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AKTIEN FRANKFURT/Dax kaum verändert - Sorgen um Irland lassen nach

Dieser Inhalt wurde am 12. November 2010 - 14:39 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Angesichts nachlassender Sorgen um die Schuldenkrise in der Eurozone ist der Dax am Freitag um seinen Vortagswert geschwankt. Der deutsche Leitindex verlor bis zum Nachmittag minimale 0,06 Prozent auf 6.719,32 Punkte, nachdem er zwischenzeitlich mit mehr als einem Prozent im Minus gelegen hatte. Auf Wochensicht ergibt sich damit bislang ein Verlust von 0,52 Prozent. Der MDax gewann am Freitag 0,09 Prozent auf 9.372,53 Punkte, der TecDax büsste 1,59 Prozent auf 779,15 Punkte ein.
Insbesondere die Ängste um das hoch verschuldete Irland hatten sich gelegt, nachdem fünf führende Euro-Länder, darunter Deutschland, beim G20-Gipfel in Seoul erklärt hatten, dass für mögliche Hilfen keine privaten Gelder aufgewendet werden müssten. "Die irische Misere dürfte sich damit entspannt haben", sagte Marktstratege David Buik von BGC Partners. Etwas auf die Stimmung drückten Gerüchte über eine mögliche Zinserhöhung in China. Das lasse manchen Anleger etwas vorsichtiger werden, sagte Aktienhändler Jörg Heineke von TAO Capital. Im Blick standen zudem einige Quartalszahlen von Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe. Im Verlauf des Nachmittags werden noch US-Konjunkturdaten erwartet, darunter das Konsumklima der Uni Michigan.
Im Dax setzten sich die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) nach Rekord-Absatzzahlen mit einem Aufschlag von 2,62 Prozent auf 113,50 Euro an die Spitze. Der Wolfsburger Autobauer hatte konzernweit erstmals in einem Zeitraum von Januar bis Oktober knapp sechs Millionen Fahrzeuge ausgeliefert. Im Oktober hatte sich der Absatz nach Angaben des Unternehmens auf 612.200 Fahrzeuge belaufen nach 557.400 im Vorjahreszeitraum.
Unter den schwächeren Werten fanden sich die Titel von ThyssenKrupp wieder mit einem Minus von 0,78 Prozent auf 27,870 Euro. Börsianer verwiesen auf Sorgen um das Asiengeschäft. In Tokio waren etwa die Titel von Konkurrent Nippon Steel um mehr als ein Prozent abgesackt.
Mit 2,14 Prozent auf 53,60 Euro deutlich im Minus notierten aus ähnlichen Gründen die Aktien von Salzgitter im MDax. Der Konzern hatte zudem endgültige Zahlen vorgelegt. Diese hatten nach Angaben von Marktteilnehmern aber keinerlei Überraschungen gebracht und insofern auch nicht sonderlich bewegt.
Deutlich besser lief es für IVG Immobilien nach Zahlen, die sich um 4,88 Prozent auf 6,061 Euro verteuerten. Börsianer lobten die überraschend grossen Gewinne wegen einer höheren Bewertung des Kavernengeschäfts. Knapp dahinter lagen die Continental-Aktien mit plus 4,00 Prozent auf 59,310 Euro. Sie bekamen Rückenwind von einem positiven Analytenkommentar der WestLB. Darin heisst es, die kritische Frage der Refinanzierung sei nahezu gelöst und es seien positive Nachrichten zum Automobil- und Gummigeschäft zu erwarten.
Mit Zahlen im Blick waren zudem HHLA , die 0,74 Prozent auf 30,110 Euro gewannen. Der Hamburger Hafenbetreiber blickt nach einem überraschend starken Sommergeschäft nun optimistischer auf das Gesamtjahr. Börsianer sprachen von einer gemischt ausgefallenen Quartalsbilanz.
Im TecDax standen vor allem Solarwerte im Fokus. Q-Cells setzten sich nach Zahlen mit plus 8,33 Prozent auf 2,900 Euro an die Spitze. Das Unternehmen hatte trotz der Förderkürzung für neue Photovoltaik-Anlagen im Sommer in Deutschland den Umsatz im Vergleich zum Vorquartal um 20 Prozent auf 402 Millionen Euro gesteigert und den Ausblick angehoben. Im hinteren Drittel fanden sich die Papiere von SMA Solar nach Zahlen wieder, sie verbilligten sich um 5,67 Prozent auf 70,76 Euro. Börsianer verwiesen auf den Ausblick./chs/ck

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