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FRANKFURT (awp international) - Ein langjähriger Höchststand im Dow Jones Industrial dürfte den Dax am Mittwoch auf Rekordkurs halten. Der US-Leitindex hatte am Vortag erstmals seit Juni 2008 wieder über der Marke von 12.000 Punkten geschlossen und folgte damit seinem deutschen Pendant, das zuvor bereits mit 7.190 Punkten auf den höchsten Stand seit Mai gleichen Jahres geklettert war. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex stand gegen 8.10 Uhr 0,09 Prozent höher bei 7.196 Punkten.
Marktteilnehmer machten eine Mixtur aus nachlassenden Sorgen um die politische Lage im Nahen Osten, starken Unternehmenszahlen und positiven Signalen aus der US-Industrie für die freundlichen Vorgaben von der der Wall Street verantwortlich. Der Future auf den US-Leitindex gewann 0,31 Prozent seit dem Handelsschluss auf Xetra am Vortag. Auch die asiatischen Börsen hatten gestützt auf diese Vorlage deutlich zugelegt. Auf Unternehmensseite ist die Nachrichtenlage in Deutschland ruhig und auch an Wirtschaftsdaten stehe kaum entscheidendes auf der Agenda. Somit dürfte der Dax auch von seinem technisch positiven Bild mit dem neuen Hoch als Signal eines intakten Aufwärtstrends profitieren, hiess es am Markt.
PRESSE: MAN-ÜBERNAHME STOCKT - AUTOMOBILTITEL MIT ABSATZZAHLEN IM BLICK
MAN-Akien stehen mit einem Pressebericht im Fokus. Laut "Handelsblatt" stockt die Übernahme des Lastwagen- und Dieselmotorenherstellers durch Scania . Ein Händler wertete die Verzögerung an sich leicht negativ - auch wenn der Kurs nicht stark belastet werden dürfte, da ohnehin nicht mit einer kurzfristigen Lösung gerechnet worden sei. Andererseits sei es positiv, dass klar von einer Übernahme von MAN durch Scania gesprochen werde und nicht von einem Aktientausch oder gar dem Kauf von Scania durch MAN. Das sollte dem Händler zufolge die Belastung durch eine Verzögerung neutralisieren.
Automobiltitel sollten nach den US-Absatzzahlen für Januar im Auge behalten werden. Neben den US-Herstellern konnten vor allem auch die deutschen Premiumhersteller von einem positiven Gesamttrend profitieren. So steigerte Mercedes die Verkäufe seiner grossen M- und GL-Geländewagen um bis zu 29 Prozent. Der bayerische Rivale BMW vervierfachte nach einem Modellwechsel beinahe den Absatz seines X3 und schlug auch deutlich mehr grosse X5 los. Beide Konzerne fertigen ihre Geländewagen direkt vor Ort. Senkrechtstarter Audi , der die Wagen importiert, wurde bis zu 60 Prozent mehr Q5 und Q7 los. Die Massenmarke VW profitierte mit einem Absatzplus von 2 Prozent auf 18.400 Wagen dagegen nur unterdurchschnittlich vom boomenden US-Markt.
HANNOVER RÜCK TROTZ AUSTRALIEN-FLUT - SOLARWORLD STEIGT IN LITHIUM-FÖRDERUNG EIN
Hannover Rück gilt mit Aussagen über die Erneuerungsrunde das Interesse. Der weltweit drittgrösste Rückversicherer fürchtet trotz der verheerenden Überschwemmungen in Australien nicht um seine Gewinnziele, wie Vorstandschef Ulrich Wallin nach der Vertragserneuerung in der Schaden-Rückversicherung sagte. Obwohl die Konditionen in vielen Geschäftsfeldern unter Druck stehen, konnte die Hannover Rück ihre Preise zum 1. Januar im Schnitt fast stabil halten. Ein Händler sagte: "Die Ergebnisse der Erneuerungsrunde sehen gut aus."
Das Bonner Photovoltaikunternehmen Solarworld steigt laut "Frankfurter Allgemeine Zeitung" in die Lithium-Förderung ein. Der Vorstandsvorsitzende Frank Asbeck rechnet mit einem "grossen Geschäft". Händlern zufolge sollte die Nachricht auch vor dem Hintergrund des Themas "Seltene Erden" die zuletzt stagnierenden Aktien des Solarkonzerns antreiben. Bereits im Frankfurter Parketthandel habe das Papier hiervon profitiert und von 7,471 Euro zum Xetra-Schluss auf 7,680 Euro angezogen. Lithium ist der wichtigste Rohstoff für leistungsfähige Batterien, die in Zukunft Elektroautos antreiben und Solarstrom speichern sollen. Positiv wirkten aber einem Händler zufolge auch Berichte über eine Einigung um die Einschnitte der Solarförderung zwischen der Industrie und dem Bund.
KUKA MIT VORLÄUFIGEN ZAHLEN
Aktien von Kuka sollten nach vorläufigen Zahlen ebenfalls im Auge behalten werden. Der Roboterhersteller hat im abgelaufenen Geschäftsjahr den Umsatz und Auftragseingang deutlich gesteigert und beim operativen Ergebnis den Sprung in die Gewinnzone geschafft. Ein Händler rechnet allerdings nach den "gemischten Zahlen" mit einer negativen Kursreaktion. "Der Auftragseingang lag unter den Erwartungen und im EBIT sind auch nur gut 6 Millionen Euro an Sonderbelastungen enthalten", sagte er. Hier könnte die leicht positive Überraschung also daraus resultieren, dass nicht wie angekündigt bis zu 10 Millionen Euro an Restrukturierungskosten verbucht wurden. "Insgesamt dürften die Zahlen nicht ausreichen, um nach der jüngsten Kursrally Gewinnmitnahmen zu verhindern", fasste der Börsianer zusammen./ag/rum

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