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AKTIEN FRANKFURT/Dax gibt nach - Anleger vorsichtig, Kurstreiber fehlen

FRANKFURT (awp international) - Eine vorsichtige Haltung der Anleger hat dem Dax am Montag einen schwachen Start in die neue Handelswoche beschert. Der deutsche Leitindex büsste gegen Mittag 0,96 Prozent auf 7.420,43 Punkte ein. Nur wenig verändert zeigten sich derweil die Indizes aus der zweiten Reihe. Der MDax mittelgrosser Werte lag mit 0,04 Prozent im Minus bei 10.690,12 Punkten. Der TecDax stand prozentual unverändert bei 926,83 Punkten.
Marktanalyst Frank Geilfuss vom Bankhaus Löbbecke verwies angesichts des schwachen Marktumfelds auf eine vorsichtige Haltung der Anleger. "Der Dax hat seit Mitte März gut 1.000 Punkte an Boden gut gemacht", betonte der Experte. Da sei es nicht verwunderlich, dass Anleger nach den jüngsten Irritationen über einen für möglich gehaltenen Austritt Griechenlands aus der Währungsunion etwas zurückhaltender agierten. Dem Markt fehle es an richtigen Kurstreibern. "Diese sind erst im Laufe der Woche mit weiteren Quartalsberichten und US-Konjunkturdaten zu erwarten".
NATURKATASTROPHEN SORGEN FÜR VERLUSTE BEI MUNICH RE
Aktien von Munich Re verloren nach Zahlen zum ersten Quartal 1,29 Prozent auf 110,60 Euro. Der weltgrösste Rückversicherer hat wegen der Katastrophen in Japan, Australien und Neuseeland einen Verlust von fast einer Milliarde Euro erlitten. Händler bewerteten die Quartalszahlen in ersten Kommentaren als "durchwachsen". Während der Nettogewinn etwas besser als erwartet ausgefallen sei, habe der operative Gewinn die Schätzungen verfehlt.
Unter den Dax-Favoriten knüpften die Papiere von ThyssenKrupp mit einem Aufschlag von 1,41 Prozent auf 32,675 Euro an ihre Kursrally vom Freitag an. Laut Händlern stütze der geplante Konzernumbau weiterhin die Kurse. Medienberichte über eine Überprüfung des Investitionsbudgets für neue Werke in Brasilien und den USA hatten derweil keinen Einfluss auf die Papiere. Ferner schütteten zahlreiche Unternehmen am Montag ihre Dividenden aus. Aktionäre von BASF erhalten 2,20 Euro je Anteilsschein und Metro zahlt für die im Dax gelisteten Stammaktien je 1,35 Euro. Beide Werte waren nur deshalb am Ende des deutschen Leitindex zu finden.
GIGASET UND QSC NACH ZAHLEN IM TECDAX IM BLICK
Besser aufgenommen wurden indes die Zahlen von einigen Nebenwerten. Tognum kletterten im MDax um 0,27 Prozent auf 26,270 Euro. Laut Händlern sind die Zahlen des von Daimler und Rolls-Royce umworbenen Dieselmotoren- und Energieanlagenspezialisten besser als erwartet ausgefallen. Gelobt wurden auch positive Auftragseingänge. Tognum hob zudem seine Ziele für das Gesamtjahr an.
Im TecDax schnellten die Papiere von Gigaset nach Zahlen um 3,17 Prozent auf 4,395 Euro in die Höhe. Die frühere Siemens-Sparte übertraf mit einem Gewinnanstieg im ersten Quartal die Erwartungen. QSC-Titel profitierten dagegen nur anfangs von vorgelegen Zahlen. Zuletzt rutschten sie um 2,40 Prozent auf 2,684 Euro ab und waren so unter den schwächsten Werten zu finden. Dabei hatte der auf Geschäftskunden spezialisierte Telekomanbieter im ersten Quartal seinen Gewinn gesteigert. Analystin Heike Pauls von der Commerzbank etwa sah den Überschuss als über ihren Erwartungen an./tih/ag

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