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AKTIEN FRANKFURT/Ausblick: Verluste erwartet - Vorgaben, Sorgen um Schuldenkrise

FRANKFURT (awp international) - Negative Vorgaben dürften am deutschen Aktienmarkt für einen schwächeren Start in die neue Handelswoche sorgen. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex notierte am Montagmorgen gegen 8.05 Uhr bei 7.344 Punkten und damit um 0,80 Prozent unter dem Xetra-Schlussstand vom Freitag. In der Vorwoche hatte der Dax bereits 1,19 Prozent verloren.
"Die Belastungsfaktoren der Vorwoche sind weiter Thema", sagte Marktstratege Ben Potter von IG Markets. So hielten sich sowohl die Sorgen um die Schuldenkrise in der Eurozone als auch um das Wachstum der Weltwirtschaft und vor allem um die Dynamik der Chinesen. In Verbindung mit der saisonal schwächeren Börsenphase im Mai und Juni komme es zu Umschichtungen in Richtung defensiver Anlageklassen, so Potter. Die anhaltenden Sorgen um die Schuldenkrise in Europa hatten an der Wall Street am vergangenen Freitag für einen schwachen Wochenausklang gesorgt und auch in Asien tendierten die Märkte an diesem Montag zuletzt schwächer. Die Verhaftung des Chefs des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, dürfte den Markt einem Börsianer zufolge indes allenfalls kurzfristig beschäftigen.
HOCHTIEF-VERLUST WENIGER DRAMATISCH
Auf Unternehmensseite dürften zunächst die Zahlen des grössten deutschen Baukonzerns Hochtief für Gesprächsstoff sorgen. Hohe Belastungen in Australien drückten Hochtief im ersten Quartal tief in die Verlustzone. Allerdings fiel der Verlust laut Börsianern nicht so hoch aus wie befürchtet. Ein Händler hob den deutlich gestiegenen Auftragseingang positiv hervor. Zudem hätten die Aktien der australischen Tochter Leighton positiv auf die Quartalszahlen reagiert, was auch die Hochtief-Aktien stützen sollte. Im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz (L&S) drehten die Hochtief-Papiere ins Plus und notierten zuletzt knapp 0,1 Prozent fester.
Mehr als ein halbes Prozent verloren dagegen vorbörslich die Aktien der Metro nach Aussagen von Konzernchef Eckhard Cordes dagegen. Der Chef des Düsseldorfer Handelskonzerns erteilte einer Warenhaus-Ehe zwischen seinen Kaufhof-Filialen und dem Konkurrenten Karstadt eine Absage. "Wir brauchen Karstadt nicht", sagte er in einem Interview dem Magazin "Der Spiegel". Ein Börsianer sieht darin allerdings höchstens eine leichte Belastung, da die Erwartungen in dieser Hinsicht wohl nicht mehr allzu hoch gewesen seien. Am Bieterprozess für Karstadt hatte sich die Metro AG nicht beteiligt, weil sie nur an einem Teil der Warenhauskette Interesse hatte.
HÖHERES GEBOT FÜR TOGNUM
Bei Tognum bleibt die geplante Übernahme durch Daimler und Rolls-Royce weiter ein Thema. Die beiden Konzerne wollen für die Übernahme des Motorenbauers tiefer in die Tasche greifen. Die Bieter informierten das Friedrichshafener Unternehmen zunächst mündlich darüber, dass sie ihr Angebot von 24 Euro pro Aktie gegebenenfalls auf 26 Euro erhöhen wollen, wie der Dieselmotorenhersteller in der Nacht zum Samstag mitgeteilt hatte. Am Sonntag seien die Unterlagen dann auch schriftlich an Tognum gegangen, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Verhandlungskreisen. Mit der neuen Offerte versuchen Daimler und Rolls-Royce in letzter Minute zu verhindern, dass der Deal platzt. Die Tognum-Aktien präsentierten sich bei L&S freundlich.
Analystenkommentare sorgten bei Gea Group und Stada bereits vorbörslich für Kursreaktionen./rum/ck

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