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FRANKFURT (awp international) - Enttäuschende Daten zum US-Arbeitsmarkt haben dem Dax am Donnerstagnachmittag einen Dämpfer verpasst. Auch verhaltene Aussagen der Europäischen Zentralbank (EZB) trugen nicht zu einer Stimmungsaufhellung bei. Der deutsche Leitindex musste einen Grossteil seiner Gewinne abgeben und notierte zuletzt nur noch 0,22 Prozent höher bei 6.345,07 Punkten. Zuvor hatte er bei 6.382,56 Punkte den höchsten Stand seit Anfang September 2008 erreicht. Der MDax gewann 1,07 Prozent auf 8.692,05 Punkte und der TecDax rückte um 0,08 Prozent auf 782,00 Punkte vor.
In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend gestiegen. Zudem sagte Europas oberster Währungshüter Jean-Claude Trichet, dass mit Blick auf das Wirtschaftswachstum Unsicherheit herrsche und die Erholung durch die Schuldenrückführung der öffentlichen Haushalte sowie den Arbeitsmarkt belastet werde. Den Leitzins beliess die EZB erwartungsgemäss bei 1,00 Prozent. Ansonsten war die Berichtssaison einmal mehr das Hauptthema am Markt.
COMMERZBANK WIEDER PROFITABEL - TELEKOM-GEWINN SINKT
Die staatlich gestützte Commerzbank ist in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt und hat im zweiten Quartal deutlich mehr verdient als von Experten erwartet. Vor allem der Vorsteuer- und Nettogewinn seien höher als prognostiziert ausgefallen, hob ein Börsianer hervor. Zudem erwartet das Institut, auch auf Gesamtjahressicht wieder profitabel zu werden. Dagegen sah die UBS die Gefahr, dass die Debatte schon bald wieder um die zwei dominanten Fragen Kapitalausstattung sowie die Gewinnstärke im Kerngeschäft kreisen werde. Zuletzt verloren die Titel 0,94 Prozent auf 7,130 Euro. Positive Studiendaten für das Thrombosemittel Xarelto liessen indes Bayer-Aktien an der Dax-Spitze um 3,59 Prozent auf 48,235 Euro steigen.
Die Deutsche Telekom hat im zweiten Quartal weniger verdient und umgesetzt als im Vorjahr, was die Papiere um 0,90 Prozent auf 10,405 Euro sinken liess. Beim Nettoergebnis wirkte sich die Entkonsolidierung der britischen Tochter T-Mobile UK mit rund 200 Millionen Euro besonders negativ aus. Einen kleinen Lichtblick lieferte das US-Geschäft: Dort verlor die Telekom vor allem Prepaid-Kunden, die Zahl der Vertragskunden legte aber genauso zu wie der Datenumsatz je Kunde. Von Händlern hiess es, die bereinigten Zahlen lägen im Rahmen der Erwartungen bis leicht darüber. Nach der jüngst starken Kursentwicklung reiche dies aber nicht aus, um Gewinnmitnahmen zu verhindern.
BEIERSDORF DAX-SCHLUSSLICHT: NUR TESA FINDET LOB
Negativ aufgenommene Quartalszahlen liessen Beiersdorf-Titel am Dax-Ende um 4,26 Prozent auf 43,895 Euro absacken. Marktteilnehmer hoben zwar die starke Entwicklung des Konsumgüterherstellers im Klebergeschäft Tesa hervor, sahen aber das Consumergeschäft bestenfalls im Rahmen der Erwartungen. Bei den Kennziffern fand lediglich der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) Lob.
Im MDax gewannen Fraport-Titel 1,03 Prozent auf 42,365 Euro, nachdem die Halbjahreszahlen des Flughafenbetreibers Händlern zufolge die Marktschätzungen übertroffen hatten. Zudem habe Fraport die Prognose für den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen im Gesamtjahr unerwartet deutlich angehoben. Eine Anhebung sei jedoch bereits von vielen Marktteilnehmern erwartet worden, sagte ein Börsianer. Erwartungsgemässe Zahlen liessen die Aktien des Agrarhandelskonzerns Baywa um 0,14 Prozent auf 29,080 Euro steigen.
PROSIEBENSAT.1 PROFITIEREN VON ENDGÜLTIGEN ZAHLEN
Für die Anteilsscheine von ProSiebenSat.1 ging es nach endgültigen Zahlen um 4,63 Prozent auf 14,690 Euro hoch. Nachdem der Fernsehkonzern schon Ende Juli von einem Gewinn- und Umsatzplus im zweiten Quartal berichtet hatte, rechnet das Unternehmen nun dank der Erholung des Werbemarktes im gesamten Jahr 2010 mit einem deutlich höheren operativen Gewinn. Ein Händler verwies zudem darauf, dass die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) am Vortag wie erwartet den Verkauf des Nachrichtensenders N24 genehmigt hatte.
Die Titel von Rhön-Klinikum büssten dagegen 0,53 Prozent auf 17,905 Euro ein. Der Krankenhaus-Betreiber verdiente dank höherer Patientenzahlen und der jüngsten Übernahmen bei einem gestiegenen Umsatz mehr als im Vorjahr und bekräftigte den Ausblick. Das im Vergleich zum Vorjahr höhere Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag über den Erwartungen der von dpa-AFX befragten Analysten. Indes sagte ein Händler, die Zahlen seien wie erwartet ausgefallen.
DRÄGERWERK NACH ZAHLEN DEUTLICH IM PLUS
Im TecDax verteuerten sich Drägerwerk-Titel als bester Wert um 10,76 Prozent auf 62,470 Euro. Der Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller knüpfte an das gute Auftaktquartal an und verzeichnete erneut einen Ergebnissprung. Dabei übertrafen alle Zahlen zum zweiten Quartal die Schätzungen der Analysten. Das Biotechnologie-Unternehmen Medigene reduzierte im ersten Halbjahr bei einem höheren Umsatz den Verlust. Dieser fiel laut einem Händler nun geringer als erwartet aus. Die Titel gewannen 0,72 Prozent auf 2,951 Euro.
Dagegen litt der Windkraftanlagenbauer Nordex auch im zweiten Quartal noch unter den Spätfolgen der Wirtschaftskrise, was den Umsatz um fast 30 Prozent sinken liess. Die Aktien verloren 0,87 Prozent auf 7,951 Euro./gl/chs
--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

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