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AKTIEN FRANKFURT/Ausblick: Moderates Plus erwartet - Warten auf US-Arbeitsmarkt

FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Freitag moderat höher in den letzten Handelstag dieser Woche starten. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex stand gegen 8.05 Uhr bei 7.105 Punkten und damit um 0,43 Prozent über dem Xetra-Schlussstand vom Donnerstag. Aktuell ist der deutsche Leitindex aber auf dem Wege dazu, die fünfte Handelswoche in Folge im Minus abzuschliessen. Der bisherige Verlust seit vergangenem Freitag liegt bei 1,25 Prozent.
Den verhalten freundlich erwarteten Start begründet Händler Chris Weston von IG Markets mit Schnäppchenjägern, die nach den kräftigen Verlusten vom Vortag zugriffen. Die Vorgaben der Wall Street böten indes nur wenig Orientierungshilfe. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones gewann 0,15 Prozent seit dem Xetra-Schluss am Vorabend. Das Hauptereignis dieses Handelstages sei aber der US-Arbeitsmarktbericht, so dass sich Börsianer bis zum Nachmittag erst einmal zurückhalten dürften, so Weston.
Auch unter den Einzelwerten bleib die Nachrichtenlage am Freitag zunächst dünn. Die Energiewende in Deutschland sorgt weiter für Aufmerksamkeit bei den Versorgeraktien von Eon und RWE . Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, trifft diese die Konzerne in einer Schwächephase. Sie stünden vor harten Jahren und müssten ihre Mittelfriststrategien neu ausrichten. Zudem seien die Prognosen für 2011 auf dem Prüfstand. Ein Eon-Sprecher sagte dem Blatt, der Konzern werde nun rechnen und sich entweder zum Halbjahresbericht, wenn nicht schon früher äussern. Ein Händler verwies in einem ersten Kommentar darauf, dass die Analysten ihre Schätzungen bereits zurückgenommen hätten. Ein weiterer Börsianer sprach allerdings von Berichten, dass Gazprom an einer Beteiligung an Eon interessiert sein könnte, was positiv wirke. Beide Papiere legten vorbörslich aber dennoch etwas zu.
Aktien von Roth & Rau rücken derweil am Freitag noch einmal wegen der geplanten Übernahme durch Meyer Burger in den Mittelpunkt. Sie stiegen bei Lang & Schwarz um 1,30 Prozent auf 22,55 Euro. Wie das "Handelsblatt" am Freitag berichtet, hat sich eine Gruppe von Privatinvestoren um den Unternehmer Christoph Ladanyi mit Aktien des Solarzulieferers eingedeckt und verlangt nun einen höheren Kaufpreis. "Der gebotene Preis von 22 Euro pro Aktie spiegelt nicht den Wert von Roth & Rau wider", wird Ladanyi in dem Bericht zitiert. Dieser liege eher über 30 Euro. Über sein zypriotisches Finanzvehikel KLK Holdings hält Ladanyi mittlerweile zehn Prozent der Anteile. Ein Händler rechnet daraufhin mit neuem Schwung bei den Papieren./tih/fa

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