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FRANKFURT (awp international) - Die Hoffnung auf eine Stabilisierung der US-Konjunktur hat den Dax am Montag gestützt. Der Leitindex rückte um 0,31 Prozent vor auf 6.153,43 Punkte, nachdem er in der Vorwoche bereits rund 3 Prozent zugelegt hatte. Der MDax präsentierte sich an diesem Montag mit einem minimalen Plus von 0,02 Prozent auf 8.509,30 Punkte kaum verändert und für den TecDax ging es um 0,17 Prozent auf 767,46 Punkte nach oben.
Der US-Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag wirke noch positiv nach, sagte Händler Fidel Helmer von der Frankfurter Privatbank Hauck & Aufhäuser. Ein unerwartet geringer Stellenabbau hatte dem Dow Jones Ende letzter Woche den vierten Gewinntag in Folge beschert. Damit hätten die Sorge um einen erneuten Rückfall der US-Wirtschaft in eine zweite Rezession weiter abgenommen, hiess es. Allerdings bestünden an diesem Montag wegen eines Feiertages in den USA kaum Anreize, Aktien zu kaufen, schränkte Helmer ein. In den Vereinigten Staaten wird der "Labor Day" begangen, deshalb bleiben die dortigen Börsen geschlossen.
VERSORGER PROFITIEREN VOM DURCHBRUCH IM ATOMSTREIT
Versorger zählten nach dem Kompromiss im Atomstreit zu den grössten Gewinnern am Markt. Eon kletterten an der Dax-Spitze um 3,45 Prozent auf 23,72 Euro und RWE verteuerten sich dahinter um 2,76 Prozent auf 54,70 Euro. Nach monatelangem Atom-Poker haben sich die Spitzen von Union und FDP am Sonntag auf längere Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke verständigt. Die umstrittene neue Atomsteuer wird zudem auf sechs Jahre befristet und bis einschliesslich 2016 erhoben, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur. Allerdings bleiben einige Unsicherheiten weiterhin bestehen, meinten Börsianer. So könnten Umweltschützer sowie Politiker von SPD und den Grünen gegen den Kompromiss klagen. Derweil vertrat Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) die Auffassung, dass die von der schwarz-gelben Koalition beschlossene Verlängerung der Atomlaufzeiten nicht vom Bundesrat abgesegnet werden muss.
Auch Stahltitel standen auf den Einkaufslisten der Anleger weit oben. ThyssenKrupp verteuerten sich um 1,02 Prozent auf 22,79 Euro, im MDax kletterten Salzgitter-Aktien um 0,96 Prozent auf 50,66 Euro nach oben und Klöckner & Co (KlöCo) gewannen als Favorit im Index der mittelgrossen Werte 2,02 Prozent auf 16,43 Euro. Führende Stahlhersteller wollen laut "Handelsblatt" abermals die Stahlpreise anheben.
AXEL SPRINGER AB DEM 20. SEPTEMBER IM MDAX - BAUER VERLIEREN DEUTLICH
Autotitel jedoch mussten Verluste hinnehmen. BMW-Aktien standen mit minus 1,08 Prozent auf 43,62 Euro am Dax-Ende und Papiere von Daimler gaben 0,98 Prozent 41,245 Euro ab. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen und Umschichtungen in Versorgertitel, die nach dem sich anbahnenden Atomkompromiss als bisher vernachlässigte Branche wieder in den Fokus rückten.
Ansonsten stehen einige Aktien wegen anstehender Indexveränderungen im Blick. So steigen die Titel des Medienkonzerns Axel Springer in den MDax auf. Dafür fallen die Aktien des Baumaschinenkonzerns Bauer aus dem Index der mittelgrossen Werte heraus, wie die Deutsche Börse am Freitag nach Börsenschluss mitteilte. Auch im TecDax kommt es zu Veränderungen: Dort ersetzen die Papiere des Optik-Spezialisten Adva Optical Networking die Titel des Biotech-Unternehmens MediGene . Im SDax der kleinen Werte wird Bauer die Aktien des Unterhaltungselektronik-Herstellers Loewe AG ersetzen. Ausserdem wird Börsenneuling Ströer , ein Anbieter für Aussenwerbung, in den SDax aufgenommen. Umgesetzt werden diese wie erwartet ausgefallenen Änderungen dann am 20. September (Montag). Während die Titel von Axel Springer um 1,27 Prozent stiegen, verloren Bauer-Aktien als Schlusslicht im MDax 2,37 Prozent./la/rum

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