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FRANKFURT (awp international) - Belastet von der schwachen Vorgabe der Wall Street wird der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag mit weiteren Verlusten erwartet. Wieder deutlich verstärkte Sorgen um Griechenland und auch die US-Konjunktur drückten auf die Börsenstimmung. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex stand um 8.10 Uhr bei 7.069 Punkten um 0,65 Prozent unter dem Xetra-Schluss vom Vortag.
Die Zeichen an den Börsen stünden am Morgen auf Sturm, sagte ein Börsianer. Die Eskalation der Griechenland-Krise hatte den Dax bereits im späten Handel am Vorabend nach unten gedrückt und sich dann auch auf die US-Börsen ausgebreitet, die zusätzlich unter enttäuschenden Wirtschaftsdaten gelitten hatten. Das grösste Problem ist einem Börsianer zufolge der drohende Scheitern der griechischen Regierung. Zudem braucht Griechenland womöglich ein neues Hilfspaket im Wert von bis zu 120 Milliarden Euro. Die Vorgaben sind mies: Der Future auf den Dow Jones Industrial rutschte um 0,91 Prozent ab seit dem Xetra-Handelsschluss am Vortag. Auch in Asien war die Kurstafel am Morgen tiefrot. Am Nachmittag stehen erneut zahlreiche wichtige US-Daten an.
Aktien von Heidelberger Druck legten nach endgültigen Zahlen und vor allem dank des Ausblicks bei Lang & Schwarz gegen den Trend vorbörslich zu. Der angeschlagene Druckmaschinenhersteller rechnet weiter mit einer schrittweisen Erholung. Dem mittelfristigen Umsatzziel von mehr als 3 Milliarden Euro will sich das Unternehmen im laufenden und kommenden Geschäftsjahr schrittweise nähern. Bei stabiler gesamtwirtschaftlicher Entwicklung sei für das laufende Geschäftsjahr ein ausgeglichenes Vorsteuerergebnis angestrebt. Damit bekräftigte Heidelberger Druck jüngste Aussagen aus einem Interview. Den Ausblick stufte ein Börsianer als weiter vorsichtig ein. Immerhin erwarteten Analysten für das Geschäftsjahr einen Vorsteuergewinn von 10 Millionen Euro. Die vorgelegten endgültigen Zahlen hätten die Erwartungen bestätigt.
Die Aktien von Demag Cranes legten vorbörslich ebenfalls zu, während der Gesamtmarkt deutlich im Minus erwartet wird. Bei der geplanten Übernahme des Kranherstellers durch den US-Konkurrenten Terex zeichnet sich ein Durchbruch ab. Terex erhöhte sein Übernahmeangebot von 41,75 Euro auf 45,50 Euro je Aktie. Die geplante Erhöhung sei Bestandteil einer Vereinbarung, die von Terex und Demag Cranes nach Billigung durch die zuständigen Gremien am Donnerstag unterzeichnet worden sei. Darin sichere Terex Demag Cranes auch nach der Mehrheitsübernahme weitgehende operative und strategische Eigenständigkeit zu. Demag Cranes begrüsste die angekündigte Verbesserung der Angebotsbedingungen.
Einige Aktien werden wegen des Dividendenabschlags optisch sehr schwach in den Handel starten. Im MDax schüttet der Getränkeabfüllanlagen-Hersteller Krones 0,40 Euro je Aktie an seine Anteilseigner aus und die Anteile an Europas grösstem Agrarhändler Baywa werden ex Dividende 0,50 Euro erwartet. Im SDax wird von den Jungheinrich-Vorzügen eine Dividende von 0,55 Euro abgeschlagen.
Solarwerte entwickelten sich bei Lang & Schwarz mit einem leichten Plus bei Q-Cells und klaren Abschlägen bei Solarworld uneinheitlich. Belastend wirkt laut Händlern eine Senkung der Jahresprognose für 2011 durch das ehemals im TecDax notierte Solarunternehmen Conergy . Ein Börsianer sagte: "Die Feststellung, dass sich das Geschäft im zweiten Quartal verglichen mit dem ersten nicht signifikant verbessert hat, dürfte auf die Stimmung drücken." Conergy-Aktien gingen am Vorabend um 4,05 Prozent unter dem Xetra-Schluss aus dem Handel. Andererseits wirkt ein Bericht der "Financial Times Deutschland" positiv, demzufolge die Bundesregierung auf die zum 1. Juli geplante Kürzung der Solarförderung verzichten will. Es werde im Juli keine Absenkung der Vergütung geben, sagte die parlamentarische Staatssekretärin im Umweltministerium, Katherina Reiche, der Zeitung. Grund sei eine aussergewöhnlich niedrige Zahl von Solaranlagen von März bis Mai./fat/gl

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