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AKTIEN FRANKFURT/Dax im Minus - Griechenland, Gewinnmitnahmen, US-Daten

Dieser Inhalt wurde am 15. April 2010 - 14:50 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Die anhaltende griechische Schuldenkrise und Gewinnmitnahmen haben den Dax am Montag ausgebremst. Auch schwache Wochendaten vom US-Arbeitsmarkt drückten auf die Stimmung. Am Nachmittag stand der deutsche Leitindex 0,22 % tiefer bei 6.264,78 Punkten, nachdem am Morgen noch gute US-Vorgaben sowie das starke Wirtschaftswachstum in China für weitere Kursgewinne gesorgt hatten. Etwas besser entwickelten sich die anderen Indizes: Der MDax stieg um 0,16 % auf 8.471,40 Punkte und für den TecDax ging es um 0,08 % auf 847,74 Punkte hoch.
"Die Spreads der Griechenland-Anleihen sind wieder deutlich gestiegen", sagte Aktienhändler Michael Braun von der Postbank mit Blick auf den zuletzt bis auf 4,35 %punkte anziehenden Risikoaufschlag zu deutschen Bundesanleihen. In der vergangenen Woche war mit über 4,50 Punkten zeitweise der höchste Stand seit Einführung des EUR in Griechenland erreicht worden, bevor das konkretisierte Hilfspaket der EURzone-Staaten für zwischenzeitliche Entspannung sorgte. Hinzu kommen Braun zufolge Sorgen um den Immobilienmarkt, an die ein "Handelsblatt"-Artikel erinnere.
Ein gutes Licht auf die Konjunkturentwicklung warfen Zahlen des US-Logistikkonzerns UPS , von denen besonders Aktien der Deutschen Post mit einem Sprung um 2,53 % auf 13,175 EUR profitierten. Nach den Einbrüchen des Vorjahres zog im ersten Quartal vor allem das internationale Geschäft des Paketdienstes deutlich an. Der Konzern erwartet, dass die wirtschaftliche Erholung im Jahresverlauf noch Fahrt aufnimmt, und erhöhte angesichts dessen auch die Gewinnprognosen. Ein Börsianer sah die UPS-Zahlen deutlich über den Erwartungen.
Nach einem Pressebericht blieben die Aktien von Volkswagen und der beiden Nutzfahrzeughersteller MAN sowie Scania mit Spekulationen über eine Allianz im Fokus der Anleger. Die Gerüchte vom Vortag, dass es nicht zu einer Nutzfahrzeug-Allianz kommen wird, erhielten durch die "Financial Times Deutschland" neue Nahrung. Ein hochrangiger Manager von VW wird darin mit der Aussage zitiert, dass es keine Dreierkombination unter einem Dach geben werde. VW plane aber, in Kürze die Mehrheit an MAN zu übernehmen und die Tochter anschliessend mit Scania zu fusionieren. Volkswagen-Vorzüge legten um 0,26 % auf 69,87 EUR zu. MAN-Papiere stiegen um 0,21 % auf 66,97 EUR zu. Scania zogen in Stockholm ebenfalls leicht an.
Gute Vorgaben des Pflanzenschutz-Konzerns Syngenta liessen die Aktien von K+S um 1,60 % auf 43,805 EUR steigen. Flugausfälle in weiten Teilen EURpas durch den Ausbruch eines isländischen Vulkans belasteten die Luftfahrtbranche nicht. Die Titel der Lufthansa gehörten mit Gewinnen von 1,26 % auf 13,210 EUR zu den Favoriten im Dax. Aktien des Flughafenbetreibers Fraport profitierten von positiveren Erwartungen des Münchener Flughafenchefs für das dortige Passagieraufkommen. Sie verteuerten sich um 1,34 % auf 41,835 EUR.
Im MDax rutschten Papiere der Aareal Bank mit minus 2,49 % auf 17,440 EUR ans Indexende. Börsianer verwiesen auf einen kritischen Bericht im "Handelsblatt"zur Lage am Gewerbeimmobilienmarkt. Hugo Boss setzten indes ihren Rekordkurs fort und gewannen weitere 2,36 % auf 32,510 EUR. Die Papiere des Modekonzerns zogen in drei Tagen in der Spitze um mehr als 18 % an. Wirecard-Aktien verteuerten sich im TecDax nach endgültigen Zahlen und einem bestätigten Ausblick um 1,42 % auf 7,882 EUR. Analysten lobten vor allem den Cash Flow des Zahlungsabwicklers./gl/ag
--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

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