurer für Daimler und Rolls-Royce werden als erwartet. Der Tognum-Grossaktionär ING protestiere vehement gegen den in Aussicht gestellten Angebotspreis von 24 Euro je Aktie, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf einen ihr vorliegenden Brief an den Tognum-Vorstand in Friedrichshafen. Einem Börsianer zufolge wird bereits auf eine Angebotserhöhung spekuliert.
Im TecDax könnten die Aktien von Qiagen von der Ankündigung einer Übernahme profitieren. Das Biotechnologie-Unternehmen will das australische Diagnostikunternehmen Cellestis Limited für rund 355 Millionen US-Dollar (rund 250 Mio. Euro) in bar übernehmen. Mit der Übernahme würde sich Qiagen nach eigener Aussage den exklusiven Zugang zu Technologien für frühe Krankheitsdiagnostik sichern. Ein Händler lobte die Finanzierung aus bereits vorhandenen Mitteln, so dass keine Kapitalmassnahme nötig werde./chs/gl

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